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Thema: Neuer Betonboden im Badezimmer

      
   
   
  1. #1
    Neuer Benutzer
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    16.08.2010
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    Neuer Betonboden im Badezimmer

    Hallo,

    in unserem bald 100 Jahre alten Haus mussten wir in dem Badezimmer, einem ehemaligen Stallanbau, der später ausgebaut wurde, den Fußboden teilweise aufstemmen, da die Abwasserohre nicht genug Gefälle hatte. Wir fanden eine Schicht Beton bzw. Estrich (fraglich) von 8 cm Dicke und darunter eine alte Betonschicht von 10 cm Dicke. Darunter liegt eine Erd-Steinschicht aus alten Ziegeln (wahrscheinlich ehemals Stallboden) und diversen anderen Steinen. Wie tief das Fundament noch hinabreicht weiss ich nicht, aber der Erdboden ist deutlich feucht.

    Daher bliebt die Frage, ob man einfach das Loch wieder mit Beton zugiessen kann (war ja vorher auch so, es stieg keine Nässe hoch) oder ob noch Schotter bzw. Folien eingebracht werden müssen, um ein aufsteigen von Nässe zu verhindert (auch im Übergangsbereich zwischen neuen und alten Boden). Und wie verhindere ich eine Rißbildung? Das Loch selbst ist 3 x 1 m breit!

    Vielen Dank für ihre Unterstützung!!!

  2. #2
    Moderator Avatar von Bauprofi
    Registriert seit
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    Beiträge
    830
    Hallo brummi,

    Ihrer Beschreibung folgend schlage ich Ihnen Folgendes vor:


    Zuerst einmal sollten die neu verlegten Abwasserrohre im Sandbett verlegt und mit Sand ummantelt werden. Damit wird eine Zerstörung durch anschließend aufgebrachtes Material bzw. darin enthaltene Steine vermieden.
    Das Loch bzw. den Graben lagenweise mit geeignetem Material verfüllen, z. B. einem Sand-Kiesgemisch oder Kies mit einem Kornspektrum von 1/4 bis 2/16 aus Rundkorn ohne Bruchanteile. Das Material nach jeder eingebrachten Lage (10 cm) verdichten, optimalerweise mit einer Rüttelplatte. Als letzte Lage eine kapillarbrechende Schotterschicht aufbringen. Diese mit Folie abdecken, um beim anschließenden Einbringen des Betons für den Teil der neuen Bodenplatte das Verschwinden des im Beton enthaltenen Anmachwassers zu verhindern. Damit diese neue Bodenplatte eine kraftschlüssige Verbindung zur vorhandenen, alten Betonplatte bekommt, muss mit Bewehrung gearbeitet werden. Evtl. einen Statiker hinzuziehen!

    Um eine spätere Rissbildung zu vermeiden, könnten hier - entweder einzeln oder in Kombination - Stabstähle horizontal in die alte Platte eingebohrt und mit Epoxidharz mit selbiger verbunden werden. Zusätzlich muss in die neue Bodenplatte konstruktive und statische Bewehrung eingebaut werden (Matten- und Stabstähle). Der Beton der Bodenplatte sollte aus WU-Beton (= wasserundurchlässiger Beton) erstellt werden. Danach Estrich auf Trennlage, diesen ggf. auch mit einer konstruktiven Bewehrung (Stahlmatte) versehen.

    Alle Abdichtungsmaßnahmen bringen nichts, weil der alte (und auch der neue) Bodenaufbau nicht im Ansatz einer heutigen und auch nicht gestrigen Ausführung entspricht. Zudem taucht die Frage auf, ob nicht evtl. der Boden und/oder das umgebende Mauerwerk durch Salze belastet sind.
    Mein Tipp: Grundlegende Sanierung des Bades, neuer Fußbodenaufbau komplett mit Wärmedämmung (!) und entsprechenden Abdichtungsmaßnahmen, Horizontalsperre im Mauerwerk etc.
    Allerdings kenne ich die genauen Umstände nicht. Eine Idee könnte vielleicht folgender Sanierungsvorschlag geben:
    Bad-Renovierung - heinze.de
    Dieter Ehlers
    Dipl.-Ingenieur, Architekt
    www.bauemotion.de/forum

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