Hallo, wir haben eine néue Küche bekommen und dadurch festgestellt dass unsere Aussenwand durch aufsteigende Feuchtigkeit nass ist. Wie weit muß man außen freilegen um es abzudichten?
Ist es sinnvoll im Winter trocknen zu lassen?
Hallo, wir haben eine néue Küche bekommen und dadurch festgestellt dass unsere Aussenwand durch aufsteigende Feuchtigkeit nass ist. Wie weit muß man außen freilegen um es abzudichten?
Ist es sinnvoll im Winter trocknen zu lassen?
Hallo Mahoflan,
es ist nicht sinnvoll, im Winter Wände freizulegen und trocknen zu lassen. Auch wenn das Wetter dieses Jahr dazu einlädt.
Sonst kann ich nicht viel zu ihrer Frage sagen, da einfach zu viele Angaben fehlen. Z.B. in welchem Geschoss befindet sich ihre Küche, ist Ihr Haus unterkellert, liegt ihr Haus an einem Hang, aus welchem Material bestehen die Außenwände, liegen Regenfallrohre an der Wand usw.??
Hallo nochmal. Also unsere Küche ist im Erdgeschoss und wir sin vollunterkellert. Der Keller selber ist aber nicht feucht. Keine Regenfallrohre.
Hallo Mahoflan,
dann scheidet wohl aufsteigende Feuchtigkeit aus. Sonst wäre auch im Keller Feuchtigkeit. Entweder ist die Wand durchfeuchtet, weil über einen längeren Zeitraum Spritzwasser hinter den Küchenmöbeln in die Wand eindringen konnte, weil eine Zu- oder Ableitung nicht ganz dicht war, oder weil sich Kondenswasser hinter den Küchenmöbeln gebildet hat und nicht austrocknen konnte. Das passiert, wenn die Außenwand nicht gedämmt ist und sich die Feuchtigkeit im Winter am kältesten Bauteil niederschlägt. Lassen Sie die Wand austrocknen, in dem Sie ordentlich heizen und lüften und beobachten Sie die Wand nach dem Einbau der neuen Küche.
Hallo Herr Ehlers,
ich habe noch eine Frage und auch genauere Info´s.
Zum einen ist nicht nur eine Wand in der Küche betroffen sondern die gesamte Außenwand,
die sich über die Küche und dem Wohnzimmer erstreckt.
Im Wohnzimmer stehen keine große Möbelteile vor der Wand und es befindet sich ein Kaminofen
in diesem Zimmer, der im Winter immer an ist. Auch hier ist die Wand nass.
Die Außenwand besteht aus Hohlkammersteine die von außen mit einem Strukturputz versehen ist.
Eine Dämmung ist nicht vorhanden.
Im Bereich der Pflastersteine ist bereits die Sockelfarbe/-putz abgeplatz und es kommt der normale rote Hohlkammerstein zum Vorschein.
Spritzwasser oder undichte Zu-/Abgänge können wir ausschließen.
Die Frage die sich mir noch stellt ist, kann auch im Wohnzimmer durch die Kältebrücke Niederschlag an der Wand entstehen, obwohl hier immer geheizt ist und was kann man dagegen machen?
(Die Feuchtigkeit ist im Wohnzimmer nicht durch die Tapete durch geschlagen)
Könnte es sein dass die Feuchtesperre von außen nicht hoch genug aufgetragen wurde?
Eine zusätzliche Dämmung des Sperranstrichs habe ich damals, bevor die Pflastersteine verlegt wurden,
nicht gesehen.
Danke für Ihre Hilfe.
Hallo Mahoflan,
so langsam wird es transparenter, aber leider nicht einfacher. Die Ursachen für die Feuchtigkeit kann mehrere Gründe haben: 1. Die Feuchtesperre ist, wie Sie richtig schreiben, nicht hoch genug gezogen worden. Durch das Spritzwasser, dass sich durch die Pflasterung direkt an der Außenwand bildet, wird die Wand durchfeuchtet. Dafür sprechen die Abplatzungen am Sockel. 2. Wenn jetzt noch die Horizontalsperre im Mauerwerk fehlt, dann zieht die Feuchtigkeit auch nach oben. Wenn sich die Durchfeuchtungen nur in dem Bereich befinden, an dem das Pflaster bis an die Außenwand herangeführt wurde ist das evtl. der Grund für die Feuchtigkeit.
3. Eine weitere Möglichkeit wären Feuchteschäden durch den Außenputz, der evtl. zu dicht ist und für einen Feuchtestau in der Wand sorgt, weil der Taupunkt in der Wand sitzt. Dann müßten aber auch andere Wände betroffen sein.
Ich hoffe, Ihnen mit diesen Denkanstössen geholfen zu haben, eine letztendliche Klärung und einen Lösungsvorschlag kann jetzt aber nur ein Fachmann vor Ort herbeiführen.
Hallo Herr Ehlers,
vielen lieben Dank für Ihre Hilfe.
Ein schönes Wochendewünsche ich Ihnen.
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