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Thema: Fertighaus oder Stein auf Stein

      
   
   
  1. #1
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    Fertighaus oder Stein auf Stein

    Wir überlegen, ein Haus zu bauen und sind natürlich auch über Fertighäuser "gestolpert". Früher hatten diese ja einen schlechten Ruf, ... und heute? Wie sind die Vor- und Nachteile dieser Häuser im Gegensatz zu Häusern, die wirklich noch Stein auf Stein gebaut werden? Kostenfaktor?

  2. #2
    Fse
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    Trocken und Massiv gebaut

    Zitat Zitat von wkm7 Beitrag anzeigen
    Wir überlegen, ein Haus zu bauen und sind natürlich auch über Fertighäuser "gestolpert". Früher hatten diese ja einen schlechten Ruf, ... und heute? Wie sind die Vor- und Nachteile dieser Häuser im Gegensatz zu Häusern, die wirklich noch Stein auf Stein gebaut werden? Kostenfaktor?
    Ganz einfach- Mischbauwerk, kaum sommerlicher Wärmeschutz, Hellhörig durch Leichtbauweise, kein Wärmespeicher durch Leichtbauweise, Styropor an der Fassade usw. Vorteile bei trockenem Massivbau ist die Jahrtausende Jahre alte Erfahrung und eine Substanz für mehrere Generationen und vieles andere mehr. Lediglich 14 Tage längere Bauzeit im Vergleich zu Fertigbau etc. etc. . Achten Sie auf die fachliche Qualifikation Ihres neuen BauPartners. Das sind viele Leute unterwegs die nur Ihr Geld wollen. Einzig wer auch Verantwortung in der Bauphase übernimmt ist der richtige. TÜV und Dekra ist besser als nichts und trotzdem nur Plazebo. Wer nur 3x auf eine Baustelle kommt hat nichts gesehen. Weitere Infos von Bedeutung bei www.iximmo.de und unter ...suche Baufirma!
    Baufixx
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  3. #3
    Moderator Avatar von Bauprofi
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    Hallo wkm7,

    der Beitrag von Fse ist so ein typischer Beitrag zum Thema Fertighäuser.
    Sicher hat eine Leichtbauweise gewisse Nachteile gegenüber einer Massivbauweise, aber allein unter dem Gesichtspunkt der Ökologie ist ein Fertighaus aus Holzständerwerk kaum zu schlagen.
    Vorteile: Ökologie, schnell erstellt, Haus ist bei Bezug trocken, kurze Aufheizzeit im Winter, guter Schallschutz bei der Wahl der richtigen Baustoffe, hoher Qualitätsstandard bei den renommierten Herstellern, keine Bauleitung im herkömmlichen Sinne notwendig, nur ein Ansprechpartner, da meist alles aus einer Hand
    Nachteile: niedrigere Wertigkeit, weniger Wärme- und Feuchtespeicherung durch die Wände, schlechterer Schallschutz als ein massiv gebautes Haus, nachträgliche Grundrissänderungen schwierig
    Bei den Kosten ist es sehr schwierig einen Vergleich zu ziehen. Das massiv gemauerte Haus ist beständiger und daher teurer. Für viele ist das Gefühl, ein massiv gemauertes Haus zu besitzen wichtig. Andere sagen, dass ein Fertighaus für ein oder zwei Generationen vollkommen ausreicht.
    Wenn Sie noch Ideen suchen und noch in der Kostenplanung sind, schauen Sie doch mal unter dem folgenden Link: RaumProgramm - bauen und modernisieren in Haus und Garten - bauemotion.de
    Dieter Ehlers
    Dipl.-Ingenieur, Architekt
    www.bauemotion.de/forum

  4. #4
    Fse
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    Zitat Zitat von Bauprofi Beitrag anzeigen
    Hallo wkm7,

    der Beitrag von Fse ist so ein typischer Beitrag zum Thema Fertighäuser.
    Sicher hat eine Leichtbauweise gewisse Nachteile gegenüber einer Massivbauweise, aber allein unter dem Gesichtspunkt der Ökologie ist ein Fertighaus aus Holzständerwerk kaum zu schlagen.
    Vorteile: Ökologie, schnell erstellt, Haus ist bei Bezug trocken, kurze Aufheizzeit im Winter, guter Schallschutz bei der Wahl der richtigen Baustoffe, hoher Qualitätsstandard bei den renommierten Herstellern, keine Bauleitung im herkömmlichen Sinne notwendig, nur ein Ansprechpartner, da meist alles aus einer Hand
    Nachteile: niedrigere Wertigkeit, weniger Wärme- und Feuchtespeicherung durch die Wände, schlechterer Schallschutz als ein massiv gebautes Haus, nachträgliche Grundrissänderungen schwierig
    Bei den Kosten ist es sehr schwierig einen Vergleich zu ziehen. Das massiv gemauerte Haus ist beständiger und daher teurer. Für viele ist das Gefühl, ein massiv gemauertes Haus zu besitzen wichtig. Andere sagen, dass ein Fertighaus für ein oder zwei Generationen vollkommen ausreicht.
    Wenn Sie noch Ideen suchen und noch in der Kostenplanung sind, schauen Sie doch mal unter dem folgenden Link: RaumProgramm - bauen und modernisieren in Haus und Garten - bauemotion.de
    Ein durchaus ausgewogener und seriöser Beitrag in der Abwägung von Vor- und Nachteilen. Und die Fragestellung im Beitrag war ja- massiv oder Fertigbau?
    Bezüglich "Ökologie" muss aber hinterfragt werden, was man darunter versteht. Ökologie "heute" unter dem Gesichtspunkt der U-Wert Betrachtung, oder Ökologie, wenn das Haus irgend wann mal entsorgt werden muss? Da habe die Containerdienste ja so ihre eigenen Ansichten. Das klingt polemisch, aber ein Telefonat bei einem Entsorger gibt beredt Auskunft. Oder ist Ökologie einzig egoistisch besetzt? Jetzt und hier?
    Stichwort Bauzeit- Bauzeit ist regelmäßig vom ersten Spatenstich bis zum Einzug. So betrachtet ist massiv kaum langsamer. Wenn überhaupt.
    Stichwort Ökologie- Ein hochwertiges Mauerwerk in einer spezifizierten Ausstattung, mit z.B. Bims oder Blähton liefert mehr als hervorragende U-Werte, ist trocken von Anfang an und liefert damit einen idealen Wärmespeicher für den passiven solaren Ertrag über die gewünscht großen Fenster an der Südseite.
    Stichwort Kosten- ganz klar, irgendeine "Pappbude" ist sicher billig zu haben. Aber prinzipiell, wenn es überhaupt möglich ist eine qualitative Vergleichbarkeit für ein Wohnhaus(!) herzustellen, dann ist "massiv", im Vergleich mit Holzständerbauweise, im Vorteil. In jeder Hinsicht. Auch im Preis! Das kann ich gerne vorrechnen. Und wenn man sich den vielschichtigen Wandaufbau eines Fertighauses ansieht erst recht. (Kleber sind prinzipiell nicht UV beständig). Derjenige aber, der bloß ein Dach über dem Kopf will, für den ist alles recht. Und von der Notwendigkeit des sommerlichen Wärmeschutzes und einem lang andauernden hochwertigem Wohn-Raumklima haben wir noch gar nicht gesprochen.
    Stichwort rasche Aufheizzeit im Winter- ja dass ist wohl so. Dass suggeriert geringe Heizkosten. Und warum? Weil einzig und allein die Raumluft aufgeheizt wird. Aber wenn man das Fenster öffnet und lüftet ist diese warme Raumluft weg. Dafür nimmt die Problematik Schimmel einen immer breiteren Raum ein. Weil prinzipiell immer weniger gelüftet wird. Man möchte ja Energie sparen. Dafür gibt es dann wieder automatische Wärmerückgewinnungsanlagen. Für rund € 5.000,- ! Aber eigentlich will ja niemand tatsächlich ernsthaft Energie sparen. Sondern Geld. Und so wird, der vollmundigen Werbung folgend, kräftig investiert und wundert sich dann, dass die Rechnung nicht aufgeht. Weil jede Investition auch eine Zinslast mit sich bringt. Aber man muss ja nicht über alles reden. So funktioniert Wirtschaft.
    Richtig um einen berechtigten Einwand vorwegzunehmen- Lüften muss sein, auch bei massiv. Aber ein trockenes Mauerwerk hat auch eine Speicherfunktion. Deshalb sind die alten Ritter in ihren Burgen nicht erfroren. Und im Sommer war es angenehm kühl. Diese Klimaanlage kostet keinen Cent!
    Bedauerlich ist nur, dass "massiv" prinzipiell gleichgesetzt wird mit allem Mauerwerksarten. Und das ist falsch. Weil auch ein "Lego"-Haus mit Styropor und Beton als "massiv" verkauft wird. Oder Gasbeton und Kalksandstein. Jeweils feuchte bindende Mauerwerksarten die erst trocken geheizt werden müssen. Von der natürlichen Neigung regelmäßig neue Feuchtigkeit zu binden ganz zu schweigen.
    Stichwort Baubiologie und Bauphysik- Zunehmende Diffusionsoffenheit von innen nach außen. Das ist die notwendige Regel! Die im Fertigbau angebotenen Fassaden bieten exakt das Gegenteil. Nicht selten im übrigen auch bei Massivbau. Über den Bauträger. Jetzt kommt wieder die Notwendigkeit der Lüftungsanlage ins Spiel. Siehe oben!
    Zusammenfassend- Selbst dann, wenn man nur den U-Wert als Maßstab einer Entscheidung heranzieht, dann hat ein ordentliches, hochwertig und einschalig homogen "gemauertes" Mauerwerk, eigentlich nur Vorteile.
    Schade nur, dass Wohnhäuser nach den annähernd gleichen und flüchtigen Bedingungen geplant und gebaut werden wie kurzlebige Investitionsgüter. Und dafür gibt es den gleichmachenden Laborwert "U-Wert"!
    Baufixx
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  5. #5
    Moderator Avatar von Bauprofi
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    Hallo FSE,

    unter Ökologie verstehe ich: Welche Energie ist notwendig um einen Baustoff herzustellen?
    Da schneiden nachwachsende Rohstoffe nun mal eindeutig besser ab als jeder andere Baustoff und auch die Entsorgng eines heute gebauten Fertighauses wird nicht mehr mit der Entsorgung eines alten Fertighauses, dass mit jeder Menge Chemie vollgepumpt ist, vergleichbar sein.
    Aber von Entsorgung reden wir hier ja nicht, sondern von der Erstellung und dem Für und Wieder.
    Ich bin aber Ihrer Meinung, was die homogene Außenwand angeht. In vielen Altbauten, die aus genügend dick gemauerten einschaligen Wänden bestehen, funktioniert die Bauphysik wunderbar.
    Sie funktioniert aber auch in Fertighäusern aus Holzständerwerk, wenn bauphysikalisch alles richtig gemacht wird und davon kann man bei den heutigen Fertighäusern ausgehen.
    Ob der Einzelne sich im Fertighaus, im Altbau oder im massiv gebautem Haus wohlfühlt ist letztlich Gefühls- und Geschmacksache.
    Dieter Ehlers
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  6. #6
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    Vielen Dank für die Beiträge!
    Es bleibt also weiterhin schwierig...
    ich halte Euch auf dem Laufenden!

  7. #7
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    An Bauprofi

    Zitat Zitat von Bauprofi Beitrag anzeigen
    Hallo wkm7,

    der Beitrag von Fse ist so ein typischer Beitrag zum Thema Fertighäuser.
    Sicher hat eine Leichtbauweise gewisse Nachteile gegenüber einer Massivbauweise, aber allein unter dem Gesichtspunkt der Ökologie ist ein Fertighaus aus Holzständerwerk kaum zu schlagen.
    Vorteile: Ökologie, schnell erstellt, Haus ist bei Bezug trocken, kurze Aufheizzeit im Winter, guter Schallschutz bei der Wahl der richtigen Baustoffe, hoher Qualitätsstandard bei den renommierten Herstellern, keine Bauleitung im herkömmlichen Sinne notwendig, nur ein Ansprechpartner, da meist alles aus einer Hand
    Nachteile: niedrigere Wertigkeit, weniger Wärme- und Feuchtespeicherung durch die Wände, schlechterer Schallschutz als ein massiv gebautes Haus, nachträgliche Grundrissänderungen schwierig
    Bei den Kosten ist es sehr schwierig einen Vergleich zu ziehen. Das massiv gemauerte Haus ist beständiger und daher teurer. Für viele ist das Gefühl, ein massiv gemauertes Haus zu besitzen wichtig. Andere sagen, dass ein Fertighaus für ein oder zwei Generationen vollkommen ausreicht.
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    Das mit dem RaumProgramm hab ich schon versucht (2x Haus komplett geplant"... trotz Registrierung kann ich die Sachen aber leider nicht ausdrucken - das System sagt, man bräuchte dazu eine Standardversion, die wohl wieder viel Geld kostet... Schade! Aber danke für den Tipp!

  8. #8
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    Es ist doch immer wieder ein sehr kontrovers diskutiertes Thema. Fertighaus oder reguläres Steinhaus. Vor einiger Zeit hätte ich mich auf eine Diskussion garnicht eingelassen, denn die Vorteile von konvetionellen Häusern haben einfach überwogen. Aber der Fortschritt der Entwicklung der Fertighäuser hat sich große Schritte machen können. Nun muss tatsächlich vor dem Bauen abgewogen werden, welche Vorteile einem wichtiger erscheinen, die des modernen Fertighauses oder des konventionellem.

  9. #9
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    Heute ist der Ruf sicher besser, es kommt logischerweise auch auf die Firma an, und wie viel Geld man ausgeben möchte oder kann. Der Vorteil ist halt meistens immer noch, dass es auch viel schneller geht als bei einer konservativen Bauweise.

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