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Thema: Erhöhter Gasverbrauch trotz Solaranlage zur Unterstützung des Heizkessels

      
   
   
  1. #1
    Neuer Benutzer
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    Erhöhter Gasverbrauch trotz Solaranlage zur Unterstützung des Heizkessels

    Hallo!

    Vor einem Monat wurde bei uns die Solaranlage zur Unterstützung des Heizkessels bei der Warmwasserbereitung und Heizung fertig gestellt. Allerdings ist nun erhöhter Gasverbrauch festzustellen.

    Name der Heizanlage: Junkers Cera-Smart Gas Brennwertkesseö ZBS 7-22 MRA 23
    Speicherkessel: von Besab GmbH, BINDL- Systemspeicher Typ HSEWR 1 825-55
    vorhandene Anschlüsse: VW, KW, HV, HR, Regler, HKV, SV, HKR, HR, SR, Thermometer, Ablasshahn

    Solaranlage: Solarstation FLowStar- SOL
    RESOL delta Sol BS

    Beobachtung: erhöhter Gasverbrauch (morgens um 7Uhr ist der Speicherkessel schon auf 45 Grad vorgeheizt, dass sollte aber erst im laufe des Tages durch die Sonne passieren)

    Was kann die Ursache für diese Situation sein? Wurden Systemteile falsch verkettet? Was muss getan werden, damit ein optimaler zustand vorhanden ist und der Gasverbrauch wieder sinkt? (eigentliches Ziel der Baumaßnahme)

    Vielen Dank!

  2. #2
    Moderator Avatar von Bauprofi
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    Hallo kruemo,

    Ihre Schilderung klingt abenteuerlich, ist aber leider kein Einzelfall.
    Bei der Kombination von Solaranlagen und konventioneller Heizungsanlage sind viele Einzelpunkte zu beachten, die Voraussetzung für einen reibungslosen und energieeffizienten Betrieb sind. Trotz Ihrer detaillierten Angaben zu den verbauten Produkten kann man nur mutmaßen, wodurch der erhöhte Energieverbrauch zustande kommt.
    Falls sich an den Randbedingungen der Wärmenutzung (beheizte Fläche, Systemtemperaturen, Lüftungsverhalten, Raumluftfeuchte, usw.) nichts geändert hat, bleibt eigentlich nur der Wärmeverlust über die Kollektoren als Ursache festzustellen.
    Hier kann ein Fehler in der hydraulischen Verschaltung vorliegen oder die eingebaute Regelung bewirkt, dass in Phasen geringer solarer Erträge die Kollektoren auf dem Dach vom Heizkessel aufgeheizt werden.
    Um diesen Zustand schnellstmöglich zu verbessern sind Planer und Installateur der Anlage gefordert. Sie haben das Recht auf eine mängelfreie Leistung und dazu gehört auch die notwendige Einstellung der Anlage sowie Einweisung der Nutzer.
    Falls Sie die Anlage selbst installiert haben holen Sie sich unbedingt einen Fachmann ins Boot. Dieser kann auch nachträglich die Hydraulik berechnen und die Betriebsweise optimieren.
    Dieter Ehlers
    Dipl.-Ingenieur, Architekt
    www.bauemotion.de/forum

  3. #3
    Neuer Benutzer
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    Hallo!

    Erstmal danke ich für die schnelle Antwort!
    Mittlerweile ist der Installateur bei uns gewesen und hat folgende Erklärung abgegeben: "Der Energiesolarspeicher (Wasserspeicher) wird vom Brennwertkessel wie ein Heizkörper erkannt(Reihenschaltung). das Heizungswasser durchläuft den Solarspeicher im Rücklauf. Es ist angedacht durch eine Kurzschlussleitung und Ventiele den Solarspeicher vom Heizungswassernetz zu trennen."

    Eigentlich sollte ja unsere Anlage die Heizung mit unterstützen. Dort werden aber bloss ca. 200l gebraucht und nicht alle 800l. Nun werden aber die vollen 800l immer geheizt. Das erklärt wohl immerhin, warum der Speicher schon früh morgens solche hohen Temperaturen angezeigt hat.

    Für uns ergeben Sich folgende Fragen:
    * Welche Steuerungen für die Trennung gibt es?
    * Nach welchem Prinzip funktionieren Sie?
    * Mit welchen zusätzlichen Kosten ist zu rechnen?
    * Kann evtl. mit Rechtshilfe wegen falschen Einbaus/Beratung/ erhöhter Kosten gerechnet werden?

    Vielen Dank im Vorraus!

  4. #4
    Moderator Avatar von Bauprofi
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    Hallo kruemo,
    ihre Angaben reichen für eine Ferndiagnose nicht aus.
    Dazu müsste man den benötigten Wärmebedarf für Heizung und Warmwasser kennen, die Gerätedaten der Kollektoren, des Speichers und Brennwertgerätes sowie die berechneten Volumenströme. Außerdem spielen die benötigten Temperaturniveaus für Heizung und Warmwasser eine Hauptrolle.
    Offenbar wurden bei der Einbindung der Solaranlage in die vorhandene Heizungsanlage gravierende Fehler gemacht. Denn Fakt ist, dass durch eine richtige Anlagenauslegung, fachgerechte Montage und Einstellung der Regelung auf vielen Dächern Solarenergie für Heizungsunterstützung und Trinkwarmwasserbereitung effizient eingesetzt wird.
    Lassen Sie sich von Ihrem Handwerker detailliert aufstellen, wie er die Sache "richten" will. Dann suchen Sie sich einen unabhängigen Berater und sprechen Sie diese Lösungen durch. Stellen Sie in Vorbereitung dieses Gespräches alle Ihnen bekannten Daten (siehe auch obige Aufzählung) zusammen. Manchmal hilft die Veränderung kleiner Dinge um große Wirkung zu erzielen. Vielleicht ist aber auch eine umfangreiche Veränderung der Einbindung der Anlage und Änderung der Regelungsstrategie notwendig.
    Natürlich haben Sie einen Anspruch auf eine mängelfreie Leistung. Inwieweit Sie Ihren Anspruch gerichtlich durchsetzen können hängt wohl auch von den getroffenen Vereinbarungen und Zusagen ab.
    Ich hoffe Sie finden eine zufriedenstellende Lösung.
    Dieter Ehlers
    Dipl.-Ingenieur, Architekt
    www.bauemotion.de/forum

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