Ein Bauherrenservice von Heinze

 
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© djd/Scotts Celaflor

 

Die besten Mittel gegen das verhasste Grünzeug

Der Rasen gleicht einer Futterwiese? Vor lauter Unkraut sehen Sie von den mühsam gezogenen Rosen nichts mehr? Unerwünschter Wildwuchs im Garten ist ein alljährlicher Albtraum für den Hobbygärtner. So rücken Sie Brennnessel und Co. am besten zu Leibe.

Löwenzahn, Gänseblümchen und Weißklee ruinieren jeden Traum vom gepflegten Grün und sind noch dazu extrem hartnäckig. Wollen Sie das Trio komplett loswerden, hilft nur der Gang in die Chemieabteilung des Gartencenters. Ein Wuchsbeschleuniger für zweikeimblättrige Pflanzen lässt das Unkraut hyperaktiv werden, so dass es nach kurzer Zeit eingeht. Dem Rasen passiert dabei nichts.

Sie wollen keine Chemie im Garten? Dann bleibt Ihnen nur das gute, alte Jäten. Löwenzahn lässt sich mit dem Löwenzahnstecher am einfachsten aus feuchter Erde entfernen, beim Ausrupfen von Weißklee brauchen Sie auf größeren Flächen starke Nerven und viel Geduld. Gänseblümchen köpft der Rasenmäher. Da sie am besten in kurzem Rasen gedeihen, lassen sie die Halme ruhig ein wenig länger. Bitte nur mähen, solange die Pflanze noch blüht und keine Samen ausgebildet hat. Sonst verwandeln Sie Ihren Rasenmäher ungewollt in eine prima Sämaschine.

Giersch, Ackerwinde und Ackerschachtelhalm sind drei der widerstandsfähigsten Wildkräuter. Alle drei Pflanzen bilden sogenannte Rhizome, unterirdische Sprossachsen, die oft sehr tief wachsen und weit verzweigt sind. Da ist es so gut wie unmöglich und dazu noch nervenaufreibend, durch Jäten oder Ausroden alle Rhizome zu entfernen. Das Unkraut schlägt schnell wieder aus und erobert sich das mühsam befreite Terrain zurück.

Eine wirksame, aber langwierige Methode zur Bekämpfung der Überlebenskünstler ist das dauerhafte Abdecken befallener Beete. Dann müssen Sie allerdings in Kauf nehmen, dass Ihr Garten mindestens ein Jahr lang nicht besonders dekorativ aussieht. Wirksam kann auch das Einsetzen eines Unkrautvlieses sein, das mit Mulch oder Steinen abgedeckt wird. Zum Bepflanzen des Beetes schneiden Sie dann einfach kleine Schlitze in das Vlies und setzen Ihre Kulturpflanzen ein.

Brennnesseln und Disteln sind nicht ganz so hartnäckig, aber ähnlich ärgerlich für viele Gartenbesitzer. Gegen Disteln können Sie mit dem Messer ausrücken: Einfach den Boden neben der Pflanze durch vorsichtiges Einstechen auflockern und das stachelige Grünzeug mitsamt der Pfahlwurzel entfernen. Regelmäßiges Jäten schwächt das Unkraut mit der Zeit. Die Brennnessel wurzelt relativ flach, kleinere Pflanzen können mit dem Löwenzahnstecher entfernt werden. Größere Flächen sollten Sie regelmäßig flach abmähen, nach circa zwei Jahren lässt der Bewuchs im Garten dann deutlich nach. Schneller geht es nur mit der Giftspritze.

Die wichtigste Regel der Unkrautbekämpfung lautet also: Dranbleiben! Nur durch regelmäßige Pflege bleiben Sie Herr im eigenen Garten. Gerade Giersch, Winde und Ackerschachtelhalm lassen sich am besten im Frühstadium bekämpfen. Um das anstrengende Jäten kommen Sie also nicht herum. Die gezupften Pflanzen und Wurzeln auf keinen Fall auf dem Kompost entsorgen, sonst schaufeln Sie später mit der Komposterde Massen an Rhizomen und Samen in alle Ihre Beete. Am sichersten ist das Verbrennen des Unkrauts.

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6 Kommentare

 

eliane

14.07.2011, 17:45 Uhr

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bei giersch, löwenzahn, brennnessel, gänseblümchen und einigen

anderen gibt es ein weitaus besseres mittel der

bekämpfung:

ich stelle mich in meinen garten und drohe den pflanzen:

wenn ihr net von selbst verschwindet, kommt ihr in den

topf.

die schmecken nämlich richtig gut und mehr vitamine gibts

in keinem gemüse :-)

wenns so weitergeht mit monsanto + co. dann wird das

demnächst sowieso unsere ernährung.

gewöhnen wir uns doch schon mal dran :-)
 

Xare

14.07.2011, 19:02 Uhr

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Wer´s mag!

 

Doreen

14.07.2011, 22:43 Uhr

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Oh Mann, was für ein Blödsinn, aber leider scheint die Mehrheit der Deutschen tatsächlich so zu ticken. Es ärgert mich jetzt schon, dass ich ein Haus auf einem Grundstück gebaut habe, das Nachbarn hat - und zwar solche, die auch auf perfekten grünen Rasen stehen (und zwar nur Halme, sonst nichts). Was ist das für eine Armseligkeit und Langeweile fürs Auge im Vergleich zu einer sattgrünen, mit Abertausenden Blütchen von Gänseblümchen oder Klee geschmückten Wiese! Wer so einen blöden Rasen schön findet, muss was an den Geschmacksnerven haben, oder sagen wir's doch so - in der Regel passt dieser Rasen doch dann auch hervorragend zum praktischen Häuschen mit fungizider Fassadenfarbe, Kunststofffenstern mit innenliegenden Sprossen (wegen der raketenmäßigen Putzgeschwindigkeit) und vor allem: den hammermäßig praktischen ENGOBIERTEN Tondachziegeln!
 

matrose

15.07.2011, 23:31 Uhr

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....und nebenbei gibts noch tipps für die richtige rasenpflege vom nachbarn gratis dazu. ;)
 

Dietmar

08.07.2012, 19:00 Uhr

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Es geht auch anders, z bsp. bei uns: Rings ums Grundstück einen Meter breit alles was Gott erschaffen hat stehen lassen und sich dran freuen wie es wächst und blüht und mehr wird - egal was andere dazu meinen.Es blüht immer etwas, in allen Farben und Formen und Grössen. Von Schneeglöckchen ,Glockenblumen Mohn Kornblume Gänseblume Löwenzahn Winde Wicke Weide Klee Johanniskraut Scharfgarbe usw.,Sträucher und Beeren Obstbaüme.....Der Vorteil ist der dass über diese meist hohe Blühbarriere kaum einer drüber gucken kann da kann man sich nackig im Garten sonnen -die Karde ist so hoch wie ich. Dahinter mähe ich ab und zu mal die Wiese damit meine Frau zum Wäscheplatz laufen kann. Außerdem kann ich viel von der Wiese essen: Giersch, Löwenzahn, Brennessel, Wegerich, Vogelmiere, Huflattich , Klee, ....gibt prima Salat, Spinat oder gemischt mit dem was die Kräuterschnecke hergibt Tee und Küchengewürz. Schmeckt gut ist gesund und bringt Tinte auf den Füller. Und wir beide sind froh im Blüh- und Eßland.Ackerunkraut zu vertreiben ist mir zu unsinnig-dazu ist mein Leben zu kurz- dasZeug ist seit Millionen Jahren resistent -freuen wir uns darüber ,lassen es wachsen und essen was auf.
 

luzie

18.07.2011, 17:41 Uhr

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Allein im ZDF wird/wurde zur besten sendezeit wochenlang für drei verschiedene unkrautvernichter geworben. Das heißt: diese mittelchen müssen ein riesen-geschäft sein, sonst würde sich die teure werbung nicht lohnen. Ein geschäft mit unverständnis für lebens-zusammenhänge, mit geschmacks-verirrungen und wertvorstellungen aus der spießerecke und zu lasten der umwelt. Wäre es nicht besser, mit seinen (enkel-) kindern zu spielen oder seinen hund zu streicheln oder sonst etwas wirklich wichtiges zu tun, als einen vernichtungsfeldzug gegen gänseblümchen zu führen. Die "bauemotion" sollte sich für einen solchen unfug zu schade sein.

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