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Thema: Fleckige Fassade bei Temperaturschwankungen

      
   
   
  1. #1

    Registriert seit
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    Fleckige Fassade bei Temperaturschwankungen

    Liebe Experten,

    folgender Sachverhalt ist zeitweise an unserer Fassade zu beobachten.

    In den Morgenstunden, vor allem wenn der Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht besonders groß oder die Temperaturen um den Gefrierpunkt schwanken, bilden sich kreisrunde Flecken an allen Fassadenseiten. Vielleicht spielt auch die Luftfeuchtigkeit der Umgebungsluft eine gewisse Rolle
    Im Laufe des Tages verschwinden diese "noch" rückstandslos.
    Die Flecken entstehen exakt an den gleichen Stellen und sind dort auch immer gleich groß.
    Es gibt Fassadenbereiche an denen die Flecken "schneller" entstehen und an manchen Stellen entstehen sie nur seltener.
    Die größe reicht von ca 10-20 cm im Durchmesser.
    Optisch ist dieser Mangel für mich ein absoluter Graus und bisher konnte ich noch keinerlei Erklärung dafür finden. Weitaus schlimmer ist für mich jedoch der Verdacht, dass das Fachunternehmen nicht fachgerecht gearbeitet hat.

    Meiner Meinung nach trocknet die Fassade an diesen Bereichen schneller ab und zwar durch Wärme die von Innen durch die Dämmung an den Aussenputz gelangt.
    Dies ist jedoch nur eine Vermutung meiner Seits und begründet sich durch die hellere Erscheinung im Vergleich zur restlichen Fassade.

    Heute ist mir dieser Vorgang auch unmittelbar oberhalb am Fensterbrett an einem Bodentiefen Fenster aufgefallen.

    Das komplette WDVS (Dämmung, Putz, Fassadenfarbe) ist von einer bekannten deutschen Firma...schnelle Zusammenstellung.
    Einen Aussendienstmitarbeiter ist dieser Vorgang (telefonisch) nicht erklärbar. Ein Ortstermin wird vereinbart.

    Die Fassade ist jetzt ca. 18Monate alt (Neubau).

    Wo treten/traten ähnliche Vorgänge auf?
    Ursachen?
    Lösungen?
    Maßnahmen?


    Vielen Dank

  2. #2
    Moderator Avatar von Bauprofi
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    Hallo nico_wiecher,

    diese Erscheinung tritt bei Wärmedämmverbundsystemen immer wieder auf. Hinter den runden Stellen sitzen die Dämmstoffdübel der Dämmung. Diese Dübel bilden eine Wärmebrücke, d.h. hier herrschen geringe Temperaturunterschiede zu der übrigen Fläche. Dadurch entstehen die Flecken. Diese werden auch irgendwann nicht mehr verschwinden, da sich dort mehr Schmutz sammelt als an der übrigen Fläche und somit ist das eindeutig ein Mangel.
    Die Ursachen liegen evtl. an einer insgesamt zu geringen Putzdicke, oder an einer zu dünnen Putzschicht über den Dübeln, da diese zu weit vorstehen. Eine ausreichend dicke Putzschicht kann diese geringen Temperaturunterschiede normalerweise ausgleichen.
    Sie sollten bei dem Ortstermin auf diese Problematik hinweisen und schriftlich Nachbesserung bei der ausführenden Firma verlangen. Nach VOB haben Sie 24 Monate Gewährleistung.
    Dieter Ehlers
    Dipl.-Ingenieur, Architekt
    www.bauemotion.de/forum

  3. #3

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    Guten Morgen,

    ich hätte mitteilen müssen, dass die Dämmung nicht gedübelt worden ist!

  4. #4
    Moderator Avatar von Bauprofi
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    Hallo nico_wiecher,

    sind Sie ganz sicher?

    Dann bleibt nur noch die Vermutung, dass evtl. ehemalige Befestigungen eines Gerüstes eine Rolle spielen. Da an diesen Stellen die Dämmschicht und der Putz nachgearbeitet werden, gibt es vieleicht einen Zusammenhang.

    Fehlstellen im Putz beschränken sich normalerweise nicht auf kreisrunde Stellen, sondern sind in ihrer Ausdehung willkürlich angeordnet.
    Dieter Ehlers
    Dipl.-Ingenieur, Architekt
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  5. #5

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    Ja, 100%ig sicher...das WDVS wurde nicht mit Dübeln versehen.
    Das Gerüst war frei-stehend, keine Befestigung am Rohbau.
    Ich habe dieses Phänomen auch noch nirgendwo anders gesehen oder davon gehört.
    Die Baufirma sagt:
    "Ich persönlich denke aber nicht das die Fleckenbildung am Material liegt. Ich gehe davon aus, dass es sich um einen bauphysikalischen Prozess handelt, welcher mit dem Entweichen von Restfeuchte aus dem Baukörper zu tun hat".

    Wenn dies so wäre, müßten die Flecken doch permanent zu sehen sein, oder?
    Die Flecken sind wenn sie auftreten heller als der Rest der Fassade.
    Wenn ich die Fassade nass mache, verdunkelt sie sich aber (was auch sonst). Au diesem Grund ist für mich ein Entweichen von Restfeuchte eher nicht nachzuvollziehen.

  6. #6
    Moderator Avatar von Bauprofi
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    Nach 18 Monaten sollte keine Restfeuchte mehr vorhanden sein. Sie sollten sich einen Gutachter für Wärmedämmverbundsysteme suchen, der sich die Sache vor Ort ansieht.
    Dieter Ehlers
    Dipl.-Ingenieur, Architekt
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  7. #7

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    Können sie mir im Bereich Berlin/Barnim jemanden nennen bzw. mitteilen wie ich so einen Sachverständigen finden kann?
    Gibt es die auch bei der IHK?

    Danke

  8. #8
    Moderator Avatar von Bauprofi
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    Versuchen Sie es mal unter dem folgenden Link: SVG Steinert & Hoffmann | Die Gesellschaft
    Die haben auch eine Niederlassung in Berlin und Herr Hoffmann ist mir persönlich bekannt, er war lange Zeit bei der Firma Colfirmit. Diese Firma stellt Putze und Wärmedämmverbundsysteme her.
    Dieter Ehlers
    Dipl.-Ingenieur, Architekt
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  9. #9

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    Danke.
    Jetzt warte ich aber erstmal den Termin mit dem Aussendienstmitarbeiter nächste Woche ab.
    Vielleicht hat er ja dieses Phänomen schonmal woanders erlebt.

    Kennt niemand sonst diese Problematik?

    Heute Morgen waren die Flecken erneut da, es hat Abends geregnet und heute Morgen war´s kühl und feucht.

    Kann es sein dass das WDVS nicht korrekt zusammengesteckt (Nut/Feder) worden ist oder sich eventuel gelöst hat?

    Am liebsten hätte ich, dass das ganze WDVS nochmal komplett abkommt, aber das wird wohl nicht passieren

  10. #10

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    Der Aussendienstmitarbeiter war da...so spontan konnte er keine Ursache nennen.
    Jetzt werden nochmal sämtliche Daten zusammengetragen und intern ausgewertet...in der Hoffnung dass eine Ursache gefunden wird.

    Vielleicht muss doch einfach mal ein Sachverständiger für Fassaden zum Ort.

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