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Thema: nasser Dämmfilz Isover

      
   
   
  1. #1
    Neuer Benutzer
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    nasser Dämmfilz Isover

    Hallo,

    durch sehr starken Regen ist der Klemmfilz
    von Isover völlig durchnäßt, da bis jetzt
    nur Folie auf dem Dach war.
    Muß er ausgetauscht werden ?
    Habe bedenken betr. Schimmelbildung.
    Unser Dachdeckermeister meint, der Filz
    würde wieder trocknen und es käme auch zu keiner
    Schimmelbildung!
    Vielen Dank für Ihre Antworten vorab.
    Gruß
    Bernd

  2. #2
    Moderator Avatar von Bauprofi
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    Hallo Basko,
    auf die Aussage des Dachdeckers sollten Sie sich so ganz ohne weiteres nicht verlassen. Folgendes gilt es zu bedenken: Handelt es sich um ein belüftetes Dach? Wo kann die Feuchtigkeit nach der erfolgten Dacheindeckung hin? Offensichtlich ist das Dachgeschoss bereits ausgebaut, sodass eine Trocknung nach innen kaum stattfinden kann.

    Grundsätzlich hängt aber die Austrocknungsdauer von den Wetterbedingungen ab und kann nicht pauschal quantifiziert werden. Soweit der massebezogene Feuchtegehalt der Dämmplatten 1,5 % nicht überschreitet, ist keine Verschlechterung der Dämmeigenschaften zu erwarten. Wenn also nur eine geringfügige Oberflächenfeuchte vorhanden und durch die Hinterlüftung ein rasches Austrocknen möglich ist, sollte keine dauerhafte Qualitätseinbuße für die Dämmung zu erwarten sein.

    Auf jeden Fall sollten Sie den Schaden dokumentieren und dem Dachdecker ihre Bedenken schriftlich mitteilen.

    Um ganz sicher zu gehen, können Sie einen neutralen Bausachverständigen die Situation vor Ort begutachten lassen.
    Dieter Ehlers
    Dipl.-Ingenieur, Architekt
    www.bauemotion.de/forum

  3. #3
    Fse
    Fse ist offline
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    Nasse Dämmung

    Hallo Basko,
    Das mit dem Dachverständigen ist eine gute Idee. Irgend jemand mit neutralem Sachverstand kann da sicher hilfreich sein.
    Nur, wenn die Meinung des von Ihnen beauftragten Sachverständigen, den Handwerker nicht interessiert, dann haben Sie zwar Geld ausgegeben, sind aber kaum einen einzigen Schritt weiter. So beginnen nicht selten die schönsten Bauprozesse. Diesen Hinweis gilt es zu beachten.
    Im Übrigen schreiben Sie ja von einem völlig durchnässten Filz. Was soll denn da wieder trocknen? Auch wichtig- Sie müssen sich keinesfalls auf ein Restrisiko an möglichem Schaden einlassen. Die Sicherung der Baustelle obliegt dem Handwerker. Das gilt selbstverständlich auch für Regen.
    Viel Erfolg.


    Zitat Zitat von Bauprofi Beitrag anzeigen
    Hallo Basko,
    auf die Aussage des Dachdeckers sollten Sie sich so ganz ohne weiteres nicht verlassen. Folgendes gilt es zu bedenken: Handelt es sich um ein belüftetes Dach? Wo kann die Feuchtigkeit nach der erfolgten Dacheindeckung hin? Offensichtlich ist das Dachgeschoss bereits ausgebaut, sodass eine Trocknung nach innen kaum stattfinden kann.

    Grundsätzlich hängt aber die Austrocknungsdauer von den Wetterbedingungen ab und kann nicht pauschal quantifiziert werden. Soweit der massebezogene Feuchtegehalt der Dämmplatten 1,5 % nicht überschreitet, ist keine Verschlechterung der Dämmeigenschaften zu erwarten. Wenn also nur eine geringfügige Oberflächenfeuchte vorhanden und durch die Hinterlüftung ein rasches Austrocknen möglich ist, sollte keine dauerhafte Qualitätseinbuße für die Dämmung zu erwarten sein.

    Auf jeden Fall sollten Sie den Schaden dokumentieren und dem Dachdecker ihre Bedenken schriftlich mitteilen.

    Um ganz sicher zu gehen, können Sie einen neutralen Bausachverständigen die Situation vor Ort begutachten lassen.
    Baufixx
    -bauen-wohnen-leben-
    bei iximmo.de

  4. #4
    Neuer Benutzer
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    1
    Hallo,
    Bei uns regnete es nach Installation einer Photovoltanikanlage plötzlich rein!
    Es wurde vergessen 2 Pfannen wieder zu schliessen.
    Das Wasser drang etwa in Deckenhöhe OG unter die Pfannen und trat im EG durch Rigipsdecke wieder aus.
    Der Versicherer der ausführenden Firma schickte einen Sachverständigen, der pickste 2x in die Decke meinte das wäre kaum noch feucht! Reicht wenn der Maler kommt!
    Die Dämmung in der Dachschrägen hat er sich gar nicht erst angeschaut, wäre auch kompliziert, da DG ausgebaut ist.
    Gibt es Methoden Feuchtigkeit in der Substanz festzustellen? Die Dachschräge ist von Innen nur mit Paneele verkleidet (Darunter natürlich noch die Folie)
    Bin am überlegen ob ich gleich zum Anwalt soll.
    Gruß
    Olaf Lassen
    Geändert von OlafLassen (04.09.2011 um 23:03 Uhr)

  5. #5
    Moderator Avatar von Bauprofi
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    Hallo Olaf, das klingt merkwürdig: Das "Sachverständige" hat sich nicht die unmittelbare Schadenstelle angeschaut? Wenn 2 Dachpfannen für einen Zeit fehlten wird sicher die Dämmung in der Dachschrägen feucht geworden sein. Das ist keine Bagatelle! Es ist schon klar, dass die Versicherung den Schaden möglichst kleinrechnen will. Natürlich gibt es Möglichkeiten, den Feuchtegehalt zu messen, dafür gibt`s Fachfirmen.

    Ich würde noch einmal mit der Versicherung der ausführenden Firma sprechen und den Sachverhalt schildern. Ratsam ist es auch, dies schriftlich zu tun und den Schaden und Ihre Bedenken der Firma und der Versicherung mitzuteilen. Fordern die Firma schriftlich mit Fristsetzung auf, die Feuchtigkeit von einer Fachfirma messen und protokollieren zu lassen. Sollte die Dämmung feucht sein, muss sie ausgetauscht oder getrocknet werden. Erst wenn sich die ausführende Firma vollkommen querstellt, würde ich einen Anwalt zu Rate ziehen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dieter Ehlers
    Dipl.-Ingenieur, Architekt
    www.bauemotion.de/forum

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