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Erneuerbare Energien: die Kraft der Natur effizient nutzen. (Foto: Fotolia)

Erneuerbare Energien: Strom und Wärme aus der Natur gewinnen

Aus gutem Grund nutzen immer mehr Menschen erneuerbare Energien: Wer Wärme oder Strom fürs Haus aus Sonne, Wind oder Biomasse bezieht, schützt die Umwelt und spart Geld. bauemotion.de stellt die Grundlagen der verschiedenen Ernergieerzeugungen vor.
Hausbesitzer können mittlerweile die ganze Bandbreite an erneuerbaren Energien für ihr Eigenheim nutzen: An erster Stelle die Sonne, die Solarthermie und Fotovoltaik-Anlagen speist, gefolgt von der Wärmeenergie aus den Naturelementen Luft, Erde und Wasser, die Wärmepumpen für die Heizung nutzten. Natürlich das Holz, das ein Biomasse-Heizsystem per Pelletkessel anfeuert, sowie kleine Windkrafträder, die Strom erzeugen. Sie alle, die regenerativen Energien, sind ein wichtiger Bestandteil eines verantwortungsvollen und nachhaltigen Wohnens. Sie schützen Klima und Umwelt. Zugleich helfen sie Hausbesitzern, Energie und damit langfristig Kosten zu sparen.
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Der Primärenergieverbrauch in Deutschland nach den unterschiedlichen Energieträgern. (Stand: April 2010, Grafik: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie)
Ein wichtiger Begriff: Primärenergieverbrauch
Energiequellen, die in ihrer ursprünglichen Form eingesetzt werden – also so, wie sie in der Natur vorkommen –, bezeichnet man als Primärenergie. Die fossilen Energieträger Erdöl und Erdgas gehören etwa dazu. Der Verbrauch an Primärenergie steigt durch allgemein wachsende (Wohn-)Ansprüche stetig an. Die weltweiten Vorräte fossiler Energieträger aber sind endlich, und bei Gas und Öl ist bereits das Ende der Vorräte zu ermessen. Erneuerbare Energien dagegen sind entweder in unerschöpflichen Mengen vorhanden oder lassen sich – wie Biomasse – in kurzer Zeit wieder beschaffen. Ihr Einsatz im eigenen Heim wird also nicht nur gesetzlich gefordert – sie sind langfristig auch die einzige zukunftsträchtige und umweltfreundliche Energieform.
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Mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) erhält jeder Betreiber einer Fotovoltaik-Anlage eine feste Einspeisevergütung pro Kilowattstunde. (Foto: Rainer Sturm/pixelio.de)
Erneuerbare Energien und Energieeffizienz
„Umsteigen“ ist die eine, „Energie sparen“ die andere Devise der Zukunft. Weniger Verbrauch bedeutet aber nicht weniger Komfort. Hohe Dämmstandards, eine optimale Gebäudeausrichtung, effektive Heiztechnik und der Einsatz nicht fossiler Energieträger lassen uns auch in der Zukunft keine kalten Füße bekommen. Einige Systeme sind nicht nur sparsam, sie werfen sogar zusätzliche Erträge ab. Wird etwa Sonnenenergie zur Stromproduktion mit Fotovoltaik genutzt, können die Erträge entweder selbst verbraucht oder sogar gewinnbringend ins öffentliche Netz eingespeist werden.
Für die Nutzung der vorhandenen Erd-, Grundwasser- oder Luftwärme, muss ich lediglich den Strom meiner Wärmepumpe bezahlen. Dabei gewinnen sie pro eingesetzte Einheit Strom bis zu fünfmal mehr Wärmeenergie aus der Natur. Zwar sind die Investitionskosten solch alternativer Anlagen relativ hoch, langfristig reduzieren sie jedoch die Ausgaben im laufenden Betrieb. Zudem wird ihr Erwerb nach unterschiedlichen Programmen gefördert.
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Die Anlage muss zu den Bedürfnissen der Bewohner passen. (Foto: Wagner Solar)
Diese Fragen sollte jeder Hausbesitzer vorher klären:
Wie also lassen sich erneuerbare Energien zur Versorgung von Gebäuden nutzen? Welche Quellen sind für die Wärmeerzeugung im Einfamilienhaus sinnvoll? Gibt es anlagentypische Einsatzbereiche und Einsatzgrenzen? Jedes Gebäude und jedes Grundstück hat seine ganz eigenen Bedingungen und Anforderungen, die nach genauer Prüfung zur passenden Heiz- bzw. Stromanlage führen werden: angefangen bei den Möglichkeiten zur Unterbringung notwendiger Tanks oder Lager, über die Grundstücksgröße (für eine mögliche Erdwärme-Pumpenanlage) bis hin zur Größe und Ausrichtung der Dachfläche.
Natürlich spielen auch der individuelle Wärmebedarf, das Heizverhalten der Bewohner und nicht zuletzt die Freude am aktiven Heizen eine erhebliche Rolle bei der Wahl des geeigneten Systems. Entscheidet sich der eine eher für die pragmatische Variante des Gasbrennwertkessels mit Heizungsunterstützung durch Solarthermie, bevorzugt der andere das stimmungsvolle Heizen mit Holz. Der eine vertraut auf die Technik einer Erdwärmepumpe, während ein anderer sich ein mit Biomasse betriebenes Kleinkraftwerk (Mini-BHKW) zur Heiz- und Stromversorgung in den Keller stellt.
Für das maßgeschneiderte Einzelstück sollte aufgrund der Fülle an möglichen Lösungen unbedingt ein Berater hinzugezogen werden, um den größtmöglich Gewinn aus der Investition zu ziehen. Dann steht der Versorgung des Eigenheims mit erneuerbaren Energien nichts mehr im Weg.
Übrigens: Bund, Länder und Kommunen fördern den Einsatz erneuerbarer Energien. Das passende Programm für die von Ihnen ausgewählte Technik finden Sie mit unserer Suchmaschine www.bauemotion.de/foerdermittel.
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