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Teppich: von Öko bis Polyester©

© Heuga

 

Teppich: von Öko bis Polyester

Wer es gern weich und flauschig unter den Füßen hat, der ist mit einem Teppichboden gut bedient. Doch Teppich ist nicht gleich Teppich. Es gibt gewaltige Unterschiede, was das Material, die Verarbeitung und auch den Preis betrifft.

Naturfasern, vielfältig aber empfindlich

Wer reine Naturprodukte bevorzugt, muss erstens tief in die Tasche greifen – zwischen 30 und mehr als 100 Euro pro Quadratmeter im Gegensatz zu Kunststoff-Teppichböden, die es ab 10 Euro gibt – und zweitens Abstriche bei der Strapazierfähigkeit machen. Vor allem Wolle und Leinen werden zu Teppichböden verarbeitet. Wolle ist noch akzeptabel hart im Nehmen, allerdings bereits erheblich empfindlicher als die meisten Kunststofffasern. Außerdem muss reine Wolle chemisch gegen Mottenfraß geschützt werden. Diese Chemikalien können, wenn auch in geringen Mengen, in die Raumluft übergehen. Leinengewebe lässt sich nur dort sinnvollerweise verwenden, wo der Boden selten betreten wird. Das vergleichsweise teure Material (ab 40 Euro pro Quardatmeter) hält einer Alltagsbeanspruchung nur kurze Zeit Stand. Ähnlich empfindlich reagiert Jute, die gelegentlich zu Öko-Bodenbelägen verarbeitet wird.

In letzter Zeit kommen verstärkt Gewebe aus Kokosfasern und Sisal nicht nur für Läufer, sondern auch für Auslegware in den Handel. Kokos steckt auch heftige Belastungen gut weg, fühlt sich aber kratzig unter den Füßen an. Sisal ist etwas weniger strapazierfähig, bildet dafür aber eine weichere Oberfläche. Sein Nachteil: Selbst klares Wasser hinterlässt auf Sisal schnell Flecken. Seegras-Bodenbeläge sind unempfindlich gegen Wasser, jedoch wirkt das Gewebe sehr glatt und hart. Außer Wolle ist allen Naturfasern gemeinsam, dass sie keinen Flor, also keine behaarte Oberfläche, bilden. Sie lassen sich nur zu Gewebe verarbeiten, in dem die Fasern parallel zum Boden verlaufen.

Robuster Kunststoff

Kaum kaputt zu kriegen ist dagegen die Kunstfaser Nylon, aus der heutzutage die meisten Teppichböden hergestellt werden. Allerdings kann es sich statisch aufladen – ein Nachteil, den Naturfasern nicht zeigen. Acryl findet oft in Woll-Imitaten Verwendung, während Viskose durch ihren geringen Preis besticht, aber schnell verschmutzt. Polyester wird meistens dann verwendet, wenn ein besonders langer Flor gewünscht wird. Polypropylen glänzt durch seine besondere Unempfindlichkeit gegen Flecken und die Farbechtheit auch nach langer Sonneneinstrahlung. Schwachstelle ist die Empfindlichkeit gegen mechanische Belastung: Polypropylen tritt sich schnell platt. Häufig mischen die Hersteller verschiedene Kunstfasern oder auch Wolle und Nylon, um das angenehme Gefühl der Naturfaser mit der Robustheit des Kunststoffs zu vereinen.

Gewebt, getuftet, genadelt

Gewebt wird heutzutage nur noch die besonders hochwertige Auslegware. Dadurch verbindet sich der Flor besonders gut mit dem Trägergewebe und es entstehen schöne Möglichkeiten zur Gestaltung mit wechselnden Farben innerhalb eines Gewebes. Allerdings haben diese Qualitäts-Bodenbeläge auch ihren Preis. Selbst Kunststoff-Teppiche sind in gewebter Ausführung kaum unter 25 Euro pro Quadratmeter zu bekommen. In der industriellen Fertigung ist heute das Tuften die bestimmende Herstellungstechnik. Dabei werden die Florfasern mit Nadeln in das Trägergewebe eingestochen und auf der Rückseite verklebt. Besonders preiswert ist Nadelfilz. Dabei werden Fasern maschinell zu einem Belag verfilzt und auf eine stabile Trägerfläche geklebt. Es entsteht kein Flor, sondern eine glatte Oberfläche, die sich ähnlich wie Pappdeckel anfühlt.

Bei der Oberflächenstruktur lässt sich zwischen Velours und Schlingenware unterscheiden. Bei Velours stehen die einzelnen Gewebefasern nach oben. Dadurch wirkt der Teppich besonders weich. Allerdings zeichnen sich Trittspuren ab und der Bodenbelag ist allgemein wenig strapazierfähig. Bei Schlingenware verhält es sich genau umgekehrt: Weil die Fasern mit beiden Enden fest im Trägergewebe verankert sind, wird der Teppich insgesamt robuster, jedoch weniger weich. Die Hersteller von Schlingenware versuchen die Flauschigkeit dadurch zu erhöhen, dass sie besonders lange Schlingen hervorstehen lassen. Ebenso erhöht Kräusel-Verlours mit gedrehten Fasern die Widerstandskraft des Teppichs.

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