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Thema: Dachgeschßdämmung auf Dielenboden

      
   
   
  1. #1
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    Dachgeschßdämmung auf Dielenboden

    Sehr geehrter Herr Ehlers,

    ich habe zwar schon intensiv nach einem entsprechendem Rat hier im Forum gesucht…aber so „richtig“ fündig bin ich nicht geworden. Nun, jedenfalls bin ich mir doch ziemlich unsicher wie genau ich meine geplante Dachgeschoßdämmung aufbauen soll.
    Der „fachliche“ Rat im Baumarkt hat Widersprüche hervorgerufen welche ich als Laie nur schlecht einordnen kann (...nein, auf keinen Fall Styrodur, nur Dies und Das...).
    Doch bevor ich anfange den „Leser“ und den Fachmann zu langweilen, möchte ich zum eigentlichen Thema kommen.

    Ich habe ein 100 Jahre altes Haus (1/4 Haus eines Quattro-Hauses) erworben welches in massiver Ziegelsteinbauweise errichtet wurde (BASF-Arbeiterkolonien / Ludwigshafen).
    Die Substanz des Hauses ist hervorragend und es war bis vor kurzem durch die Wohnungsbaugesellschaft der BASF vermietet, jedoch in einem eher „ursprünglichen“, inneren Zustand.
    Vor 2 Jahren wurde das Dach komplett erneuert und auch entsprechend isoliert (Mineralwolle zwischen den Balken mit abschließender Folienbespannung bis zu den Wänden / abgedichtet).

    Der Boden des Dachgeschosses ist im ursprünglichen Zustand. Er wurde anno dazumal mit Holzdielen erstellt. Diese Holzdielen befinden sich in einem durchaus bemerkenswert guten Zustand.
    Welches Material unter den Holzdielen verbaut bzw. geschüttet ist weiß ich nicht.

    Unter dem Dachgeschoß befinden sich (1.OG.) zwei Räume (Schlafzimmer und Büro), ein relativ großer offener Bereich mit drei Meter hohen Decken.

    Ich habe geplant, das Dachgeschoß als Speicherraum im klassischen Sinne zu nutzen. Hierfür möchte ich jedoch gerne auf dem Fußboden eine Isolierung aufbringen und darauf einen Laminatboden verlegen.
    Das ich druckfestes Isoliermaterial benötige, welches begehbar ist, leuchtet mir ein.
    Nur…welches?
    ISOVER Exporit, BASF Styrodur, Steinwolle-Platte mit hochdruckfester Deckschicht, Rockwool, usw…?
    Und…in welcher Stärke?
    40mm, 60mm, 80mm, 120mm, 160mm…?
    Brauche ich zwingend oder empfehlenswert eine Dampfsperre?
    Kann ich die Dachschrägen ebenfalls mit Laminat verkleiden, oder bekomme ich dadurch Probleme mit Feuchtigkeit, Schimmel etc.?

    Nun, Fragen über Fragen. Und je mehr Antworten ich von meinem Kollegen und Bekannten erhalte, umso unsicherer bin ich mir.
    So hoffe ich, dass Sie mir weiterhelfen können und wäre für entsprechende Antworten und Hinweise sehr dankbar.
    Ich hoffe ich habe die baulichen Gegebenheiten ausreichend beschrieben.

    Ich verbleibe ich mit freundlichen Grüßen…

    Stefan Sailer

    P.S.: Einen Anhang mit entsprechendem Foto habe ich beigefügt (und ich hoffe es funktioniert ;-))...diese Ansicht zeigt einen von zwei gleichen Teilen des Dachbodens.
    Angehängte Grafiken

  2. #2
    Moderator Avatar von Bauprofi
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    828
    Hallo Herr Sailer,

    es hat funktioniert, das Foto ist gut zu erkennen und es ist in der Tat erstaunlich, wie gut die Bodendielen aussehen. Die vorhandene Situation spricht für einen Ausbau des Dachgeschosses, alles ist vorbereitet. Wenn Sie diesen Raum aber nicht für Wohnzwecke nutzen wollen, wird sich im kommmenden Winter Feuchtigkeit an der Folie niederschlagen. Darum ist eine Dampfsperre dringend erfoderlich. Und zwar unter der Dämmung des Bodens, die Sie ausführen wollen. Welches Material Sie dafür nehmen, richtet sich evtl. auch nach der zur Verfügung stehenden Höhe des Bodenaufbaus, es sollten aber schon über 100 mm sein. Bei Hartschaum haben Sie dabei den besseren Dämmwert. Darauf sollte eine Lage Spanplatten oder OSB-Platten folgen, schwimmend mit Nut-und Feder verlegt, darauf dann das Laminat, dass Sie in einem Abstellraum aber eigentlich nicht benötigen. Die Dachschrägen, verkleiden Sie, wenn überhaupt, mit Gipsplatten. Zu beachten ist dabei: Reicht die Statik der vorhandenen Balkenlage im Boden aus, um dieses zusätzliche Gewicht aufzunehmen? Die Anschlüsse der Dampfsperre an den Rändern müssen sorgfältig ausgeführt werden. Um ganz sicher zu gehen, empfehle ich Ihnen, einen Fachmann für Bauphysik zu befragen, der die Situation einmal durchrechnet und Ihnen dann genau sagen kann, wie die Dämmung auszuführen ist.
    Dieter Ehlers
    Dipl.-Ingenieur, Architekt
    www.bauemotion.de/forum

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