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Thema: Dach und oberste Geschossdecke dämmen

      
   
   
  1. #1
    Neuer Benutzer
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    Dach und oberste Geschossdecke dämmen

    Hallo zusammen

    Wir planen momentan gerade die Dämmung unseres Hauses, genauer gesagt der obersten Geschossdecke (Holzbalkendecke, 22 cm dick) sowie des Daches (Walmdach, 25°, Aussenmasse 12,50 x 10 m, soll nicht ausgebaut werden, sondern als Abstellraum dienen).

    Der Geschossdecken-Aufbau ist so geplant (von unten nach oben):
    + Verlegeplatte V100 P3 E1, 19 mm; Stösse verklebt mit SIGA Sicrall Klebeband (zusammen soll das als Dampfbremse dienen)
    + Dämmung zwischen den Balken mit Rockwool Klemmrock 035 220mm
    + als begehbarer Abschluss Holzbretter, Nut und Feder, 21mm (quasi als Fussboden des Dachgeschosses)

    Der Dachaufbau ist wie folgt geplant (von unten nach oben):
    + Holzbretter, Nut und Feder, 21mm
    + Dampfbremsfolie
    + Zwischensparrendämmung mit Rockwool, s. Geschossdecke
    + Unterspannbahn
    + Lattung
    + Ziegeln

    Geschossdecke und Dach dämmen ist doppelt gedämmt, ich weiss.
    Andererseits möchte ich den Wohnraum nach oben hin dämmen und keinen kalten Dachboden haben.
    Was uns aktuell beschäftigt, ist ein mögliches Feuchtigkeitsproblem im nach oben und unten gedämmten Dachboden.
    Ist mit solchen Problemen zu rechnen? Falls ja, was kann man dagegen tun?
    Danke für die Hilfe

  2. #2
    Moderator Avatar von Bauprofi
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    Hallo Joschi713,

    dieses Feuchteproblem kann tatsächlich auftreten, da evtl. Dampf durch ihre geplante Deckenkonstruktion diffundiert und sich als Tröpfchen an der Dampfsperre unter ihrer Holzverschalung an der Dachschräge niederschlagen wird.
    Das passiert, weil die kalte Luft im nicht geheizten Dachraum die Feuchtigkeit nicht binden kann.
    Die Feuchtigkeit kann dort schlecht wieder austrocknen, da durch die Dämmung und die Dampfsperre keine ausreichende Durchlüftung mehr gegeben ist.
    Darum sollten Sie entweder für eine dichte Dampfsperre unter der Decke zum Dachraum sorgen (ihre Konstruktion ist wahrscheinlich nicht dicht genug) und/oder für eine ausreichende Belüftung des Dachraumes sorgen.
    Letzte Sicherheit kann aber nur eine bauphysikalische Berechnung geben.
    Dieter Ehlers
    Dipl.-Ingenieur, Architekt
    www.bauemotion.de/forum

  3. #3
    Neuer Benutzer
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    Hallo Bauprofi

    Vielen Dank für die schnelle Antwort - auch wenn ich die so nicht unbedingt hören wollte
    Hm, d. h., entweder
    + wir dichten die Decke von unten her mit einer Dampfsperre ab (wahrscheinlich macht man das besser von unten, also zwischen Verlegeplatte und Balken bzw. Rockwool anstatt der Einfachheit halber von oben, bevor die Bretter drauf kommen) oder
    + wir entlüften das Dach.
    Ehrlich gesagt, gefällt mir beides nicht wirklich.

    Hauptsächlich dürfte das Problem ich den kalten Monaten auftreten, wenn der Temperaturunterschied zwischen geheiztem OG und unbeheiztem DG am grössten ist.
    Im Idealfall ist die Deckenkonstruktion dicht und die Feuchtigkeit kommt garnicht erst in den Dachboden. Mit anderen Worten: Je dichter unsere geplante Deckenkonstruktion, desto geringer das mögliche Feuchtigkeitsproblem im Dach.

    Wenn wir alternativ die Dampfbremsfolie im Dach weglassen, "verdampft" die Feutigkeit in die Zwischensparrendämmung des Dachs. Das schadet dann sicher auch mehr als es nützt, richtig?

  4. #4
    Moderator Avatar von Bauprofi
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    Hallo Joschi713,

    richtig, nur in den kalten Monaten und wie kalt die sein können, erleben wir gerade.
    Auch sonst sind Ihre Gedankengänge vollkommen richtig, die Dampfsperre muß immer auf der warmen Seite angebracht werden.
    Wenn Sie dann noch statt der Spanplatten unter der Decke Gipsplatten oder Gipsfaserplatten nehmen, haben Sie auch noch etwas mehr für den Feuchtehaushalt in den Räumen getan. Gipsplatten nehmen Feuchtigkeit auf und geben sie dosiert wieder ab.
    Dieter Ehlers
    Dipl.-Ingenieur, Architekt
    www.bauemotion.de/forum

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