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Thema: Durchlüftetes Flachdach mit Mäusen und Undichtigkeiten

      
   
   
  1. #1
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    Durchlüftetes Flachdach mit Mäusen und Undichtigkeiten

    Guten Tag zusammen,

    ich besitze ein Haus mit Flachdach (Bj. 1980) und durchlüfteter Decke (Kaltdach), in der sich inzwischen Mäuse tummeln und ihre Exkremente aus den Rolladenkästen nach außen absetzen, wodurch dies an den Rolläden außen herunter läuft und stinkt usw.

    Das Dach ist außen nur mit Holz und Bitumenbahnen versehen und inzwischen undicht und muss saniert werden. Durch die Undichtigkeit riecht es inzwischen nicht nur nach Mäusen, sondern bei Wind auch nach feuchtem Holz, dieser drückt die Luft dann durch die Innendämmung (Aluheftrandmatten) und die Holzinnendecke u. an manchen Tagen tropft Wasser durch die Decke ins Wohnzimmer.

    Die Sanierung werde/muss ich aus Kostengründen selbst machen (armer Arbeitnehmer, dem der Teuro stark zusetzt ), bin aber handwerklich durchaus begabt.

    Um alles (Undichtigkeit, Mäuse u. Dämmung) in einem Rutsch zu erledigen, bieten sich 3 Möglichkeiten an, ich kenne aber leider die Nachteile der jeweiligen Arten nicht.
    Vielleicht können Sie mir hier helfen.

    1. Durchlüftetes Dach bleibt erhalten
    Außen:
    Lochgitter anbringen, um einen erneuten Mäusebefall zu verhindern, neue Bitumenbahnen aufschweißen und eine neue Dachumrandung erstellen.

    Innen:
    Im Prinzip so lassen, evtl. neue Innendecken erstellen, dort wo das Holz nass geworden ist.

    2.
    Außen:
    wie zuvor

    Innen:
    Alles runterreißen u. aus dem durchlüfteten Dach ein nicht durchlüftetes Dach erstellen, indem die Lücken zwischen den Sparren mit 12 cm Polystyrol ausgefüllt und anschließend verkleidet werden. An den Außenwänden würde ich dann eine Abdichtung herstellen, so dass die Durchlüftung komplett entfällt.

    - Muss dann hier zwingend eine Dampfsperre aufgebracht werden?
    - Weist ein durchlüftetes Dach (Kaltdach) eine bessere Isolierung auf, als die vorgesehenen 12 cm Polystyrol?
    - Ist die Dämmung evtl. außen sinnvoller, also Polystyrol außen auf die alten Bitumenbahnen und dann darauf neue aufschweißen?

    Vielen Dank bereits jetzt für Hilfe und Unterstützung.

    Mit freundlichen Grüßen
    mussguenstigsein

  2. #2
    Moderator Avatar von Bauprofi
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    Hallo mussguenstigsein,

    (netter nickname) Zu 1. Im Zuge der Diskussion über Wärmedämmung würde ich diese Lösung verwerfen. Die meiste Wärme geht über Dachflächen verloren und darum ist es unbedingt erforderlich hier nachzubessern.
    2. diese Lösung klingt besser, zudem ein Teil der Decke sowieso abgängig sein wird, weil sie durchfeuchtet ist. Sie sollten soviel Dämmung einbauen wie möglich (20 cm mindestens, evtl. eine Lattung von innen unter den Sparren anbringen) Eine Dampfsperre unter der Dämmung ist dabei zwingend erforderlich. Sie können auch den Hohlraum zur Durchlüftung mit Dämmung füllen und auf die vorhandene Bitumenbahn eine weitere Dämmung aufbringen.

    Grundsätzlich haben hinterlüftete Flachdächer aber einige Vorteile gegenüber nicht hinterlüfteten. Dazu zählt die gute Ableitung von Wärme im Sommer und Wasserdampf kann entweichen, darum ist eine Dampfsperre nicht unbedingt nötig. Der Anteil von Kaltdächern ist allerdings heute sehr gering da es immer wieder zu den von Ihnen beschriebenen Problemen kommt und die Ausführung teurer ist. Es weist keine bessere Wärmedämmung, bei gleicher Dämmstoffdicke, als ein nicht hinterlüftetes Flachdach auf.

    Wenn Sie diese Konstruktion erhalten wollen, müssten Sie allerdings die gesamte Dachabdichtung samt Schalung entfernen, die Sparren aufdoppeln, die Dämmung enbauen, die Schalung und eine neue Abdichtung aufbringen.
    Dieter Ehlers
    Dipl.-Ingenieur, Architekt
    www.bauemotion.de/forum

  3. #3
    Neuer Benutzer
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    Hallo Herr Ehlers,

    vielen Dank für die schnelle Antwort.

    Ich glaube, ich werde die Durchlüftung der Decke beenden und die gesamten Sparrenzwischenräume mit Polystyrol dämmen und hätte dazu noch 2 kurze Fragen:

    1. Kann ich statt einer Dampfsperrenfolie auch lackierte OSB-Platten verwenden und vollflächig an die Sparren schrauben? Zum einen ist die Anbringung und Verklebung einer Dampfsperrenfolie über Kopf sehr schwierig (insbesonders für 1 Person, leider muss ich auch dies alleine vollbringen), zum anderen würden die Platten das anschließende Anbringen der Deckenbretter erleichtern.
    Ich habe schon einmal gelesen, dass solche Platten ebenfalls so gut wie Wasserdampfundurchlässig seien.

    2. Die Holzbalken (Sparren) und die (nach der Entfernung der Innendecke) von unten sichbaren Bretter der Außendecke (auf welche die Bitumenbahnen aufgeschweißt sind) riechen stark und unangenem nach feuchten Holz bzw. muffig und nach dem Mäusebefall, sind aber z.Z. nicht feucht.
    Gibt es ein Mittel, mit dem ich die Sparren und Bretter einsprühen kann, damit diese quasi versiegelt werden bzw. nicht mehr riechen?

    Vielen Dank im voraus.

    Viele Grüße
    mussguenstigsein

  4. #4
    Moderator Avatar von Bauprofi
    Registriert seit
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    830
    Hallo mussguenstigsein,

    das klingt doch noch nach vorhandener Restfeuchte und evtl. sogar nach Schwammbildung. Ich kann Ihnen nur empfehlen einen Fachmann für Holz (Zimmermeister) einzuschalten, damit ausgeschlossen werden kann, dass sich ein Hausschwamm gebildet hat.
    Auf jeden Fall muß die Dachkonstruktion komplett austrocknen bevor sie weitere Massnahmen ergreifen. Trockenes Holz riecht nähmlich in der Regel nicht und ich kenne kein Mittel, dass Holzgeruch unterbindet.
    Zur Dampfsperre: Mit den von Ihnen beschrieben Platten wird das evtl. funktionieren, wenn die Stösse verklebt werden und der Randabschluss versiegelt wird. Es sollten sich aber keine Räume unter dem Dach befinden, in denen extrem Feuchtigkeit anfällt.
    Dieter Ehlers
    Dipl.-Ingenieur, Architekt
    www.bauemotion.de/forum

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