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Eine duftende Oase voller Aroma für Beet, Balkon und Terrasse©

© PdM

 

Eine duftende Oase voller Aroma für Beet, Balkon und Terrasse

Kräuter erfreuen uns mit ihrer vielfältigen Blütenpracht, betören uns mit geheimnisvollen Düften und bringen buchstäblich Würze ins Leben. Doch erst eine stimmige Komposition setzt die grünen Multitalente gebührend in Szene und macht aus einem einfachen Kräuterbeet einen echten Hingucker.

Sie sind die Aroma-Stars im Garten:

Duftende Kräuter wecken unsere Lebensgeister und bereichern die Speisekarte. So manches Kraut verschafft uns Linderung bei kleinen Alltagszipperlein – vom Magendrücken bis zum Kratzen im Hals. Zugleich sind die meisten Kräuter robust und genügsam. Selbst ein kleiner Balkon bietet ihnen ausreichend Platz. Damit sich die würzigen Mitbewohner wohl fühlen, haben sie allerdings ein paar Wünsche an Standort und Boden.

Viele Kräuter kommen ursprünglich aus südlichen Gefilden und lieben die Sonne. Hierzu zählen Lavendel, Rosmarin, Basilikum, Salbei, Oregano und Thymian. Je sonniger ihr Standort, desto intensiver ist ihr Duft und Geschmack. Sie lieben die trockenen, nährstoffarmen Böden ihrer Mittelmeerheimat. Dagegen mögen Kresse, Minze und Schnittlauch humose Erde, sind dafür aber auch mit einem Plätzchen im Halbschatten zufrieden. einem Schattenplatz vorlieb, so etwa Bärlauch und Waldmeister. Für jeden Geschmack ist ein passendes Kraut gewachsen.

Das Frühjahr ist die ideale Zeit, um Beete anzulegen und Kräuter zu pflanzen. Ab März können Sie die ersten Pflanzen auf dem Fensterbrett vorziehen, im April können frostunempfindliche Sorten direkt ins Beet gesät werden. Im Mai haben die empfindlicheren Kräuter Freigang.

Ein toller Blickfang und eine platzsparende Alternative zum traditionellen Beet ist die Kräuterspirale. Kombinieren lassen sich hier auch Pflanzen mit unterschiedlichen Bodenbedürfnissen, denn auf einer Spirale können Sie abschnittsweise verschiedene Bodenarten aufschütten.

Reizvoll ist auch ein Kräuterbeet im Klostergarten-Stil. Dafür unterteilen Sie die recht eckige oder quadratische Grundform des Beetes in weitere Segmente, zum Beispiel durch ein Diagonalkreuz. Romantisch wirkt ein Beet mit Mittelrondell, in das Sie entweder Kräuterhochstämmchen pflanzen können – etwa Rosmarin –, oder Sie nutzen das Rund, um mit Ringelblumen oder Sonnenhut ein farbiges Highlight zu setzen. Das nostalgische Klosterflair erzielen Sie durch niedrige Buchsbaum- oder Weinrautenhecken, mit denen Sie die einzelnen Beetsegmente begrenzen. Auch andere Beetformen – vom Schachbrettmuster über parallel verlaufende Reihen bis hin zur Kreisform – eignen sich für eine wirkungsvolle Inszenierung Ihres Kräuteridylls.

Skizzieren sie zunächst immer Größe und Form des Beets und überlegen Sie sich, welche Pflanzen dort wachsen sollen. Stecken Sie dann die Grundform mit Schnüren ab. Ist das Beet mehr als 2,5 Meter lang oder mehr als 80 Zentimeter breit, sollten Sie einen Weg oder Trittsteine einplanen, um die Pflege und Ernte zu erleichtern. Stechen Sie die Beetränder mit dem Spaten ab, lockern Sie den Boden gut auf und bereiten Sie ihn mit Kompost vor, schwere Lehmböden auch mit Sand. Danach können Sie das Beet glatt ziehen und wie gewünscht bepflanzen.

Fangen Sie mit den Pflanzen an, die das Beet einfassen sollen, und arbeiten Sie sich dann von der Beetmitte nach außen vor. Hochwachsende Pflanzen platziert man am besten im Hintergrund oder in der Mitte, niedrige weiter vorn. Beachten Sie dabei auch, welche Pflanzen mehrjährig und welche nur ein- oder zweijährig sind. Die Komposition wirkt harmonisch, wenn sich sowohl die Wuchsformen als auch die Farben der Blüten und Blätter abwechseln. Größere Beete lassen sich dekorativ mit Lavendel oder Heiligenkraut einfassen. Achten Sie aber darauf, Hecken und Sträucher regelmäßig zurückzuschneiden, sonst nehmen Sie den Kräutern im Beet das Licht weg. Statt mit Hecken können Sie die Beete auch mit senkrecht gestellten Holzplanken begrenzenAuch Natur- oder Betonsteine sind eine reizvolle Alternative. Einen tollen Farbkontrast mit den grünen Kräutern kann zudem ein rotes Klinkerband bilden.

Die Wege zwischen den Beeten lassen sich mit Kies oder Pflastersteinen befestigen, einzelne Bohlen oder Trittsteine tun es aber auch – und ermöglichen es zugleich, zwischen den Beeten einen Duftweg anzulegen: Pflanzen Sie zwischen die Trittplatten Polster von Thymian, römischer Kamille und Teppichminze. Diese Kräuter nehmen es Ihnen nicht übel, wenn sie ab und zu einen auf den Kopf kriegen. Am Wegesrand können Sie Lavendel, Eberraute, Ysop und Zitronenverbene um die Wette duften lassen. Buchstäblich ein duftes Paar bildet Lavendel außerdem mit Rosen. Diese Kombination schmeichelt nicht nur der Nase: Der Lavendelduft vertreibt auch so manche Blattlaus.

Viele Kräuter fühlen sich übrigens auch auf Balkon und Terrasse wohl.

Sehr dekorativ wirken sie in einzelnen Töpfen auf einer Etagere oder auch hängend im Kasten am Balkongeländer. Achten Sie auch hier auf einen interessanten Mix unterschiedlicher Wuchsformen, etwa indem sie hochwachsenden Schnittlauch mit feinblättrigem Estragon und einer hängenden Thymianart kombinieren.

Der Mini-Kräutergarten im Topf oder Kasten hat sogar einen Vorteil gegenüber dem Anbau im Beet: Die Erde lässt sich individuell an die Bedürfnisse der einzelnen Pflanzen anpassen. Falsch ist übrigens die Behauptung, man müsse Kräuter nicht düngen. Richtig ist: Es muss gezielt geschehen, am besten mit einem organischen Dünger wie Hornspäne. Der Aufwand lohnt sich: Die Kräuter danken es Ihnen mit vielfältigem Duft und Geschmack.

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