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Recycling-Möbel: Design mit gutem Gewissen

Das geblümte Kleid gehört in die Altkleidersammlung, doch Sie können sich nicht trennen? Setzen Sie ihm ein Denkmal in einem Sofa. So etwas ist längst nicht mehr ungewöhnlich im „grünen Möbeldesign“.

Der Öko-Lifestyle hat längst die Möbelindustrie erreicht. Schadstoffarm und nachhaltig produzierte Möbel findet man heute bei fast allen großen Möbelherstellern und auch unter den Designprodukten. Die Nachfrage nach den sogenannten „Green-Line-Möbeln“ steigt weiter an, schätzt auch Ursula Geismann vom „Hauptverband der Deutschen Holz und Kunststoffe verarbeitenden Industrie und verwandter Industriezweige“ (HDH).

Spannende Materialfülle

Ob nachhaltig produziert oder nicht – sieben Millionen Tonnen gebrauchter Möbel landen dennoch jedes Jahr auf deutschen Sperrmüllhaufen. 90 Prozent von ihnen werden verbrannt. Die Idee, dieses Problem aus der Welt zu schaffen, heißt Recycling und ruft vor allem Designer und Künstler auf den Plan, die den Möbelmarkt mit Umweltbewusstsein und Kreativität revolutionieren. Denn der Müllhaufen bietet Material in Hülle und Fülle: Holz, Metall, Kunststoff, Glas und Stoff. Bei allem, was daraus entsteht, sind es gerade die Macken, die das Material spannend machen. Sie erzählen eine unverwechselbare Geschichte, welche wiederum ein sehr gutes Verkaufsargument ist: „Es ist nicht mehr allein der Kaufgegenstand, der die persönliche Wertschätzung des Käufers erhält, sondern der gesamte Entstehungsprozess“, heißt es in einer Studie des Trendbüros Hamburg.

Vom Sperrmüll zurück ins Wohnzimmer

Bei „Ecomöbel“ bleibt die Kommode eine Kommode und das Bett ein Bett. Der bundesweite Zusammenschluss von Möbel-Recyclern arbeitet ganz klassisch: Alte ausgediente Möbel überarbeiten, umweltschädliche Substanzen in den Möbeln entfernen und ihnen damit ein zweites, gesundes Leben schenken. Unzählige Unikate sind so wieder auf dem Möbelmarkt – wie neu und jedes mit einer individuellen Geschichte. Auch in ausgedienten Dosen und Tonnen schlummern originelle Möbelideen: Bei „rafinesse & tristesse“ werden alte Olivendosen in robuste dekorative Hocker verwandelt. Ähnlich arbeitet eine Hamburger Firma: Eine Wäschetrommel zur stylishen Kommode, Tonnen zur Schrankwand umbauen – das macht „Lockengelöt“. Inhaber Dennis Schnelting hat keine Probleme mit Nachfrage oder Werkstoff: „Die Leute kommen her, suchen sich eine schöne Tonne aus, und wir machen einen Schrank daraus.“ Zulieferer ist eine Recycling-Firma, die haufenweise Industrie-Tonnen abgibt – schon fertig sandgestrahlt. Individuelle Wünsche sind hier ganz normal: „Lufthansa hat uns eine Kiste Flugzeugteile vorbeigebracht, die wollten ein ganz spezielles Abschiedsgeschenk für einen Mitarbeiter. Da ist dann eine Lampe draus geworden.“

Ein dankbarer Werkstoff: Müll

Dass auch „Rohstoffe“ vom ganz normalen Müllhaufen zur Grundlage von Designerstücken werden können, zeigen mehr und mehr Erfolgsgeschichten. Altglas ist der Werkstoff der Hamburger Designerin Sybille Homann. Die Köpfe von Flaschen bekommen bei ihr eine zweite Chance – als grün schimmernde Garderobenhaken. Die Münsteraner von „Bauhaus design“ greifen zu gebrauchten Gerüstbohlen. Aus dem Holz, das jahrelang Wind und Wetter ausgesetzt war, entstehen robuste Möbel im „used look“. Aus altem Plastik macht „ninelives“ bunte Teppiche, die vor allem im Badezimmer eine gute Figur machen.

Der Sessel „Pixelstar“ vom Netzwerk „Zweitsinn“ hat seine Grundlage in alten Matratzen, Hosen und Mänteln. Hier bekommt man die CO2-Einsparung des Möbelstücks ebenso mitgeliefert wie Maße und Preis. Werden irgendwo in Berlin Bäume gefällt, sind die gelernten Bildhauer Jörn Neubauer und Christian Friedrich von „Sawadee Design“ zur Stelle: Das Ur-Berliner Holz wird zu massiven Möbeln und Accessoires, Lokalpatriotismus mit Altholzverwertung und Unverwechselbarkeit kombiniert. „In jedem fünften Baum finden wir Granatsplitter“, sagt Christian Friedrich. Splitter, Astlöcher und sogar Stacheldraht im Holz ist sehr willkommen, schließlich erzählen die Störer eine lebendige Geschichte des Baums und der Stadt.

Recyceln in besten Kreisen

Auch Top-Designer in aller Welt machen der Müllabfuhr Konkurrenz: Beim Niederländer Tejo Remy gibt es den „Droog Rag Chair“ aus abgetragenen Kleidern für 3000 Euro, Ting London bietet exklusive Teppiche aus Ledergürteln, Hängematten und Kissen aus Autogurten. Ob Kunstobjekt, originelles Einzelstück oder Serienproduktion: Das Möbel-Recycling ist längst professionalisiert. 2009 findet in Köln „ÖkoRausch“, die Messe für Design mit Bewusstsein, zum zweiten Mal statt, und seit 2007 wird der RecyclingDesignpreis bundesweit ausgeschrieben.

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4 Kommentare

 

Pia

28.10.2011, 21:00 Uhr

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Eure sachen siend sooo cool
 

Laura P.

18.12.2011, 19:55 Uhr

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Wie kann ich einen Pixelstar bauen??

Welches Format??

(b\\h\\t)



Schreib bitte schnell zurück :D



Eure Laura P.
 

Anitram

12.11.2012, 20:14 Uhr

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Ich möchte gerne den Pixel-Star Sessel für Weihnachten selbst werkeln und verschenken,wo finde ich eine Anleitung dazu?

Herzlichen Dank im Voraus,

eure Anitram
 

Christian

03.01.2013, 15:29 Uhr

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Laura P. schrieb am 18.12.2011 um 19:55:41 Uhr

Wie kann ich einen Pixelstar bauen??

Welches Format??

(b\\h\\t)



Schreib bitte schnell zurück :D









Holz+Stoff ^^

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