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Thema: Welches Heizssytem bei Neubau

      
   
   
  1. #1
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    21.05.2011
    Beiträge
    4

    Welches Heizssytem bei Neubau

    Hallo,

    wir planen derzeit einen Neubau mit folgenden Daten:

    etwa 140 qm Wohnfläche
    Grundstücksgröße 600qm Südwestausrichtung

    Es soll ein kfw-40-Haus oder ein Kfw-55-Haus werden.

    Wir sind uns aber sehr unsicher, was für ein Heizsystem wir installieren sollen.

    Entweder eine Gas-Brennwert-Therme mit Solar oder eine Erdwärmepumpe (mit Kollektor) plus Solar.
    Eine erdwärme mit Sonde kommt eher nicht in Frage, da wir nur bis 35m tief bohren dürfen.

    Bisher haben wir gehört, dass man in etwas das 1-2-fache der Wohnfläche als Fläche für die Erdkollektoren benötigt. Das wären bei uns dann ja so 250 - 300 qm. Ist diese Aussage korrekt? Wenn ja dürfen dann Pflastersteine über dieser Fläche sein oder nur Gras?

    Unsere Hausanbieter wollen eher Flächen von etwa 60qm verbauen. Mit Gitterkollektoren oder Spiralkollektoren. Die Frage ist nur, ob dann mit den Jahren das Erdreich zu sehr auskühlt und in einigen Jahren kaum noch Wärme aus dem Erdreich gewonnen werden kann. Der Boden ist Marschboden, also recht feucht. Wir heizen eher wenig und haben auch keinen hohen Warmwasserverbrauch.

    Was würdet ihr empfehlen?

    Vielen Dank und Grüße

    corner

  2. #2
    Moderator Avatar von Bauprofi
    Registriert seit
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    Beiträge
    895
    Hallo corner,

    hier die Meinung unseres Heizungsfachmanns:

    Der genaue Flächenbedarf für den Flächen-Erdwärmekollektor hängt vom errechneten Wärmebedarf des Gebäudes ab. Je nach Dämmstandard und Bodenbeschaffenheit wird als Faustregel das ca. 2 bis 3-fache der beheizten Wohnfläche angenommen. Natürlich lässt sich unter Berücksichtigung einer thermischen Solaranlage der Flächenbedarf weiter absenken.
    Aber man sollte eher etwas zu viel als zu wenig Fläche einplanen, um eine möglichst konstante Quellentemperatur zu erreichen.
    Zu beachten ist, dass die Kollektor-Fläche im Sommer optimal von der Sonnen bestrahlt wird und keine Überdachungen, Flächenbefestigungen oder großwachsenen Bäume die Wärmespeicherung einschränken.

    Bei einer Verkleinerung der Fläche müssen Sie einen Teil der Wärme aus tieferen Schichten nutzen, da dann die sommerliche Einstrahlung nicht mehr ausreicht. Dazu empfehle ich Ihnen, dass Sie die versprochenen dauerhaft nutzbaren Soletemperaturen schriftlich bestätigen lassen, damit Sie im Streitfall ggf. die versprochenen Kennwerte nachweisen können.
    Dieter Ehlers
    Dipl.-Ingenieur, Architekt
    www.bauemotion.de/forum

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