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Thema: Dämmung oberste Geschossdecke 115 Jahre altes Haus

      
   
   
  1. #1
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    Dämmung oberste Geschossdecke 115 Jahre altes Haus

    Hallo,

    es wäre super, wenn ich hier hilfe bekommen könnte:-)
    ich möchte die oberste Geschossdecke unseres Hauses dämmen.
    Der Speicher wird nur als Abstellraum genutzt und wird auch nicht weiter ausgebaut.
    die eine Seite des gedeckten Daches besteht aus Eternitplatten (70 er jahre) die andere Seite des Daches ist noch original. Es ist sehr gut da oben belüftet.....-.-




    ich hatte neulich einen Energieberater da , der im Auftrag des Landkreises berät.

    Ich zitiere mal hier aus seinem Gutachten:

    "Die oberste Geschossdecke ist als Holzbalkendecke ausgeführt. Die untere Deckenverkleidung ist noch in allen Bereichen ursprünglich mit einem Gipsputz auf Spalierverlattung ausgeführt. Teilweise in den 1970er Jahren ergänzt durch eine Verkleidung aus Holz-panelle (Nut und Feder) im wesentlichen unterscheidet sich der Aufbau der Decke von unten nach oben wie folgt:
    a) Holzbalkendecke mit Einschubdecke und
    b) Holzbalkendecke ohne Zwischenboden mit etwa 6cm Dämmung und Luftschicht darüber
    c)Holzbalkendecke mit Doppelboden über ca. 20 cm Luftraum und Einschubdecke aus Bims Leichtboden als Auffüllung.

    Die versch. Deckenstärken werden durch die unterschiedlichen lichten Raumhöhen im Dachgeschoss sichtbar. Von oben ist die Decke überwiegend sehr eben und mit Holzdiehlen verschlossen.
    Einige Bereiche mit Bims-Leichtboden sind ohne Holzdielen.
    Der mittler U-Wert der Holzbalkendecke kann mit ca. 1,0 W/m2K angenommen werden.
    Empfehlung: Die oberste Geschossdecke zum unbeheizten Speicherboden sollte von oben gedämmt werden. Zunächst sollte auf dem Holzboden eine Dampfbrems-Folie verlegt werden. An den Rändern zu den Dachschrägen und Giebelwänden sollten die Folie mindestens 20cm überstehen lassen, damit sie später ggf Luftdicht angeschlossen werden können.
    Auf diese Luftdichtheitseben kann anschließend mind. eine 12cm dicke Dämmung z.b. aus Polystyrol, EPS (WLG 035, "Styropor") verlegt werden. Manchmal ist es ratsam, die Platten mehrschichtig im Versatz zu verarbeiten. Der Dämmstoff muss auf der vorhanden Deckenoberfläche überall dicht anliegen, damit er nicht durch Kaltluft unterströmt werden kann. Darüber können Sie Span oder OSB Platten verlegen....."


    Ich hab mich schon den ganzen tag durch das internet geggoogelt, den irgendwie traue ich dem braten nicht so recht.

    Was passiert mit der Feuchtigkeit die durch kochen usw. anfällt. muss ich nicht davon ausgehen, dass die feuchtigkeit nach oben durch die decke steigt und an der folie auskondensiert ?? und mir nachher die Holzdiehlen und die decke verschimmelt...?

    zum thema bad:Im Bad gibt es fenster sowie eine elektrische Entlüftung, die nach draussen geführt wird...

    kann ich statt styropor auch mineralwolle nehmen...ist mir irgendwie sympathischer als styropor....
    Oben drauf wollte ich ganzflächig normale spanplatten auslegen


    Alternativ dachte ich an das hier...
    Saint-Gobain Isover G+H AG - Topdec Loft
    (wird hierbei auch dann auch eine dampfbrems-Folie benötigt?)
    wie sieht es da aus mit Kosten steinwolle vs. topdec loft . muss ja bei der mineralwolle auch die spanplatten miteinberechnen sowie eine holzkonstruktion....

    Gerade was in bezug auf Folie ja/nein im internet zu lesen ist ja stellenweise sehr widersprüchlich....
    ich hab da keine lust zu dämmen und nach ein paar Jahren festzustellen, das mir die bude verschimmelt....

    Den Punkt der 20 cm überlappenden Folie verstehe ich auch nicht ganz. .....Warum später und nicht direkt ? Luftdicht verschlossen doch mit spezialklebeband...oder wie darf man das verstehen ??

    Also noch zum thema selbermachen. Ich bin handwerklich recht geschickt und arbeite 10000%ig, wenngleich ich sowas auch noch nicht gemacht hab....kann man da viel falsch machen ? Oder würdet ihr empfehlen das von einer Firma / Schreiner durchführen zu lassen.....??

    Danke schonmal für alle antworten.

    Liebe Grüße

    Daniel

  2. #2
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    ...

    mh keine lösung ?

  3. #3
    Moderator Avatar von Bauprofi
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    Hallo trash,

    die geschilderte Situation ist bauphysikalisch gesehen, recht chaotisch.
    Verschiedene Deckenhöhen mit verschiedenen Aufbauten, eine Dachdeckung aus verschiedenen Materialien, durch die Deckung mit Eternitplatten wahrscheinlich auch nicht so gut belüftet wie Sie glauben.
    Daher ist der Vorschlag mit der Dampfbremse (nicht Dampfsperre!) gar nicht so verkehrt. Das verhindert, dass zu viel Feuchtigkeit in den Dachraum abgegeben wird, die dieser vieleicht nicht abführen kann. In den darunter liegenden Räumen ist eine regelmäßige, ausreichende Lüftung natürlich wichtig.
    Auch die 20 cm Überstand der Dampfbremse sind nicht verkehrt, falls bei weiteren Sanireungsarbeiten eine "luftdichte" Hülle erstellt werden soll.
    Ich würde auch eher eine Dämmung aus Steinwolle empfehlen (die gewählte Platte von Isover ist ok), um die ganze Sache nicht vollkommen difussionsdicht zu machen. Das würde nämlich passieren, wenn als Abschluß noch eine OSB-Platte oben drauf kommt. Also, wie geplant, eine Spanplatte nehmen.
    Das alles können Sie sicher in Eigenleistung ausführen, der Knackpunkt ist bei solchen Arbeiten immer: Ist der Taupunkt an der richtigen Stelle? Sind alle Bauteile vor Feuchteanfall geschützt?
    Wenn Sie da ganz sicher gehen wollen, dann hilft nur ein bauphysikalischer Nachweis, erstellt von einem Fachmann.
    Dieter Ehlers
    Dipl.-Ingenieur, Architekt
    www.bauemotion.de/forum

  4. #4
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    danke für die Auskunft.......ich nehm mal an so ein Gutachten ist teuer?!oder wo liegt so was preislich ungefähr....wo finde ich den am besten so einen Gutachter? Oder kann das auch ein "normaler" Architekt....

    liebe grüße

  5. #5
    Moderator Avatar von Bauprofi
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    Hallo trash,

    das sollte schon ein Architekt sein, der Erfahrung in der Sanierung von Altbauten hat. Ich schätze, dass kostet ca. 500,- bis 600,-€. Diese Investition ist aber gut angelegt, wenn man Sanierungskosten von Feuchteschäden dagegen rechnet.
    Dieter Ehlers
    Dipl.-Ingenieur, Architekt
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  6. #6
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    danke für die antwort!
    ich denke ich werde mich nach einem solchen architekten mal umschauen um ganz sicher zu gehen, das risiko ist mir dann doch zu hoch....

  7. #7
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    habe heute mit einem Architekten telefoniert,
    dem hab ich die Situation geschildert, daraufhin meinte er ich solle mir keine Gedanken machen, keine plane verwenden und als dämmmaterial styrodur im verbund legen.....

  8. #8
    Moderator Avatar von Bauprofi
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    Hallo trash,

    wenn der Kollege sich da am Telefon so sicher ist...
    Dieter Ehlers
    Dipl.-Ingenieur, Architekt
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  9. #9
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    ja fand ich ehrlich gesagt auch seltsam.....

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