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Ein Bauherrenservice von Heinze

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Ergebnis 1 bis 6 von 6
  1. #1
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    Aussendämmung Keller

    Hallo,

    wir benötigen Hilfe bei der Auswahl der richtigen Kellerdämmung!

    zu berücksichtigende Eckpunkte:
    - Fetigteilkeller aus WU-Beton (weisse Wanne)
    - aufstauendes Sickerwasser (Druckwasserdicht)
    - Sicherheitsdrain wird in ca. 1,5m unter der Erde verlegt
    - erdberührend
    - EZO 3
    - Materialstärke 80 mm

    Uns liegen bereits Angebote vor, die jedoch sehr unterschiedlich sind (WL035, WL037, mit zusätzlicher Noppenbahn, mit integrierter Drain).

    Daher unsere Fragen:
    - gibt es eine festgeschriebene WL-Nummer oder DIN?
    - was ist bei der Verarbeitung zu berücksichtigen (Wetter, Schnelligkeit beim Verlegen, etc.)
    - wie schnell kann oder soll das Erdreich wieder aufgefüllt werden?

    Vielen Dank vorab
    mfg
    chaos 2009

  2. #2
    Moderator Avatar von Bauprofi
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    Hallo chaos 2009,

    Es gibt nach der DIN 4108 - 10 Amwendungsgebiete für Dämmstoffe. Für Ihren Einsatzbereich muß eine Perimterdämmung mit dem Kurzzeichen PW = Außen liegende Wärmedämmung von Wänden gegen Erdreich (außerhalb der Abdichtung) eingebaut werden.
    Je niedriger die WL umso besser die Dämmung. D.h. die Dämmung mit der niedrigen WL dämmt bei gleicher Dicke besser.
    Die Dämmung sollte mit einer zusätzlichen Dränung versehen sein und auch an die Drainage "angeschlossen" werden.
    Verarbeitung: Die Platten müssen sauber gestossen werden, dürfen nicht verrutschen und das Schüttgut sollte keine großen Steine oder Betonreste enthalten, die die Dämmung beschädigen. Der Schichtenaufbau für die Drainage muß beachtet werden.
    Es sollte natürlich nicht in Strömen regnen.
    Dieter Ehlers
    Dipl.-Ingenieur, Architekt
    www.bauemotion.de/forum

  3. #3
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    Liefernachweis Perimeterdämmung

    Unser Bauträger verweist in der Baubeschreiben auf "Drainplatten mit Perimeterdämmung", die in einem EHF-Neubau zur Dämmung eines Vollkellers eingesetzt werden sollen. Eine vollst. Drainage wird verlegt. Ein Datenblatt zur verwendeten Drainplatte "war gerade nicht verfügbar". Die Keller-Außenwände sind laut Baubeschreibung 36cm Keller-Porotonsteine. Der Keller soll auf Empfehlung des Bauträgers "wegen des zu hohen Aufwandes" nicht geheizt werden (vermutlich ein ENEV-Problem) - wir können darauf aber auch erst einmal verzichten.
    Da man ja nie wieder außen aufgräbt und nachträglich zu dämmen - vielleicht wollen wir ja doch mal einen Raum beheizen - haben wir uns für einen schwimmenden Estrich entschieden und planen eine 40-60 mm Perimeterdämmung.
    Mit welchen ca.-Kosten/m2 muss man für ein geeignetes Produkt (beworben wird z.B. "Jackodrain 300") rechnen und was ist eine Bezugsquelle? Welche Kosten wären für eine "Minimal-Drainplatte" ungefähr gegenzurechnen?

  4. #4
    Moderator Avatar von Bauprofi
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    Hallo glxy,

    Ihre Fragestellung ist etwas diffus. Wenn ich Sie richtig verstehe, werden die Kelleraussenwände mit einer Perimeterdämmung gedämmt weil es so in der Baubeschreibung steht. Dann brauchen Sie ja später nicht mehr nachträglich zu dämmen.
    Ein Schwimmender Estrich mit einer darunter liegenden Wärmedämmung ist ok, das muß dann aber keine Perimeterdämmung sein. Da reicht eine einfache Dämmung aus Polystyrol o.ä.
    Zu Kosten kann ich nichts sagen, die Jackodrain Platte ist aber eine reine Perimeterdämmung für die äußere Dämmung an Kellerwänden und teurer als eine einfache Dämmplatte für Ihren schwimmenden Estrich.
    Dieter Ehlers
    Dipl.-Ingenieur, Architekt
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  5. #5
    Neuer Benutzer
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    Danke für die Antwort. Die Frage bezog sich eigentlich rein auf die Außendämmung, d.h. wir wollen weg von einer - für einen unbeheizten Keller trotzt ENEV2009 vermutlich ausreichenden - Minimaldämmung durch die Drainplatte mit (20mm ?) Dämmschicht zu etwas Substantiellerem ohne gleich zu übertreiben. Die Frage ist halt nur was.

  6. #6
    Moderator Avatar von Bauprofi
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    Hallo glxy,

    mit 40 - 60 mm Perimeterdämmung bei wärmedämmenden Außenmauerwerk (das ist bei Ihnen, durch den Poroton-Stein, der Fall) beugen Sie Tauwasserbefall vor.
    D.h. Sie liegen mit Ihren Vorstellungen schon richtig, sollten aber mehr machen wenn der Keller beheizt werden soll. Evtl. ist das sinnvoll, weil die Kellerräume kälter werden, wenn die Kellerdecke nach EnEv gedämmt wurde.
    Welches Produkt Sie wählen ist eigentlich egal, solange es eine Preimeterdämmung ist, die für Ihre Belange zugelassen ist (Kurzzeichen PW, siehe auch Beitrag vom 10.08.09).
    Den Preisunterschied zwischen der vom Bauträger beschriebenen Dämmung und Ihrem Wunsch, können Sie beim Baustoffhandel erfragen.
    Dieter Ehlers
    Dipl.-Ingenieur, Architekt
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