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Thema: Neubau 2010 - Dampfsperre oder Dampsbremse zwischen DG und Spitzboden?

      
   
   
  1. #1
    moK
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    Neubau 2010 - Dampfsperre oder Dampsbremse zwischen DG und Spitzboden?

    Hallo zusammen,

    ich bin heute auf euer Forum gestoßen und denke hier bin ich richtig für meine Frage(n)...

    Ich bin gerade dabei ein Haus zu bauen. Besser gesagt lasse ich es von einem Bauträger bauen. Nun ist es soweit das meine Eigenleistung erbringen kann.

    Ich hatte mich bezüglich der Dämmung auf dem Spitzboden überall informiert (Baumarkt, andere Bauherren, Bauleiter, Google) jedoch sagt jeder was anderes. Ich habe heute rausgefunden das viele Faktoren dort eine wichtige Rolle spielen was man genau machen muss.


    Also erstmal zu meinem Fall, der Dachboden ist keinerlei ausgebaut, zurzeit befindet sich dort Dämmwolle zwischen den Sparren darunter eine Folie dann eine Unterlattung und dann Rigipsplatten. Der Aufbau war jetzt von oben nach unten.

    In den Bildern sieht man den Verlauf ganz gut.

    Mein Ziel ist es jetzt den Spitzboden begehbar zu machen, ich habe auch schon unterlattung und 18mm OSB Platten auf dem Spitzboden liegen. jedoch ist meine Frage jetzt: MUSS ich eine Dampsperre, Dampfbremse, oder gar nichts zwischen unterlattung und Sparren verlegen?

    Ich weiß das ist ein oft besprochenes Thema in sämtlichen Foren, jedoch fallen oft Wörter da bin ich mir nicht sicher ob das bei mir auch so ist. Man spricht ja irgendwie von unbeheizt aber belüftet und verschiedene andere kombinationen über das Klima im Spitzboden.

    Der Raum oben soll erstmal nur als Lagerung für Kartons dienen. Ohne Dämmung an den Seitenwänden (diese schwarze Plane zieht sich über das ganze Dach falls das jetzt wichtig wäre zu erwähnen)

    Jedoch in ca. 1 - 2 Jahren möchte ich das zu einen kleinen Wohnraum machen (übrigens, oben sind keine Fenster, jedoch will ich vllt. ein Dachflächenfenster dann nachrüsten)

    Ich möchte dann aber nicht die OSB Platten wieder abmontieren weil ich dann irgendeine Folie nachrüsten oder wegmachen muss, versteht ihr?

    Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen. Sorry erstmal für den laaaaaangen Text.

    Gruß moK
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  2. #2
    Moderator Avatar von Bauprofi
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    Hallo mok,

    wenn ich Ihre Fotos richtig deute, dann ist bereits eine Folie, die als Dampfsperre oder Dampfbremse wirkt, unter den Gipsplatten des Obergeschosses eingebaut worden.
    Sie brauchen also, wie anscheinend schon geschehen, nur die Platten auf die Deckenbalken (die Sparren tragen die Dachbekleidung) des Obergeschosses zu verlegen.
    Die schwarze Folie auf den Sparren ist eine Unterspannbahn, die verhindert dass Flugschnee oder auch mal etwas Wasser in den Dachraum gelangt.
    Bei einem späteren Ausbau des Spitzbodens wird der Holhraum zwischen den Sparren gedämmt, dann folgt eine Dampfsperre und die Bekleidung der Dachschräge.
    Dieter Ehlers
    Dipl.-Ingenieur, Architekt
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  3. #3
    moK
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    Hallo Bauprofi, danke für deine Antwort. So wie du es sagst klingt es für mich logisch. Ich hatte mein Bauleiter nochmals darauf angesprochen und er meinte wieder, wenn man das Fachmännisch machen will dann muss da eine Dampfsperre hin. Ich habe Ihn am telefon gesprochen und er hatte seine Freisprechanlage an und ich kaum ein wort verstanden er meinte wohl sonst würde Feuchtigkeit sich dort lagern und die OSB Platten kaputt machen. Kann auch sein das ich das falsch verstanden habe.

    Ich habe nochmal ein Bild gemacht wie er das meint. Ich hoffe du kannst nochmal drüber gucken und vielleicht weißt du auch warum er mir das empfiehlt? (Ausschliessen sollte man das er mir irgendwas andrehen will da ich das eh in Eigenleistung mache)

    Gruß moK
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  4. #4
    Moderator Avatar von Bauprofi
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    Hallo mok,

    in Ihrer Zeichnung zeigen Sie eindeutig, dass bereits eine Dampfsperre (blau), an der richtigen Stelle, eingebaut wurde.
    Damit brauchen Sie unter die OSB-Platte keine zweite (rot) legen.
    Dieter Ehlers
    Dipl.-Ingenieur, Architekt
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  5. #5
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    Hallo an das Forum.
    Ich bin neu hier, habe mich etwas eingelesen und hoffe, dass mir vielleicht einer der Profis hier einen Rat geben kann. Vorweg muss ich sagen, ich bin blutiger Laie!!
    Wir lassen gerade ein Einfamilienhaus bauen und nun habe ich eine ähnlich gelagerte Frage wie hier im Thread schon besprochen wurde.
    Unsere Decke zwischen DG und Spitzboden ist analog aufgebaut wie die von moK. 220 mm Dämmung (Klemmfilz WL 035) zwischen den Sparren und Zangen, Dampfbremsfolie, Sparschalung und 12,5 mm Rigips-Bauplatten an allen Decken, Schrägen und am Drempel.
    Der Spitzboden bekommt einen Belag aus 20 mm OSB-Platten. Er ist als reiner Lagerraum geplant und wird aller Wahrscheinlichkeit nie ausgebaut. Aus diesem Grunde ist auch zurzeit keine weitere Dämmung des Spitzbodens geplant.
    Jetzt sagte uns ein Freund der ähnlich gebaut hat, dass er seinen Spitzboden nachträglich gedämmt hat, da seine Pappkartons, die er oben lagerte, alle nach kurzer Zeit durchfeuchtet waren.
    Meine Frage nun: Erscheint es sinnvoll, den Spitzboden ebenfalls dämmen zu lassen (Angebot hierüber knapp 2800,- Euro), oder kann man sich dieses sparen. Ich habe hier gelesen, dass dann der Spitzboden gut (am besten wohl quer-) durchlüftet sein sollte. Nun haben wir allerdings oben keinerlei Fenster vorgesehen. Reicht denn für solch eine Durchlüftung die "offene Struktur des Daches" an sich? Unter den Dachziegeln sitzt ja eine Unterspannfolie „Delta Maxx Plus“. Wird diese dann eine Durchlüftung verhindern?
    Ich bin wirklich sehr unschlüssig und würde mich über Anregungen und Rat freuen.
    Vielen Dank schon einmal im Voraus.

    Silas

  6. #6
    Moderator Avatar von Bauprofi
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    Hallo silas,

    die Dämmung des Spitzbodens ist überflüssig, wenn er nicht ausgebaut werden soll. Wenn die Dampfsperre richtig ausgeführt wurde und keine Feuchtigkeit aus den Wohnräumen in den Dachraum diffundiert, die sich an der Unterspannbahn sammeln und abtropfen würde, dann kann Feuchtigkeit nur noch von Außen kommen.
    Ob die Durchlüftung Ihres Dachraumes ausreicht, kann ich nicht beurteilen, es müßte aber schon ein Lüftungsfirst oder Lüftungsteine vorhanden sein, damit etwas Luft zirkulieren kann. Die Unterspannbahnen sind meist diffusionsoffen, sodaß eingedrungene Feuchtigkeit auch wieder raus kann.
    Dieter Ehlers
    Dipl.-Ingenieur, Architekt
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  7. #7
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    Moin Bauprofi,
    vielen Dank für die schnelle Antwort. Wir denken auch, dass wir es erst einmal ohne Dämmung im Spitzboden versuchen und uns das eine kalte Saison anschauen werden. Ggfs. kann man dann ja immer noch in Eigenregie diese Dämmung durchführen.
    Den Lüftungsfirst bzw. die Lüftungssteine habe ich angefragt, mal schauen, ob so etwas geplant ist, ansonsten werden wir dahingehend etwas einbringen lassen. Wie viel darf denn so etwas ungefähr an Mehrkosten aufwerfen? Ich denke, es wird auf jeden Fall wesentlich günstiger werden als eine Dämmung des gesamten Spitzbodens?

    Vielen Dank noch einmal und viele Grüße ins Forum

    Silas

  8. #8
    Moderator Avatar von Bauprofi
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    Hallo silas,

    eine Belüftung brauchen Sie auf jeden Fall. Bei einer Dämmung ist sie noch wichtiger, als ohne.
    Zu den Kosten kann ich nichts sagen, ich könnte mir aber vorstellen, dass diese Leistungen schon bei den Dachdeckungsarbeiten enthalten ist. Schauen Sie doch mal in Ihre Baubeschreibung, evtl. ist das dort beschrieben.
    Dieter Ehlers
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  9. #9
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    Ich klinke mich hier gerne mal mit ein paar Fragen ein.

    Wir sind ebenfalls dabei unser Dach neu zu dämmen, da die Isolation unzureichend und veraltet ist/war.

    Der Vorbesitzer des Hauses hat die Decke zwischen Dachgeschoss und Spitzboden zwar gedämmt, aber keine Dampfbremse eingebaut - folglich: Durchfeuchtung der Glaswolle und der Rigipsplatten.
    Da auch der Boden des Spitzbodens raus musste, blicken wir nun auf kahle Querbalken und haben eigentlich folgenden Plan bei unserem Satteldach:
    Vom First bis zum Drempel mit 200mm Steinwolle zwischen den Balken dämmen
    Dampfbremse (oder doch Dampfsperre??) darüber.
    Darauf die Lattung für Rigipsplatten als Abschluss.
    Dielenbretter auf den Querbalken als Grundlage des Spitzboden-Bodens.
    USB-Platten unter die Querbalken als Abschluss des Dachgeschosses zum Spitzboden (auch: Aufnahme der Decken-Elektroinstallationen)
    Querlattung und Rigipsplatten als Decke.
    Belüftung des Spitzbodens über ein Lüftungsgitter an der Spitzbodenleiter (Ausreichend??, Lüftungsgitter wäre ca. 10x60cm)

    Wir haben im Spitzboden ein Fenster (40x50cm), Raumvolumen ca. 50m³.

    Gibt es hierbei Bedenken oder Verbesserungsvorschläge? Reichen die Belüftungsmaßnahmen? Dampfbremse oder Sperre?

    Falls es noch wichtig ist: Die Dachpfannen, Lattung und Unterspannbahn sollen in ca. 2 Jahren auch getauscht werden - momentan sind es nicht miteinander verklebte, überlappende Teerbahnen.

  10. #10
    Moderator Avatar von Bauprofi
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    Hallo Grimm,

    das hört sich alles nicht so gut an, aber der Reihe nach: Wenn Sie den Spitzboden nicht zum Wohnen nutzen wollen, sollten Sie ihn auch nicht dämmen. Die vorgesehene Belüftung reicht nicht aus, die vorhandene Lüftung im Spitzboden wird durch die Teerpappe erheblich eingeschränkt und dürfte ebenfalls gegen Null gehen. Damit macht eine Dämmung nur zwischen den Deckenbalken des Spitzbodens und der Sparren Sinn. Dann wird eine Dampfsperre eingebaut, die ein erneutes Durchfeuchten der Dämmung verhindert. Dann folgt die von Ihnen geplante Decken- und Dachschrägenkonstruktion. (Achten Sie auf die Statik)
    Der Spitzboden sollte irgendwie von Außen belüftet werden.
    In zwei Jahren können Sie dann die Dämmung evtl. noch erweitern und eine vernünftige Lüftung im Spitzboden über einen Lüfterfirst oder Lüftersteine vorsehen, sowie eine diffusionsoffene Unterspanbahn einbauen.
    Da noch viele Fragen offen bleiben, sollten Sie vieleicht auch noch einen Fachmann vor Ort befragen der sich die Situation einmal anschaut und Vorschläge macht. Das ist gut angelegtes Geld.
    Dieter Ehlers
    Dipl.-Ingenieur, Architekt
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