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Modernes Küchenmöbeldesign©

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Modernes Küchenmöbeldesign

Produkt- und Designmanager haben die Aufgabe, Trends aufzuspüren und umzusetzen. Anne Jung, die für den Küchen-Hersteller Format arbeitet, erzählt im Interview, worauf es beim Entwurf und der Planung einer neuen Küche ankommt.

Sie spüren Trends für Küchenhersteller auf. Wie gehen Sie dabei vor?

Anne Jung: Wichtig ist es, in andere Lebensbereiche zu schauen. Ich beobachte die Trends in der Modewelt und der Automobilindustrie. Was passiert dort, welche neuen Farben gibt es? So haben sich bei Fahrzeugen Silber, Bronze, rauchige Töne und interessante Grauabstufungen etabliert. Übertragen auf die Küche ergeben sich so ganz neue Kombinationen. Denn diese Farben strahlen Modernität und Eleganz aus. Sie haben eine technische Anmutung und sind zugleich sehr emotional. Und lassen sich toll mit Edelstahl oder Holz kombinieren. Aber auch andere Themen wie die zunehmende Nachfrage nach Biokost haben Einfluss auf die Küchengestaltung. Denn sie verändern die Anforderungen – etwa durch einen steigenden Bedarf an Arbeitsfläche und eine neue Aufteilung der Möbel.

Was geht dem Entwurf einer neuen Küche voraus?

Jung: Als Erstes geht es darum, die Zielgruppe zu definieren. Denn so unterschiedlich wie die Menschen sind auch ihre Bedürfnisse. Unterschiedliche Menschen haben unterschiedliche Werte und Vorstellungen – diese sollten sich in ihrem Produkt widerspiegeln. Die Einrichtung ist immer ein Statement des jeweiligen Lebensgefühls – egal ob Landhaus-Stil oder coole Designorientierung.

Wie ordnen Sie Frauen und Männer dabei ein?

Jung: Wohnen ist eher weiblich geprägt. Viele Männer halten sich bei der Einrichtung lieber im Hintergrund. In der Küche hat sich das jedoch in den vergangenen Jahren geändert. Immer mehr Männer stellen sich inzwischen an den Herd. Und die legen vor allem Wert auf Technik. Nur die besten Geräte sind ihnen gut genug. Auch hier zeigt sich wieder: Ich muss die Zielgruppe klar im Auge haben.

Gilt das auch für einen Küchenberater im Geschäft?

Jung: Natürlich. Um für den Kunden die passende Küche zu finden, muss er die Bedürfnisse erfragen. Und die können sich zwischen einem berufstätigen Ehepaar und einer Familie mit drei Kindern beträchtlich unterscheiden. So ist Letztere mit einer unempfindlichen Oberfläche sicherlich besser bedient als mit einer Hochglanzfront.

Wie wichtig ist die Ergonomie bei einer Küche?

Jung: Das ist ein ganz entscheidender Punkt. Wenn diese nicht ausreichend geklärt ist, passieren hier in der Regel die häufigsten Planungsfehler. So sollte die Küche hoch genug sein, sodass niemand in gebückter Haltung Kartoffeln schälen muss. Auch die Arbeitsabläufe müssen in einem sinnvollen Zusammenhang stehen. Gehen die Türen richtig herum auf? Ist der Kühlschrank sinnvoll platziert? Die Funktion muss stimmen. Grundsätzlich gilt: Je individueller eine Küche auf den Benutzer zugeschnitten ist, desto glücklicher wird er damit sein. Das verlangt aber auch, dass der Hersteller viel Flexibilität bietet. Individualität ist ein Qualitätsmerkmal, das oft auch den Preis ausmacht.

Welche Trends beeinflussen die Küchengestaltung?

Jung: Generell gewinnt das Kochen wieder mehr an Bedeutung. Dazu haben auch die vielen TV-Shows beigetragen. Statt Fast Food ist bewusste Ernährung und Biokost angesagt. So ist etwa die Nachfrage nach Mikrowellen gesunken, die nach Dampfgarern, einer sehr schonenden Zubereitungsmethode, gestiegen. Bei den Kochfeldern verlangen die Benutzer mehr Größe und Flexibilität. Etwa einen Induktionsherd für das schnelle Kochen, kombiniert mit Gas, einer speziellen Bräterzone oder einem Feld für den Wok.

Was ist beim Thema Design und Funktion angesagt?

Jung: Hoch im Kurs steht die grifflose Küche. Antippen genügt hier, dank eines sensor-basierten Systems öffnen sich die Türen wie von Geisterhand. Diese Entwicklung kommt auch der Optik zugute. Denn so lässt sich ein klares puristisches Design realisieren. Generell geht es weg von der typischen Küchenoptik. Kochen findet nicht mehr im geschlossenen Raum statt. Offene Küchen und Insellösungen setzen sich immer mehr durch. Damit steigen auch die Ansprüche an Design und Funktion. Damit etwa von der Wohnzimmercouch der Blick nicht auf eine vollgestellte Arbeitsfläche fällt, verschwinden die Geräte in der Wand. Der Tellerwärmer ist unter dem Backofen integriert, der Kaffeevollautomat in den Schrank eingebaut.

Was macht die moderne Küchenplanung noch aus?

Jung: Dadurch, dass die Bereiche Kochen und Wohnen räumlich angebunden sind, hat sich auch die Aufteilung aufgelockert. Der gesamte Bereich ist nicht mehr so zugebaut. So sind etwa die Hängeschränke auf dem Rückzug. Sie verteilen sich nicht mehr über die gesamte Zeile.

Welche Trends gibt es bei der Optik?

Jung: Hochglänzende Oberflächen sind gefragt. Dabei gesellen sich zur Trendfarbe Weiß gern Akzente aus Holz – etwa mit ausdrucksstarker Maserung. Insgesamt geht es weg von dem Standardmaß 60 mal 60 Zentimeter. Stattdessen gibt es eine starke horizontale Betonung, mit großen Fronten für die Schränke oder extra breiten Schubladen. Das Ergebnis ist eine puristische und geradlinige Optik, die sich in die restliche Wohnlandschaft einfügt. Die Grenzen verschwimmen. Modernes Küchenmöbeldesign lässt sich auch in anderen Bereichen aufgreifen, etwa als Sideboard im Wohnzimmer. Die Küche wandelt sich zum Treffpunkt von Familie und Freunden – eingebunden in den gesamten Wohnraum.

Momentan planen Sie für Format zusammen mit dem Architekturbüro Foster + Partners eine neue Küche? Was ist das Besondere daran?

Jung: Viel darf ich noch nicht verraten. Die Verbindung zweier unterschiedlicher Bereiche – das technische Know-how von Format und das architektonische Wissen von Foster + Partners – ergibt auf jeden Fall ein ganz neues Spannungsfeld. Wie setzt sich ein Büro, das die neue Kuppel des Reichstags in Berlin entworfen hat, mit den Anforderungen an eine Küche auseinander? Ein interessantes Projekt. Den fertigen Entwurf gibt es im Frühjahr 2010 in Mailand auf der Eurocucina zu sehen.

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