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Thema: Fußbodenheizungsrohre innen beschichten

      
   
   
  1. #1
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    Fußbodenheizungsrohre innen beschichten

    Hallo,
    ich habe ein Haus aus 1984 mit rd. 85qm Fußbodenheizung im Erdgeschoß.
    Die Kunststoffrohre sollen aus der ersten Generation stammen und übe die Zeit verspröden. Durch Sauerstoffdiffusion sollen die Rohre verschlammen.

    Die Firma TGA bietet ein HAT-Verfahren an, die Rohre innen mit Sand zu strahlen und mit einem Harz auszuspritzen - dies kostet wohl rd. 10.000 €

    Nach rd. 15 Jahren haben wir den Fußbodenheizkreis durch einen Wärmetauscher vom Kesselkreislauf getrennt und die Rohre mit Wasser durchgespült - diese Spülung ist nach ca. 5 Jahren nochmals erfolgt.

    Ist es zutreffend, dass die Kunststoffrohre verspröden und es eine Frage der Zeit ist, bis der ganze Bodenbelag herausgerissen werden muß oder ist das eine verkäuferische Aussage? Kommt man mit Spülen z.B. alle 5 Jahre zurecht? Oder schadet die Spülung, wie Fa. TGA Rohrinnensanierung AG behauptet?

  2. #2
    Moderator Avatar von Bauprofi
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    895
    Hallo motoclub,

    Hier das Statement unseres Fachmannes für Heizungsfragen:

    Es gibt unterschiedliche Sanierungsverfahren, die in Einzelfällen erfolgreich sein können.
    Allerdings gibt es auch viele Kritiker und die Investitionssumme ist sehr hoch.
    Ihr Ansatz die Anlage zu trennen und zu spülen ist auf jeden Fall positiv.
    Leider kann ich keine konkreten Empfehlungen aussprechen.
    Trotzdem würde ich mich nicht ausschließlich auf die Versprechen des Sanierungsbetriebes verlassen. Versuchen Sie Kontakt zu Bauherren bereits abgewickelter Projekte aufzunehmen und deren Erfahrungen aufzunehmen.

    Wenn man zu diesem Thema weiter recherchiert gibt es viele negative Aussagen im Web.
    Interessant dazu ein Eintrag in Wikipedia, wo es um Rohrinnensanierungen mit Epoxidharz geht:

    "Ein Anbieter hat das Verfahren für die Sanierung von Fußbodenheizungen weiterentwickelt. Hier stellt sich aber die Frage nach dem Sinn einer derartigen Anwendung. Die Einbringung des Harzes in etwa 100 m lange Rohrabschnitte mit geringem Durchmesser erscheint technisch nicht beherrschbar. Die zu erwartenden Beeinträchtigungen der Hydraulik würden zu massiven Störungen der Heizwirkung führen. Daneben erscheint auch die Begründung für diese Anwendung fragwürdig: Eine Versprödung der Kunststoffrohre ist bei unbeweglich im Estrich eingebetteten Rohrleitungen unkritisch. Ganz im Gegensatz dazu führt die Öffnung der Verschraubungen am Verteiler bei spröden oder verhärteten Rohren möglicherweise zu dauerhafter Undichtigkeit."

    (http://de.wikipedia.org/wiki/Rohrinnensanierung)
    Dieter Ehlers
    Dipl.-Ingenieur, Architekt
    www.bauemotion.de/forum

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