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Ein Bauherrenservice von Heinze

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  1. #1
    Moderator
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    Dämmung obere Geschossdecke

    Ich möchte die obere Geschoßdecke dämmen.

    Der Dachstuhl ist ohne Dämmung und durch Luftlöcher in den Giebeln belüftet.

    Die Decke besteht aus Betonträgern in denen Hohlblocksteine liegen. Auf der oberen Decke ist Estrich o.ä. aufgebracht.

    Da die Raumhöhe nur ca. 1,9m ist kann man den Speicher nur als Abstellraum verwenden.

    Ich dachte daran den Boden zu dämmen, da eine Sparrendämmung nur mit sehr viel Aufwand zu realisieren ist.

    Meine Vorstellung geht nun in Richtung. Holzbalken in der Breite der Dämmrollen auslegen(14cm). Dämmung ausrollen und mit OSB begehbar machen.

    Wie sehr wirken sich die Kältebrücken die durch die Balken entstehen aus?

    Gibt es noch andere preisgünstige Möglichkeiten der Dämmung?

  2. #2
    Moderator Avatar von Bauprofi
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    Hallo BauPaul,
    die vorgeschlagene Konstruktion zu Geschossdeckendämmung ist im Prinzip nicht schlecht .

    Dazu zunächst ein allgemeiner Hinweis: Die oberste Geschossdecke zu dämmen ist immer gut, wobei die so genannte Nachrüst-Verpflichtung bei Wohngebäuden bis zu zwei Wohnungen, in denen mindestens eine Wohnung seit dem Inkrafttreten der EnEV (1. Februar 2002) vom Eigentümer selbst bewohnt wird, nicht besteht. Hier muss nur bei Eigentümerwechsel nachträglich gedämmt werden, dazu bleiben zwei Jahre Zeit.
    Aus energetischen Gesichtspunkten sollte eine Dämmung der obersten Geschossdecke aber wie gesagt, in jedem Fall sofort durchgeführt werden!

    Nun zur vorgeschlagenen Konstruktion: In jedem Fall so machbar, die Holzbalken stellen keine „Kältebrücken“ dar (in der Bauphysik spricht man eher von Wärmebrücken, denn Kälte kommt nicht herein, sondern Wärme fließt ab ).
    Die Zwischenräume können auch mit Naturdämmstoffen, -Schüttung, Einblasen von Zellulose o.ä. verfüllt werden.
    Als begehbare Schicht würde ich von OSB-Platten absehen, da diese relativ dampfduffusionsdicht sind. Das kann zu Schimmelpilzbildung unterhalb der Platten führen.
    Ich würde daher eher Verlegespanplatten ohne weitere Beläge (PVC o.ä.) wählen.

    Eine andere Möglichkeit: lückenloses Auflegen von druckfesteren Dämmstoffen in einer Dicke von mindestens 12 cm, wie z.B. Polyurethan- oder Styropordämmplatten. Dabei kreuzweises Verlegen von jeweils zwei Dämmstoffplatten ab 6 cm ist zweckmäßig; Spanplatten oder Gipsfaserplatten bilden den oberen, begehbaren Abschluss; keine Folien, keine Beläge! Ist die Decke nicht eben, vor dem Auflegen der Platten eine Ausgleichsschüttung aufbringen.

    Eine weitere Möglichkeit: Die Steinwolle-Dämmplatte Topdec Loft der Firma Isover.
    Das Besondere an den neuen Steinwolle-Dämmplatten Isover Topdec Loft ist ihr Zweischicht-Charakter. Das hat mehrere Vorteile: Zum einen liefert die untere Seite der Dämmplatte die gute Wärmedämmung, zum anderen sichert die verdichtete Deckschicht die problemlose Begehbarkeit während der Verlegung des Gehbelages. Weiterhin macht die druckfeste, selbsttragende Dämmplatte die normalerweise notwendige Holzunterkonstruktion für den Gehbelag überflüssig. Diesen kann der Bauherr oder der Verarbeiter frei wählen – was einen deutlichen Kostenvorteil gegenüber handelsüblichen Verbundelementen aus Dämmung und Belag ergeben kann.
    Dieter Ehlers
    Dipl.-Ingenieur, Architekt
    www.bauemotion.de/forum

  3. #3
    Neuer Benutzer
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    Eine weitere Möglichkeit: Die Steinwolle-Dämmplatte Topdec Loft der Firma Isover.
    Das Besondere an den neuen Steinwolle-Dämmplatten Isover Topdec Loft ist ihr Zweischicht-Charakter. Das hat mehrere Vorteile: Zum einen liefert die untere Seite der Dämmplatte die gute Wärmedämmung, zum anderen sichert die verdichtete Deckschicht die problemlose Begehbarkeit während der Verlegung des Gehbelages. Weiterhin macht die druckfeste, selbsttragende Dämmplatte die normalerweise notwendige Holzunterkonstruktion für den Gehbelag überflüssig. Diesen kann der Bauherr oder der Verarbeiter frei wählen – was einen deutlichen Kostenvorteil gegenüber handelsüblichen Verbundelementen aus Dämmung und Belag ergeben kann.[/quote]


    Hallo zu diesen Isotec Platten hätte ich folgende Fragen

    Unser Dachgeschossboden ist mit begehbaren Brettern/Spanplatten ausgestattet(die es in jedem Fall erlaubt das eine 110 kg schwere Person ohne Mucken darauf herumlaufen kann ohne einzubrechen).

    Brauche ich für bei Nutzung dieser Platten eine Dampfsperre in einem unbeheizten Dachgeschoss ?

    Was passiert wenn ich mich nachträglich dazu entschliess das Dachgeschoss auszubauen bzw. das Dach zu dämmen ?

    Wäre dann die Obergeschossdämmung von Nachteil ?

    Wie werden diese Platten angebracht ? Aufgeklebt ? Aufgeschraubt ?

    Und das Holz ist in der Mitte etwas uneben verklopft worden.
    Wie gleicht man so etwas geschickt aus ? Ausgleichsmasse ?

    mfg

  4. #4
    Moderator Avatar von Bauprofi
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    Hallo craftuar,

    Isotec Platten? Sie meinen sicher die Topdec Platten von Isover zu denen weitere Informationen unter der folgenden URL zu finden sind: http://www.isover.de/Portaldata/1/Resources/produkte/topdec/technische_datenblaetter/td_topdec_loft.pdf
    Hier findet man auch Hinweise zur Verlegung der Platten und auf den folgenden Bodenaufbau.

    Für die Verlegung empfiehlt es sich aber auf jeden Fall eine Dampfsperre auf den vorhandenen Boden aus Spanplatten zu legen, damit die Dämmung trocken bleibt. Die Bodenunebenheiten sollten mit einer Spachtelmasse, die sich auch für Spanplattenbeläge eignet, ausgeglichen werden.
    Wenn später das Dachgeschoss ausgebaut werden soll, sind die Topdec Platten kein Nachteil, sie haben auch eine gute Dämmwirkung gegen Trittschall.
    Wenn allerdings schon die Planung für einen Ausbau des Dachgeschosses läuft sollte man mehr Wert auf die Dämmung des Daches legen, dann wäre die Dämmung des Bodens eine doppelte Maßnahme mit höheren Kosten.
    Dieter Ehlers
    Dipl.-Ingenieur, Architekt
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  5. #5
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    Zitat Zitat von Bauprofi Beitrag anzeigen
    Hallo craftuar,

    Isotec Platten? Sie meinen sicher die Topdec Platten von Isover zu denen weitere Informationen unter der folgenden URL zu finden sind: http://www.isover.de/Portaldata/1/Resources/produkte/topdec/technische_datenblaetter/td_topdec_loft.pdf
    Hier findet man auch Hinweise zur Verlegung der Platten und auf den folgenden Bodenaufbau.

    Für die Verlegung empfiehlt es sich aber auf jeden Fall eine Dampfsperre auf den vorhandenen Boden aus Spanplatten zu legen, damit die Dämmung trocken bleibt. Die Bodenunebenheiten sollten mit einer Spachtelmasse, die sich auch für Spanplattenbeläge eignet, ausgeglichen werden.
    Wenn später das Dachgeschoss ausgebaut werden soll, sind die Topdec Platten kein Nachteil, sie haben auch eine gute Dämmwirkung gegen Trittschall.
    Wenn allerdings schon die Planung für einen Ausbau des Dachgeschosses läuft sollte man mehr Wert auf die Dämmung des Daches legen, dann wäre die Dämmung des Bodens eine doppelte Maßnahme mit höheren Kosten.
    Hallo und danke für die schnelle Antwort
    Ja genau diese Platten meine ich.

    Anstatt die Unebenheiten mit dem Spachtel zu begleichen,wäre es nicht möglich diese Unebenheiten in diesem Bereich dann mit dünneren Platten auszugleichen ?
    Dann müsste man weniger spachteln.

    Über einen Dachausbau habe ich mir auch schon Gedanken gemacht.

    Das Dach ist zwar 100 Jahre alt,aber für das Alter noch relativ gut in Schuss weil die damaligen Besitzer das beste vom besten an Material benutzt haben.

    Und das letzte mal wurde das Dach vor 20 Jahren neu eingedeckt.

    Nichts destotrotz traue ich dem Braten irgendwie nicht,und es wäre mir lieber erstmal die Oberschossdämmung durchzuziehen,und in 5-10 Jahren mit angesparten Geld den Dachstuhl,die Dacheindeckung inkl. Isolierung zu eneuern.

    Denn dann hat man etwas mehr Freude für längere Zeit durch den Dachausbau.

    Kann man ungefähr sagen wo man Kostentechnisch landet bei einer Obergeschossdämmung inkl. Material ?

    Das wären ca. 80 m2 die zu dämmen sind.
    Die dicken/besten Isolier-Platten von Isover kosten ja scheinbar um die 27-28 Euro/m2.

    Also aufgerundet mit Verschnitt liegt man da wohl bei ca. 2400-2500 Euro.(sofern man eine Schicht legt).

    Ob eine zweite Schicht Sinn macht kann ich nicht abschätzen,denn dann wären wir schon beim doppelten Materialpreis.

    Was würde das Legen von einem Profi kosten ? Sicherlich dieselbe Summe pro m2 wie das Material kostet ?

    Dann würde man wohl bei ca. 5000 Euro bei einer Schicht langen,und bei 10.000 Euro wenn man das doppelt auflegt ?

    mfg

  6. #6
    Moderator Avatar von Bauprofi
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    Hallo craftuar,

    der Boden sollte halbwegs plan sein, damit die Platten sauber aufliegen und die Stöße sauber schließen.

    Um eine optimale Wärmedämmung zu bekommen, sollten die Platten zweilagig gelegt werden, damit die Stöße überdeckt sind. Welche Dicke sie einsetzen hängt von den Gegebenheiten ab. Für eine optimale Wärmedämmung gilt, je mehr desto besser.
    Bitte bedenken Sie aber, dass die Statik der Deckenbalken für den Belag und die evtl. spätere Nutzung als Wohnraum ausreichen muß.

    Über die Kosten kann ich nichts sagen, dazu wenden Sie sich bitte an einen Baustoffhändler Ihrer Wahl, oder wenn Sie es verlegen lassen wollen, bitten sie einen Handwerker, besser 2 oder 3, um ein Angebot.
    Dieter Ehlers
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  7. #7
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    Hallo,

    ich möchte in meinem Haus auch die oberste Geschossdecke dämmen. Das Haus ist Baujahr 1978, die Decke ist eine Holzbalkendecke. Das Dach ist nicht gedämmt und der Dachboden dient nur als Abstellraum, soll also auch später nicht ausgebaut werden.

    Die oberste Geschossdecke ist jetzt wie folgt aufgebaut (vom Raum zum Dach): Gipskartonplatte, Glaswolle (ca. 3cm), Luft (ca. 10cm) und darauf eine Spanplatte 28mm. Die Balken sind ca. 13cm dick. Ich möchte jetzt wie folgt dämmen:

    Die Spanplatte hochnehmen, auf die Glaswolle (also zwischen die Balken) eine ca. 10-12cm Schicht Dämmwolle (WLG 040 oder 035) legen und die Spanplatten wieder aufnageln.

    Meine Fragen sind nun: Kann ich das grundsätzlich so machen ? Muss ich eine Dampfsperre vorsehen und wenn ja, wo ? Wegen der Balken kann ich die Dampfsperre ja nicht unter die Dämmwolle legen. Oder brauche ich keine Dampfsperre, weil die Spanplatte als dampfdurchlässig gilt und das Dach nicht gedämmt ist ? Wäre es ev. sinnvoll, die Balken von 13cm auf 16cm oder 20cm aufzudoppeln, um eine dickere Schicht Dämmwolle einbringen zu können ? Oder sollte man das ganz anders lösen ?

    Schon mal vielen Dank für die Antworten.

  8. #8
    Moderator Avatar von Bauprofi
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    Hallo RalTro,

    ja so wurde leider in den siebziger Jahren gedämmt.
    Eine Dampfsperre wird immer von der warmen Seite aus verlegt. Sie gehört, wie Sie schon richtig schreiben, eigentlich unter die Holzbalken der Decke. Sie können aber auf die vorhandene 3 cm Dämmung und über die Balken eine Dampfsperre verlegen. Die Dampfsperre fixieren Sie mit der Aufdoppelung, denn diese Idee ist sehr gut, und haben so mehr Höhe für möglichst viel Dämmung. Wieviel es sein kann, müssen sie anhand von Anschlüssen, Treppen usw. prüfen.
    Achten Sie aber darauf, dass Ihr Dämmpaket nicht zu schwer wird, damit die Gipsplatten es noch tragen können.
    Dieter Ehlers
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  9. #9
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    Hallo Herr Ehlers,

    vielen Dank für die schnelle Antwort. Wenn ich aber die Dampfsperre über die Balken lege, zieht dann nicht mit der Zeit die Feuchtigkeit aus den Räumen in die Balken und durchfeuchtet diese ? Die Feuchtigkeit kann ja nicht mehr nach oben über das Dach abgeführt werden. Oder wo bleibt normalerweise die Feuchtigkeit, wenn sie wg. der Dampfsperre aus der Isolierung heraus gehalten wird ? Würde es wg. der Spanplatten auch ganz ohne Dampfsperre gehen ?

    Nochmals vielen Dank für Ihre Hilfe.

  10. #10
    Moderator Avatar von Bauprofi
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    Hallo RalTro,

    ich gehe davon aus, dass Sie die Räume heizen und lüften und Feuchtigkeit im normalen Rahmen des Wohnens anfällt. Damit sollte Feuchtigkeit über die Räume abgeführt werden können und kein Feuchtestau im Bereich der Deckenkonstruktion entstehen.
    Letzte Gewissheit kann aber nur eine Dampfdiffusionsberechnung erbringen. Dazu müßten Sie einen Fachmann einschalten, der Ihnen dann auch genau sagen kann, wieviel Dämmung eingebaut werden sollte um Ihr Haus dämmtechnisch auf einen aktuellen Stand zu bringen. Diese Kosten lohnen sich auf jeden Fall, denn energetisch sanierte Immobilien steigen auch im Wert.
    Dieter Ehlers
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