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Thema: Fleckige Fassade bei Temperaturschwankungen

      
   
   
  1. #11
    nokowo
    Gast
    Habe bei meinem Neubau scheinbar das gleiche Problem.In Abhängigkeit von der Außentemperatur treten an immer den gleichen Stellen große Durchfeuchtungen auf. Ein Zusammenhang mit Regeneinflüssen besteht nicht. Das WDVS ist nicht gedübelt, Gerüstverankerungen scheiden als Ursache ebenfalls aus. Sehen Sie eine MÖglickeit, wie wir unsere (leidvollen)Erfahrungen weiter austauschen können und gf. einen Gutachter für dieses Problem finden können?

  2. #12
    Moderator Avatar von Bauprofi
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    895
    Hallo nokowo,
    alle konstruktiven Beiträge sind willkommen. Meine Hinweise zu den Gutachtern haben Sie in diesem thread sicher schon gelesen. Hier finden Sie weitere Gutachter in Ihrer Nähe: Bausachverständiger, Baumangel, Baugutachten, Schäden an Gebäuden, Sachverständige, Bau, Gutachten, Bauschäden, Expertise: Schäden an Gebäuden
    Dieter Ehlers
    Dipl.-Ingenieur, Architekt
    www.bauemotion.de/forum

  3. #13
    Neuer Benutzer
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    1
    Hallo.
    Auch ich habe das Problem, dass bei Temperaturschwankungen die feuchten Stellen an meiner Hausfassade auftreten. Auch mein WDVS ist nicht gedübelt. Ein Blower-Door-Test hat keine Leckagen gezeigt. Hat einer bereits eine Lösung des Problems erhalten?
    Vielen Dank für eine Antwort!

  4. #14
    Moderator Avatar von Bauprofi
    Registriert seit
    01.08.2008
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    895
    Hallo Bohrmaschine,

    es gibt inzwischen immer mehr Erfahrungen mit den WDVS. Dabei kristallisiert sich heraus, dass Feuchtigkeit durch Kondensat an der Oberfläche des Außenputzes die Regel ist. Das paßt zu Ihrer Feststellung, dass sich Feuchtigkeit bei Temperaturschwankungen bildet. Es ist ein Schwachpunkt dieses Dämmsystems und Sie werden damit leben müssen. Betrachten Sie es als Schönheitsfehler, denn die Dämmwirkung dieser Systeme ist, solange der Dämmstoff trocken bleibt, sehr gut.
    Dieter Ehlers
    Dipl.-Ingenieur, Architekt
    www.bauemotion.de/forum

  5. #15
    Dettmar
    Gast

    Böse Fleckenbildung an der Fassade

    Hallo Alle zusammen,

    habe mit Interesse Eure Einträge zur Fleckenbildung an der Fassade gelesen. Leider gibt es scheinbar bisher keine richtige Erklärung dafür. Auch ich habe 2010 ein neues Einfamilienhaus gebaut. WDVS vollflächig verklebt ohne Einsatz von Dübeln. Bei meinem Haus wurden dunkle Dämmplatten verwendet. Im Winter 2010/11 traten dann diese Flecke das erste Mal auf. Es waren weit über 100 Flecke und es sah aus wie Abdrücke von Schneebällen. Die Erklärung meiner Baufirma und der WDVS-Experten lautete auch: "Restfeuchte und das gibt sich mit der Zeit". Leider ist dies bis heute nicht besser geworden. Auch in diesem Winter 11/12 das gleiche Problem. Die selben Flecken an genau den selben Stellen. Diese Flecken hängen definitv mit Temperaturschwankungen zusammen. Am deutlichsten, wenn die Temp. von Minus- in Plusgrade wechslt. Der optische Mangel ist zwar nicht schön, aber den könnte ich zur Not noch verkraften. Mich beunruhigt allerdings der Gedanke, was denn hinter der Fassade passiert! Die 24cm Ytong Steine können ja womöglich auch anfangen zu schimmeln?! Da hier Feuchtigkeit, Luft und Wärme von innen aufeinander treffen. Mir ist bei einem besonders großen Fleck, welcher fast immer sichtbar ist, aufgefallen, dass dahinter mehrere Kabel liegen und in den HWR gehen. Könnte es sein, dass dieses Phänomen mit ungewollten Konvektionsströmungen zusammen hängt?
    Es wäre prima, wenn Ihr da vielleicht weiter wisst! Eventuell hat ja Einer von Euch die Dämmung schon mal geöffnet?

    Vielen Dank und liebe Grüße,

    Dettmar

  6. #16
    Moderator Avatar von Bauprofi
    Registriert seit
    01.08.2008
    Beiträge
    895
    Hallo Dettmar,

    wie schon beschrieben, ist die Feuchtigkeitsbildung auf dem Außenputz der WDVS wohl die Ursache für die Fleckenbildung. Das sieht man dann verstärkt bei Temperaturschwankungen. Wenn an bestimmten Stellen, wie bei Ihren Kabeln, der Dämmstoff etwas dünner ausfällt, dann gibt es hier natürlich auch ein anderes Bild.
    Das elektromagnetische Felder eine Rolle spielen glaube ich nicht.
    Ich befürchte, auch in Ihrem Fall, dass Sie damit leben müssen. Meist verschwinden diese Flecken bei trockenem Wetter wieder, es sei denn, es stehen Bäume oder große Sträucher dicht am Haus.
    Eine weitere Möglichkeit, die nicht vollständig ausgeschlossen werden kann: Es bildet sich Kondensat hinter der Putzschicht und verursacht eine Durchfeuchtung von Innen, die sich nach Außen durch Flecken präsentiert. Dazu müsste durch eine genaue bauphysikalische Berechnung untersucht werden, wo genau der Taupunkt in ihrem Wandaufbau liegt.
    In den Medien wurden Fälle vorgestellt, in denen sich hinter Riemchen, die auf der Dämmung verklebt waren, erhebliche Feuchtigkeit gesammelt hatte und einen Abriss der gesamten Dämmschale notwenig machte.
    Dieter Ehlers
    Dipl.-Ingenieur, Architekt
    www.bauemotion.de/forum

  7. #17
    Dettmar
    Gast
    Hallo Herr Ehlers,

    vielen Dank für Ihre schnell Antwort. Vielleicht könnten Sie mir noch kurz erklären, was Riemchen sind. Davon habe ich leider noch nie etwas gehört. Eine Durchfeuchtung von außen erscheint mir unschlüssig, da diese Flecke auch unter dem Carport auftreten, wo kein Regen das Mauerwerk durchfeuchten kann. Das Carpot ist direkt an das Haus gebaut und überdacht den gesamten Eingangsbereich, wo diese Flecke auch auftreten. Wie bereits erwähnt, wäre mir der optische Mangel egal. Aber die Vermutung, dass ungewollte Luftströmungen zwischen dem WDVS und dem Mauerwerk zur Fleckenbildung führen, bereitet mir etwas Sorgen. Diese Fleckenbildung ist ja sicher auch den Dämmstoffherstellern bekannt, leider wird einen auch von dieser Seite nicht wirklich weitergeholfen. Als diese dunklen Dämmplatten an meinem Haus angebracht wurden, schien die Sonne sehr extrem. Ein schüsseln der Platten sollte durch abhängen von Netzen vermieden werden. Vielleicht war auch die extreme Sonneneinstrahlung auf die dunklen Dämmplatten ein Grund für das spätere Auftreten der Flecke.

    Nochmals vielen Dank für Ihre Bemühungen!

    Dettmar

  8. #18
    Moderator Avatar von Bauprofi
    Registriert seit
    01.08.2008
    Beiträge
    895
    Die Feuchtigkeitsbildung auf der Oberfläche findet durch Kondensbildung statt, nicht durch Regen o.ä. Es ist allerdings ungewöhnlich, dass die Flecken unter Ihrem Carport auftauchen. Evtl. liegt dann doch ein anderer Grund für die Verfärbungen vor. Da kann nur noch ein Gutachter helfen. Der kann Ihnen auch Tipps zu einem evtl. notwendigen Beweissicherungsverfahren geben. Achten Sie dabei auf die Gewährleistungsfristen!
    Riemchen sind übrigens dünne Klinkerstreifen, die von außen wie Verblendsteine aussehen.
    Dieter Ehlers
    Dipl.-Ingenieur, Architekt
    www.bauemotion.de/forum

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