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Thema: Fassadenisolierung Mineralputz oder Silikonharzputz

      
   
   
  1. #1
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    Fassadenisolierung Mineralputz oder Silikonharzputz

    Hallo zusammen,

    ich plane die Sanierung unseres Wohnhauses mit einem WDVS 10-14 cm WLG 035.

    Je nach Handwerker bekomme ich einmal die Variante
    - Mineralputz und anschließender Silikonharzfarbe
    oder
    - Silikonharzputz
    angeboten.

    Kann mir hier jemand mal neutral erklären, was die bessere Lösung ist?
    Darf man die Alternativen direkt vergleichen?

    Jeder Handwerker verkauft natürlich seine Lösung für die bessere Lösung.
    Der Eine schwört auf die lang bewährte Methode mit mineralischen Putz und keine komplett abgedichtete Lösung mit Silikonharzputz.
    Der Andere behauptet, daß der Silkonharzputz teurer/besser ist und härter und weniger Wasser in die Fassade läßt!
    Aber ist das wirklich ein Nachteil für die Fassade? Schimmel? Staub? Schmutz? Was passiert wirklich unterhalb des Silkonharzputzes?
    Wie sieht es in 10 Jahren aus? Kann man Silikonharzputz einfach überstreichen?

    Für eine kurze Info wäre ich dankbar.

    Freundliche Grüße
    Th. Thiel

  2. #2
    Moderator Avatar von Bauprofi
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    Hallo ThThiel,

    Grundsätzlich sind beide Lösungen vergleichbar. Beide Putzarten (mineralisch und silikonharzgebunden) sind relativ diffusionsoffen. Der Silikonharzputz ist ein organischer Putz und etwas elastischer als ein rein mineralischer Putz. Mineralische Putze sind im Preis wesentlich günstiger als organische Putze, man sollte hier aber auch den erforderlichen Anmischvorgang berücksichtigen. Ein durchgefärbter Putz als Endbeschichtung hat den Vorteil, dass bei einer evtl. Beschädigung durch Steinschlag oder durch ein angelehntes Fahrrad keine Farbveränderungen sichtbar werden. Außerdem spart man einen Arbeitsgang.
    Beide Varianten sind ansonsten wie beschrieben durchaus vergleichbar und haben den Vorteil, dass eine Silikonharzbeschichtung, egal ob als Schlussbeschichtung oder als Putz, hoch witterungsbeständig sind. Näheres hierzu: http://www.heinze.de/hbo/typID_53/obID_4783477/kustnr_20133/module_2000/modulePageID_1/context_1/die-initiative-wir-helfen-den-fassaden.html
    Die Dichtigkeit im Sinne von Regenbeständigkeit ist bei beiden Systemen ungefähr gleich, weil ja der mineralische Putz mit einer Silikonharzfabe beschichtet werden soll. Insofern würde ich sagen: Der Preis entscheidet.
    Dieter Ehlers
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  3. #3
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    Hallo Herr Ehlers,

    vielen Dank für die guten Informationen und den beigefügten Link.

    Wenn ich preislich ein gleiches Angebot mit Silikonharzputz vorliegen haben, dann werde ich dieses dann wohl vorziehen!?

    Renovierung bzw. Überstreichung erfolgt dann beim Silkonharzputz mit Silkonharzfarbe?

    Freundliche Grüße

    Th.Thiel

  4. #4
    Moderator Avatar von Bauprofi
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    Hallo ThThiel,

    ja so würde ich auch vorgehen. Viel Erfolg mit Ihrer Baumaßnahme.
    Dieter Ehlers
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  5. #5
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    Hallo Herr Eherls,

    vielen Dank für die damlige Beratung. Die Fassade ist fertig.

    Ich habe nun noch eine Frage zum Aufmass.
    Wie werden Fensterflächen berücksiichtigt?

    Angeblich regelt das die VOB Teil C. Leider habe ich keine Zugriff darauf.
    Werden Fenster einfach mit gerechnet um den Aufwand für die Fensterwangen zu berücksichtigen?

    Für eine kurze Info wäre ich danbar.

    Freundliche Grüße
    Th.Thiel

  6. #6
    Moderator Avatar von Bauprofi
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    Hallo ThThiel,

    schön das alles geklappt hat.
    Die VOB Teil C sagt, dass Öffnungen bis 2,5 m2 Einzelgröße übermessen werden.
    Alle größeren Öffnungen werden berechnet. Laibungen die bei bündig versetzten Fernstern, Türen und dergleichen durch Dämmplatten entstehen werden ebenso gerechnet.
    Dieter Ehlers
    Dipl.-Ingenieur, Architekt
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  7. #7
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    Aussenputz

    Sehr geehrter Herr Ehlers,

    zu diesem Thema habe ich auch mal ein paar Fragen.

    Wir lassen aktuell unser Haus , das bisher nicht verputzt war (Bj. 1981),
    mit einem Vollwärmeschutz verputzen.
    Dabei wird eine 160mm starke Styroporschicht mit zementhaltigem Fassadenputz aufgebracht. Der Fassadenputz ist dann eingefärbt und soll ziemlich dunkelrot werden. Häring Farbfächer 5220. Der Farbenhersteller Alsecco hat die Baufirma nun darüber in Kenntnis gesetzt, dass es bei dieser Farbe, die einen Helligkeitsbezugswert unter 20% (nämlich 9%) hat, zu Rissen im Putz führen kann, bedingt dadurch, dass der eingefärbte Putz sich zu sehr aufheizt. Das hätte was mit dem zementhaltigen Putz zu tun (also mineralischer Putz). Der soll nun mit einem kalkhaltigen Putz (auch mineralisch) ersetzt werden. Ist das Problem dann wirklich aus der Welt?
    Bitte um Rückinfo.

    Gruß
    Albert

  8. #8
    Moderator Avatar von Bauprofi
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    Hallo Albert,

    gute Reaktion von Alsecco. Dunkle Farben führen bei Putzoberflächen fast immer zu Problemen durch entstehende Hitze auf der Oberfläche.
    Kalkputz ist elastischer als Zementputz und wird den Wärmespannungen durch Hitze besser gerecht. Er ist aber auch weicher und damit anfälliger gegen Beschädigungen der Fassade.
    Ein Silkonharzputz ist evtl. auch noch eine Altenative, ist allerdings teurer als mineralische Putze.
    Vieleicht sollten Sie auch Ihre Farbgestaltung noch einmal überdenken, denn wie schon gesagt: Hitze fordert Baustoffe heraus und nach den letzten Tagen sollte man sich auch in unseren Breiten fragen, ob eine dunkle Fasade sinnvoll ist.
    Dieter Ehlers
    Dipl.-Ingenieur, Architekt
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  9. #9
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    Vielen Dank für Ihre rasche Antwort. Die dunkle Farbe ist schon lange unser Favorit. Aber darüber Nachdenken werden wir. Folgende Frage habe ich noch.Mit welchen Mehrkosten kann man beim Silikonharzputz rechnen?

    Danke und Gruß
    Albert

  10. #10
    Moderator Avatar von Bauprofi
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    Hallo Albert,

    die Verarbeitung bei mineralischen und Siliconharzputz ist gleich, der Materialpreis macht hier den Unterschied. Sie müssen mit Mehrkosten von ca. 4 - 5 € /m2 rechnen.
    Allerdings empfehlen Malerfirmen teilweise bei mineralischen Putzen einen Egalisierungsanstrich der auch mit diesen Kosten zu Buche schlägt und damit kaum noch ein Preisunterschied besteht.
    Sie sollten aber auf jeden Fall darauf achten, dass der Silikonharzputz noch eine ausreichende Dampfdiffusion zuläßt.
    Dieter Ehlers
    Dipl.-Ingenieur, Architekt
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