+ Antworten
Ergebnis 1 bis 5 von 5

Thema: Umgebinde (Fachwerk)

      
   
   
  1. #1
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    25.08.2008
    Beiträge
    2

    Umgebinde (Fachwerk)

    Hallo
    Mein Umgebindehaus benötigt mal einen neuen Anstrich. Jedoch würde ich gere vorher die alte Farbe entfernen wollen. Wie könnte das man am besten Machen? Habe auch zwei Bilder eingestellt zwecks Umfang der Arbeiten.
    Wie kann ich dann das blanke Holz behandeln bevor die neue Farbe drauf kommt?

    Dankeschön schon mal im voraus.
    Angehängte Grafiken

  2. #2
    Moderator Avatar von Bauprofi
    Registriert seit
    01.08.2008
    Beiträge
    830
    Hallo kjeld70,

    interessantes Haus mit viel Fläche.
    Sie sollten die Flächen Sandstrahlen lassen. Das geht heute auch wunderbar bei Holz. Bei den vielen Vor- und Rücksprüngen ist damit eine rückstandslose Entfernung selbst alter und dicker Farbschichten möglich.
    Zwecks Neuaufbau des Anstriches sollten Sie eine deckende Holzlasur verwenden z.B.: http://www.osmo.de/de/produkte/color...allasur_hs.php
    Sie können natürlich auch einen deckenden Holzanstrich wählen, die gleiche Firma oder andere Anbieter bieten hier ebenfalls sehr gute Produkte an. Anleitungen zum richtigen Farbaufbau werden mitgeliefert oder sie fragen beim Baustofffachhandel nach.
    Dieter Ehlers
    Dipl.-Ingenieur, Architekt
    www.bauemotion.de/forum

  3. #3
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    08.01.2009
    Beiträge
    12

    Anstrich oder Kontrolle und Dämmung + Brandschutz

    Bonn , 09.01.09
    Zu Haus mit Fachwerk und Aussenverbretterung …

    Sehr geehrter Hausbesitzer ,
    da haben Sie ein interessantes Anwesen , wie der Kollege sagt , mit etwas mehr Oberfläche ( die Wärme abgibt … ) als sonst oder heute üblich … .
    Stellt sich mir die Frage , ob Sie Ihren Wandaufbau kennen und mitteilen wollen .
    Wenn Sie daran denken , Dämmung aufzubringen , dann bitte nur aussen und hinterlüftet .
    Sicher nicht auf der Raumseite , denn Vorsicht bei dem Wasserdampf von innen , der im Altbestand Ihrer Wand zu Tröpfchen werden kann ...
    Sollten Ihre Bretter beim Sandstrahlen zerfallen , wird man über geeignete Maßnahmen nachdenken …. .
    Auf Ihrem Bild kann ich keine Belüftungsprofile erkennen .
    Ihr Anstrichsystem auf den alten Aussenbrettern sollte aus Grundierung und offener, atmungsaktiver Beschichtung bestehen .
    So oder so würde ich Belüftungsgitter oben und unten einbauen lassen ....
    Doch möchte ich in die Maßnahmendiskussion einen anderen Gedanken einbringen : ( „Zwei Anwälte , drei Taktiken „ , warum sollte es bei Ingenieuren anders sein … ) :
    Wollen Sie etwas für Brandschutz und Wärmedämmung tun , und die Substanz des Fachwerkes kontrollieren , die Fußbalken kontrollieren und ggf. von unten gegen aufsteigende Feuchte absperren , dann kommen Sie nicht umhin , die jetzige Sichtschale zu entfernen .
    Dann sparen Sie sich zwar das Sandstrahlen , machen einen Rohbau aus der Fassade , können jetzt aber alles Kontrollieren lassen , alles schön Isolieren , ggf. tragende Hölzer auswechseln , Imprägnieren , den Sockelbereich zum Erdreich auch abdichten und Dämmen , die Fassade gut dämmen und hinterlüftete Fassadenbretter aufbringen . Auf jeden Fall in den Feldbereichen .
    Wenn Sie dann auch in den Stützenbereichen und den Bögen dämmen und Brandschutz aufbringen wollen , ist das auch möglich :
    Es wird „nur“ erforderlich sein , an den Traufen die Rinne und das untere Schieferband abzunehmen , längere , schräge Aufschieblinge und Traufe aufzuschrauben , Rinne zu montieren und erneut einzudichten .
    Unter den Giebelbekleidungen ist ähnlich zu verfahren :
    Unteres Schiefer -Band demontieren , ein Ausstellbrett gem. neuer Erdgeschoß- Wandbekleidung befestigen , neu Eindichten und Verschiefern lassen , ggf. mit einer Zinktropfkante … .
    Dann haben Sie wie gesagt , mehrere Dinge getan :
    Kontrolliert , Isoliert , Gedämmt , Ihre Hinterlüftung sichergestellt , zukünftig jede Menge Heizkosten gespart … und die Bogenformen der Fassade erhalten . ( Das helle Quadrat um die Haustüre würde ich nicht übernehmen wollen … ) .
    Und dann erlaube ich mir noch die Frage zur Heizung :
    Haben Sie schon über Heizungsunterstützung durch Solarthermie nachgedacht ? Die Dachdichtung sieht ordentlich aus .
    An der Schrägdachseite oberhalb Ihrer Gauben ist jede Menge Platz für Kollektoren .
    Wenn die in einen Pufferspeicher heizen könnten , würden je nach Auslegung Ihre vorhandene Kesselanlage erheblich seltener arbeiten müßen , und wenn sie ( Ihre bestehende Heizung ) von der neuen Regelung beigeschaltet würde , würde sie auch mal richtig warm und ihre volle Effektivität erreichen können . Denn : Das unrentable , kurzzeitige Anlaufen und Abschalten direkt in die Heizungsrohre würde gegen einige wenige längere Brennvorgänge über Tag in den Solarunterstützten Pufferspeicher entfallen .
    Damit würden Sie nochmal Energiekosten sparen und auch Instandhaltungskosten für den Kessel sparen . Erheblich an Wohnkomfort und Wert steigern … .
    Damit kämen Sie einer KFW- Fördermaßnahme schon einen Teil näher … .
    „Noch Fragen , Hauser“ , hat sich ein guter Journalist gerne verabschiedet , der viel zu früh verschied …
    Sie finden mich unter Ingenieuren im Bonner Norden , 0228-664905 , Philipp Prinz , weiter alles Gute im neuen Jahr .
    Hoffentlich ist Ihr Schrecken nicht alzu groß , , freue mich über Antwort .

  4. #4
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    25.08.2008
    Beiträge
    2

    Umgebinde

    Erst einmal Danke für Ihre Hinweise.
    Den Aufbau eines Umgebindehauses wie es hier in der Oberlausitz üblich ist können sie sich auf

    www.hs-zigr.de/umgebindehaus/uebersicht/set1.html

    ansehen. Das Haus steht unter Denkmalschutz so das ich an der Außenfasade kaum etwas ändern kann.
    Über die Heizung mussten wir uns schon vor 18 Monaten Gedanken machen müssen. Wir haben uns für eine Holzpelletsheizung entschieden. Da fiel auch schon mal das Thema Kollektoren. Leider ist das Haus in Nord-Süd Ausrichtung. Dadurch ist es nicht gut möglich Sonnenkollektoren anzubringen und der Denkmalschutz hat da auch was dagegen. Wenn dann nur auf der Rückseite vom Haus und die zeigt nach Westen.

    Kjeld70

  5. #5
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    08.01.2009
    Beiträge
    12

    Vorschlag für atmungsaktive hinterlüftete Dämmfassade

    Hallo Kjeld70 , ich war Ihnen noch eine Antwort schuldig :
    Details und System für eine neu gedämmte , hinterlüftete Fassade bei Häusern mit geringem Wasserdampfwiderstand bzw . feuchterem Inneren als bei Normalbauten :
    Sehen Sie bitte unter sto.de nach , und lassen unter „Ventec“ suchen . Gehen auf „Vorhangfassade“ und sehen das System . Oder : sehen sich die „Konstruktionsdetails“ an ; die Belüftungs- und Entlüftungsdetails sind wichtig ! Bei Ihnen auch die Inneneck und Ausseneckdetails . Sie können auch mit Imprägn. Konstruktionshölzern arbeiten lassen . Als oberer Abschluß ist eine Zinkkantbank unter dem Schiefer denkbar ( statt Alu ) , und unter der Bank das wichtige Entfüftungsprofil , am Sockel muß die Belüftung gem. Details sicher gestellt sein .
    Gesamtaufbau ca. 13cm , bestehend aus 8cm Steinwolle/Konstruktionsholz waagerecht , 30mm senkrechte luftschichtbildende Hölzer , 12mm Ventec-glashaltige Trägerplatte und ca. 5mm armierte Putzschichten . In diese können Sie Ihre alten Blockhausstrukturen als Putz-Fugen ( mit Faschenhölzchen ) weiterleben lassen . Mit dem Material/ System lassen sich alle Bestand-Details wie Stützen , Rahmen , Bogensturz etc. bekleidet und gedämmt nachbilden .
    Stellen Sie das System bitte Ihrer Unteren Denkmal Behörde vor … Damit können die sicher leben , und Sie bekommen eine Dichte , gedämmte, atmungsaktive und hinterlüftete Fassade . Und sparen später Geld für das Heizen …
    Wenn Sie weitere Unterstützung brauchen , einen certifizierten sto-Anwender etc. , helfe ich gerne , im Bonner Norden finden Sie mich unter „suchen „ . Mit freundlichen Grüßen Ph. Prinz 0228-664905
    Eine Frage habe ich noch : Haben Sie den Sockelbereich unterhalb des Umgebinde dämmen können ? Wie weit ist Ihre Unterkellerung gemacht worden ?
    Freue mich auf Antwort …

Ähnliche Themen

  1. Fachwerk/Naturstein Scheune umbauen/ausbauen
    Von Stephan71 im Forum Anbau, Umbau, Renovieren
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 15.02.2011, 14:24
  2. Suche Fachwerk-Experten
    Von Jläbbischer im Forum Wand
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 04.01.2010, 14:05

Stichworte

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Ja
  • Themen beantworten: Ja
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein