Ideen und Lösungen für Ihr Zuhause

 

Ein Bauherrenservice von Heinze

+ Antworten
Ergebnis 1 bis 8 von 8
  1. #1
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    24.08.2009
    Beiträge
    3

    nochmals "Heizkörpernische dämmen"

    Haus Baujahr 1964, gebaut mit 30-er Ziegeln, im Bereich der Heizkörper 15-er (?) Ziegel, Rippenheizkörper, Heizkörpernischentiefe 15 cm.

    Ich möchte die Nischen von innen dämmen - maxmial ganz schließen, aber lieber aus äesthetischen Gründen weniger . Ich möchte die Wärmeverluste nach außen verhindern, die Abstrahlung nach innen optimieren und dennoch nicht zu viel Raum nach innen verlieren.
    Die neuen Flachheizkörper, die ich verwenden möchte, sind 8 cm dick.
    1. Wie verlängere ich die Anschlussrohre? Gibt es verschraubbare Zwischenstücke? Woher kriege ich die?
    2. Wie dick müsste ich die Dämmung mindestens machen, damit sie effektiv ist? Vorallem - wie müsste sie aufgebaut sein (bitte von der Außenwand nach innen zum Heizkörper hin beschreiben). Ich hätte gern eine Lösung ohne Dampfsperre? Welche Materialien (Hersteller?) müsste ich verwenden?
    3. Wie gestalte ich den Unter-/Hintergrund, dort wo die Heizkörper befestigt werden sollen? Könnte ich hier Ytong-Steine benutzen?

  2. #2
    Moderator Avatar von Bauprofi
    Registriert seit
    01.08.2008
    Beiträge
    1.567
    Hallo nonsolosedetiam,

    Zu 1: Das Verlängern der Anschlussrohre sollten Sie von einem Fachmann vornehmen lassen. Hier gibt es unterschiedliche Systeme, je nach vorhandenem Rohrwerkstoff. Außerdem muss die Heizungsanlage entleert, die neuen Verbindungen abgedrückt und die Anlage wieder befüllt werden.

    Zu 2: Aus bauphysikalischen Gründen wäre es sinnvoll, wenn Sie eine homogene Fläche bezüglich des Wärmedurchganges erreichen. Das bedeutet, die Nischen sollten mindestens den gleichen Wärmedurchlasswiderstand wie die Wände haben. Aus diesem Grund ist es am einfachsten die Nischen auszumauern (z.B. Leichtbetonsteine). Dann haben Sie auch gleichzeitig eine hinreichend tragfähige Konstruktion für die Heizkörperbefestigung. Eine Dampfsperre wäre bei dieser homogenen Wandkonstruktion nicht erforderlich.
    Dieter Ehlers
    Dipl.-Ingenieur, Architekt
    www.bauemotion.de/forum

  3. #3
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    24.08.2009
    Beiträge
    3
    Sehr geehrter Herr Ehlers ,
    danke für Ihre Antwort.
    1. Handelt es sich bei Ytong-Steinen um die von Ihnen genannten "Leichtbetonsteine"? Oder können Sie mir besser wärmedämmende feste Materialien nennen, an die ich den Heizkörper montieren kann? Was denken Sie über Poroton?
    2. Was wäre von der Einbringung einer dünnen (30-40 mmm) Dämmschicht aus puren FAL (Wärmeleitfähigkeitsstufe 024) Dämmstoff PUR/PIR (Polyrethan) Hartschaum auf das bisherige Mauerwerk zu halten, welches dann dann zur Innenseite hin mit Leichtbetonsteinen (Ytong?) in der notwendigen Stärke "übermauert" würde.
    Mit freundlichen Grüßen
    nonsolosedetiam

  4. #4
    Moderator Avatar von Bauprofi
    Registriert seit
    01.08.2008
    Beiträge
    1.567
    Es gibt verschieden Arten von Leichtbetonsteinen, eine davon sind die Porenbetonsteine. Ihre Wärmeleitung ist so gering, dass eine zusätzliche Dämmung nicht unbedingt erforderlich ist. Hersteller sind u.a. Hebel, H+H Celcon, Ytong, Greisel, Porit, Hansa-Domapor. Die Steine sind für Befestigungen ausreichend gut geeignet. Außerdem sollten Sie die einzumauernden Porenbeton-Steine in die vorhandene Wand mit einigen Stahlankern verankern.
    Aus meiner Sicht macht es keinen Sinn, mit einer zusätzlichen PU/PIR-Dämmplatte zwischen Außenwand und Porenbetonsteinen zu arbeiten. Sie haben davon keinen Vorteil, weil die Konvektionswärme des Heizkörpers nach oben steigt, sich im Raum verteilt und über die gesamte Außenwand und über die Fenster abgeht.
    Dieter Ehlers
    Dipl.-Ingenieur, Architekt
    www.bauemotion.de/forum

  5. #5
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    22.10.2009
    Beiträge
    2

    Verbindung der Ytongsteine mit dem Mauerwerk

    Hallo,

    vielen Dank, nach solchen Erklärungen suche ich schon länger. Eine Frage hätte ich dazu aber noch:
    Was für Stahlanker verwendet man zur Verbindung der Ytongsteine mit dem Mauerwerk (bei mir ist es Bimsstein)?

    Vielen Dank

    Der Selbstversucher

  6. #6
    Moderator Avatar von Bauprofi
    Registriert seit
    01.08.2008
    Beiträge
    1.567
    Hallo Selbstversucher,

    mit meiner Empfehlung für Stahlanker bin ich etwas über das Ziel hinausgeschossen, denn evtl. entstehen durch die Stahlanker Wärmebrücken, die wir in diesem Fall auf keinen Fall haben wollen.
    Wenn das neue Mauerwerk in der Nische eine Dicke über 10 cm hat, sind wahrscheinlich keine Anker notwendig. Dazu sollte aber ein fester Verbund mit den Laibungen in der Nische vorhanden sein (Mörtelfuge) und es sollten keine besonders schwergewichtigen Heizkörper an das Mauerwerk gehängt werden.
    Dieter Ehlers
    Dipl.-Ingenieur, Architekt
    www.bauemotion.de/forum

  7. #7
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    22.10.2009
    Beiträge
    2
    Hallo Herr Ehlers,

    vielen Dank für die schnelle Antwort.

    Der Selbstversucher

  8. #8
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    06.02.2013
    Beiträge
    1
    Habe auch eine Frage dazu, soll man den schwimmenden Estrich in der Nische entfernen bevor zugemauert wird.
    Sol das Rigips Styropor entfernt werden.

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 08.08.2011, 15:03
  2. 1/2"-Gewinde in PE-HD-Leitung
    Von Löffler_FBW im Forum Sanitär
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 31.03.2009, 08:22

Stichworte

Lesezeichen

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Ja
  • Themen beantworten: Ja
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •