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Obstbaumschnitt: So wachsen Apfelbaum und Co. noch besser

Regelmäßiges Schneiden hält Obstbäume gesund und regt sie zu üppiger Blüte an – die Voraussetzung für eine reiche Ernte. Doch welche Triebe müssen weichen? Wann ist die beste Zeit für den Schnitt?

Mit ihren schönen Blüten und leckeren Früchten sind Obstbäume Blickfang und kulinarische Bereicherung zugleich. Doch wie für andere Gartenpflanzen gilt auch für Obstbäume: Wer sich lange an ihnen erfreuen will, muss sie auch pflegen. Zwar wächst ein Apfelbaum auch ohne regelmäßigen Schnitt. Doch nimmt, über die Jahre gesehen, die Qualität der Früchte ab, sie bleiben klein und säuerlich. Außerdem ist der Baum anfälliger für Krankheiten und Pilzbefall.

Der richtige Zeitpunkt für den Schnitt

Einen allgemeingültigen Zeitpunkt für den Obstbaumschnitt gibt es nicht. Meistens eignet sich aber der Spätwinter. So haben die Bäume ausreichend Zeit, um sich von dem Schnitt zu erholen und neu auszutreiben. Zum Schnittzeitpunkt sollte es am besten frostfrei, auf keinen Fall aber kälter als minus 5 Grad sein. Apfelbäume können ab Januar bis März geschnitten werden, Birnen- und Pflaumenbäume möglichst erst ab März. Aprikose und Pfirsich schneidet man erst kurz vor dem Knospenaufbruch im April/Mai, Kirschen am besten im Sommer gleich nach der Ernte.

Obstbäume schneiden – ein paar Faustregeln

Zu schneiden sind Triebe, die

nach innen wachsen,

zu senkrecht wachsen,

parallel zu einem anderen Trieb wachsen und mit ihm konkurrieren,

krank sind (Pilzbefall, Schädlinge).

Wichtig: Lassen Sie keine Aststummel, sogenannte „Kleiderhaken“, stehen, sondern schneiden Sie am Astring. Benutzen Sie außerdem immer scharfes und sauberes Werkzeug.

Schnitt-Techniken

Je nach Alter und Art des Baumes gibt es verschiedene Schnittarten. Im Jahr der Pflanzung oder spätestens im Jahr darauf erfolgt der Pflanzschnitt. Er legt die künftige Form des Baums fest. Bestimmen Sie den Mitteltrieb und entfernen Sie konkurrierende Triebe. Lassen Sie drei bis vier Seitentriebe stehen. Dann kürzen Sie alle stehen gelassenen Triebe etwas ein, um diese zu kräftigen. Mit dem Erziehungsschnitt legen Sie die spätere Kronenform des jungen Baums fest. Kürzen Sie die Haupttriebe – also den Mitteltrieb und die wenigen kräftigen Seitentriebe – erneut ein, um sie zum Wachsen anzuregen. Lassen Sie die seitlich an den Haupttrieben wachsenden Triebe stehen – sie sollen später die Früchte tragen. Schneiden Sie außerdem alle Triebe, die ins Kroneninnere wachsen. An Stamm und Boden wachsende Triebe entfernen Sie vollständig.

Mit dem Erhaltungsschnitt bremsen Sie übermäßiges Wachstum und entfernen vergreistes Fruchtholz – das sind die alten Triebe, die nicht mehr gut tragen. Außerdem schneiden Sie kranke und zu senkrecht stehende Triebe heraus. Schließlich kürzen Sie die Jungtriebe ein, damit diese reichlich Blüten und Früchte ausbilden. Der Erhaltungsschnitt ist nicht jedes Jahr erforderlich und erfolgt nach Bedarf. Werden Apfelbaum und Co. nicht regelmäßig geschnitten, überaltern sie. Mit dem Verjüngungsschnitt können Sie den Baum zu neuem Wachstum anregen. Hierbei entfernen Sie zunächst alle toten und kranken Äste. Dann dünnen Sie die Krone aus, indem Sie gezielt auch ältere Äste entfernen, wenn diese die ursprünglichen Leitäste verschatten. Der Obstbaumschnitt gehört sicherlich zu den etwas anspruchsvolleren Gartenarbeiten – doch Ihr Obstbaum wird Ihnen die Mühe mit leckeren Früchte und einer langen Lebensdauer danken.

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© bauemotion.de 2014 - Obstbaumschnitt: So wachsen Apfelbaum und Co. noch besser

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