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Thema: Dämmung, etwas spezieller

      
   
   
  1. #1
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    3

    Dämmung, etwas spezieller

    Erstmal ein freundliches "Hallo"
    Habe dieses Forum erst kürzlich gefunden und muss doch gleich mal was fragen.

    Schön dass es hier so ein Forum gibt in dem scheinbar auch sachlich und
    freundlich miteinander umgegangen wird! Das ist nicht überall so.

    Zu meiner Frage:
    Wir bauen gerade, so ziemlich alles wird an Profis vergeben.
    Es ist ein Walmdachhaus mit zwei Vollgeschossen.

    Die energetische Gebäudehülle endet über der Decke des 2. OG.
    Diese ist eine Ziegelmassivdecke (mit Heizelementen zur beheizung der darunterliegenden Etage), bekommt dann
    im darüber befindlichen Walmdach-Dachboden eine dicke Dämmschicht durch
    so eine Art Styroporplatten mit OSB Platten drauf.

    Der gesamte Dachstuhl wird erstmal nicht gedämmt, das werde ich dann
    selbst in den nächsten Wochen übernehmen. (Darum geht ja meine Frage)

    Der Dachboden ist grundsätzlich unbeheizt, es soll dort jedoch eine KWL mit WRG platziert
    werden, wofür grundsätzlich frostsicherheit sicherzustellen ist.
    Das Dach hat eine Neigung von 41°, Flachsteine und ist hinterlüftet.
    Der Aufbau von innen nach Aussen sieht momentan so aus:
    Sparren->Bretterschalung->Braas Divoirgendwas Unterspannbahn->Lattungen->Dachsteine.

    In der Endausbaustufe möchte ich gerne den Dachboden mit Gipskartonwänden vollverkleiden und einen Pseudo-Wohnraum
    schaffen. Halb Lager- halb Rückzugs-/Bastelraum. Mit der akzeptieren
    Einschränkung entsprechender thermischer Schwankungen je nach
    Jahreszeit



    Jetzt zu meiner Frage des Aufbaus:
    1. Sollte zwischen der Decke des 2.OG und dieser Styropor-OSB Dämmung eine Dampfbremse eingebaut werden? (Also direkt auf der Ziegeldecke)
    2. Beim Einbringen der Zwischensparrendämmung muss diese ja auch mit einer Dampfsperre versehen werden. Der Anschlußpunkt am Fuß ist mir da nicht ganz klar. Auf die Fußpfette, oder drüberziehen bis zum (Ziegel-)Boden - also sogar noch unter die besagte Styropor-OSB Dämmung ?
    Ich hoffe ich hab alle Infos in meine Anfrage reingepackt damit jemand auch
    sinnvoll antworten kann. Danke schonmal, wenn sich ein Profi die Zeit nimmt sich meinem Problem'chen anzunehmen!
    vg
    PapaSchlumpf

  2. #2
    Moderator Avatar von Bauprofi
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    01.08.2008
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    828
    Hallo PapaSchlumpf,

    Sie schaffen sich da einen Zustand, der bauphysikalisch etwas kompliziert ist. Der Dachraum ist frostsicher, aber die Temperaturen können durchaus so niedrig werden, dass Luftfeuchtigkeit kondensieren kann. Der Dachraum ist durch den Einbau der Dämmung und der vorhandenen Konstruktion nicht belüftet und die Feuchtigkeit kann nicht austrocknen. Damit wäre eine Dampfsperre angesagt, die dann aber eigentlich unter die Ziegelmassivdecke gehört und nicht darauf. Die Dampfsperre unter der Zwischensparrendämmung ist auf jeden Fall wichtig.
    Bitte sprechen Sie Ihr Vorhaben mit Ihrem Architekten oder mit einem Fachmann durch, der in der Lage ist, eine bauphysikalische Berechnung für den geplanten Ausbau durchzuführen.
    Dieter Ehlers
    Dipl.-Ingenieur, Architekt
    www.bauemotion.de/forum

  3. #3
    Neuer Benutzer
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    Hallo Bauprofi,
    danke für die kurzfristige Einschätzung.
    Ich hab schon befürchtet, dass das nicht so einfach wird.
    Wir machen's gern immer etwas komplizierter...

    Da die Lüftungsanlage ja ohnehin auf dem Dachboden steht,
    würde es dann die Sachlage verbessern eine Belüftung herzustellen
    indem an zwei gegenüberliegenden Seiten je ein Zu- und ein Abluft-
    ventil angebracht wird? Ein niediger Volumenstrom sollte ja bereits
    ausreichen.
    Andererseits "versaue" ich mir damit den warmen Abluftstrom des Hauses mit ggf. kälterer Dachbodenluft im Winter..., was wiederum den Wirkungsgrad
    der Wärmerückgewinnung schädigt, oder?

    vg
    Papaschlumpf

  4. #4
    Moderator Avatar von Bauprofi
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    828
    Hallo PapaSchlumpf,

    eine mechanische Lüftung über eine "Hilfskonstruktion" herzustellen halte ich für keine gute Idee, zumal die Anlagen dafür nicht ausgelegt sind.
    Sie sollten, wie schon beschrieben, eine Berechnung machen lassen, zumal Sie eine absolut dichte Hülle für Ihre Lüftungsanlage benötigen.
    Dieter Ehlers
    Dipl.-Ingenieur, Architekt
    www.bauemotion.de/forum

  5. #5
    Neuer Benutzer
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    3
    Hallo Bauprofi,
    an wen sollte man sich bezüglich einer derartigen fachlichen
    Empfehlung wenden?


    Danke schonmal für Ihre Antwort.
    PapaSchlumpf

  6. #6
    Moderator Avatar von Bauprofi
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    828
    Hallo PapaSchlumpf,

    wie schon in meiner ersten Antwort beschrieben: Architekten oder Planer die sich mit Bauphysik beschäftigen und Ihre Bausituation beurteilen können.
    Dieter Ehlers
    Dipl.-Ingenieur, Architekt
    www.bauemotion.de/forum

  7. #7
    Neuer Benutzer
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    1
    Zitat Zitat von PapaSchlumpf Beitrag anzeigen
    Erstmal ein freundliches "Hallo"
    Habe dieses Forum erst kürzlich gefunden und muss doch gleich mal was fragen.

    Schön dass es hier so ein Forum gibt in dem scheinbar auch sachlich und
    freundlich miteinander umgegangen wird! Das ist nicht überall so.

    Zu meiner Frage:
    Wir bauen gerade, so ziemlich alles wird an Profis vergeben.
    Es ist ein Walmdachhaus mit zwei Vollgeschossen.

    Die energetische Gebäudehülle endet über der Decke des 2. OG.
    Diese ist eine Ziegelmassivdecke (mit Heizelementen zur beheizung der darunterliegenden Etage), bekommt dann
    im darüber befindlichen Walmdach-Dachboden eine dicke Dämmschicht durch
    so eine Art Styroporplatten mit OSB Platten drauf.

    Der gesamte Dachstuhl wird erstmal nicht gedämmt, das werde ich dann
    selbst in den nächsten Wochen übernehmen. (Darum geht ja meine Frage)

    Der Dachboden ist grundsätzlich unbeheizt, es soll dort jedoch eine KWL mit WRG platziert
    werden, wofür grundsätzlich frostsicherheit sicherzustellen ist.
    Das Dach hat eine Neigung von 41°, Flachsteine und ist hinterlüftet.
    Der Aufbau von innen nach Aussen sieht momentan so aus:
    Sparren->Bretterschalung->Braas Divoirgendwas Unterspannbahn->Lattungen->Dachsteine.

    In der Endausbaustufe möchte ich gerne den Dachboden mit Gipskartonwänden vollverkleiden und einen Pseudo-Wohnraum
    schaffen. Halb Lager- halb Rückzugs-/Bastelraum. Mit der akzeptieren
    Einschränkung entsprechender thermischer Schwankungen je nach
    Jahreszeit



    Jetzt zu meiner Frage des Aufbaus:
    1. Sollte zwischen der Decke des 2.OG und dieser Styropor-OSB Dämmung eine Dampfbremse eingebaut werden? (Also direkt auf der Ziegeldecke)
    2. Beim Einbringen der Zwischensparrendämmung muss diese ja auch mit einer Dampfsperre versehen werden. Der Anschlußpunkt am Fuß ist mir da nicht ganz klar. Auf die Fußpfette, oder drüberziehen bis zum (Ziegel-)Boden - also sogar noch unter die besagte Styropor-OSB Dämmung ?
    Ich hoffe ich hab alle Infos in meine Anfrage reingepackt damit jemand auch
    sinnvoll antworten kann. Danke schonmal, wenn sich ein Profi die Zeit nimmt sich meinem Problem'chen anzunehmen!
    vg
    PapaSchlumpf
    Vielen Dank für die Post.


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