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Heizen mit Holz: eine umweltverträgliche Wärmegewinnung. (Foto: Wodtke)

Biomasse (Teil 1): Holz ist und bleibt der Klassiker

Biomasse ist ein weiter Begriff. Für das Heizen im Einfamilienhaus kommt bisher allerdings überwiegend das gute alte Holz infrage. Getreide gehört noch zu den Exoten unter den Brennstoffen.
Was ist eigentlich Biomasse?
Im Zusammenhang mit erneuerbaren Energien versteht man unter Biomasse organische, also nicht-fossile Materie, die als Brennstoff eingesetzt wird. Biomasse lässt sich als Kraftstoff, aber auch zur Strom- und Wärmeerzeugung verwenden. Dazu gehören Pflanzenöle, Biogase und Festbrennstoffe wie Holz oder Holzprodukte. Für die private Nutzung kommen in der Regel Anlagen wie Pelletheizungen oder Scheitholzkessel zum Einsatz. Hackschnitzel-Kessel sind für den durchschnittlichen Wärmebedarf von Einfamilienhäusern ebenso überdimensioniert wie Mini-Blockheißkraftwerke, die auch mit Biodiesel oder Pflanzenöl betrieben werden können.
Hybridheizungen, die auch für ungewöhnliche Brennstoffe wie Weizen, Gerste oder Roggen ausgelegt sind, lohnen sich lediglich in ländlichen Gegenden mit entsprechender Versorgung.
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Eine Förderschnecke transportiert die Pellets automatisch vom Lagerraum zum Kessel. (Foto: Ökofen)
Und wie funktioniert die Wärmeproduktion aus Biomasse?
Das übliche Verfahren für sogenannte Kleinstfeuerungsanlagen in privaten Haushalten ist die direkte Verbrennung mit Scheithölzern oder Holzpellets in Scheitholzvergaser- oder Pelletkesseln. Andere Umwandlungsformen sind für den privaten Bereich nicht relevant.
In Holzvergaserkesseln gibt das heiße Abgas seine Wärme über Wärmetauscher an das Heizungssystem ab. Dabei wird zunächst das Holz verbrannt beziehungsweise vergast. Die nutzbare Wärme entsteht in einer zweiten Stufe durch das vollständige Ausbrennen des Holzgases. Scheitholzvergaserkessel müssen von Hand bestückt werden, dafür sind sie aber deutlich preiswerter als Pelletkessel.
Pelletkessel können automatisch über eine Förderschnecke befüllt, gezündet und gereinigt werden. Sie haben einen höheren Wirkungsgrad und geringere Abgaswerte als andere Holzfeuerungen. Das Flammenbild ist allerdings eher technisch, und auf das romantische Knistern muss verzichtet werden.
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Scheitholz (l.) und Pellets verbrennen CO2-neutral. (Fotos: Viessmann, Broetje)
Wann kommt ein Pellet-, wann ein Scheitholzkessel infrage?
Die erste Möglichkeit ist die zentrale Beheizung des ganzen Hauses durch einen Kessel, der in der Regel im Keller aufgestellt wird. Zentrale Heizkessel gibt es für den Betrieb mit Holzpellets, mit Scheitholz oder als Kombikessel. Insbesondere bei einem Scheitholzkessel ist die Kombination mit einem Pufferspeicher sinnvoll – je nach Bedarf sogar notwendig –, denn die Heizung wird natürlich nur über den Kamin versorgt, solange er brennt. Ist niemand im Haus, um den Kamin zu bestücken, wird auch die Heizung nicht versorgt. Der Pufferspeicher kann diese Zeiten überbrücken.
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Design und innovative Technik in einem: der Pelletkessel für den Wohnraum. (Foto: Wodtke)
Verschiedene Modelle für den Wohnzimmerbetrieb
Eine zweite Möglichkeit sind Wohnraumöfen, die nur den Aufstellraum beheizen. Geschlossene Kaminöfen für den Wohnzimmerbetrieb gibt es in zahlreichen Varianten: als frei platzierbares Modell mit Pellet- oder Scheitholzbestückung, als Warmluftkachelofen oder als vom Kaminbauer gemauerten sogenannten Grundofen.
Während bei offenen Kaminen die Wärme unkontrolliert in den Schornstein entweicht, wird bei geschlossenen Kaminen die Wärme gespeichert und langsam über Lüftungskanäle an den Raum abgegeben. In einem Grundofen wird die Wärme über steigende und fallende Kanäle langsam zum Schornstein geführt. So gibt der Ofen lange seine angenehme Strahlungswärme ab.
Die dritte Möglichkeit schließlich ist, im Wohnzimmer einen Kaminofen mit einer sogenannten Wassertasche aufzustellen. Dieser ist an die Wasserrohre der Zentralheizung angebunden, um diese mit einem Teil der erzeugten Wärme zu unterstützen.
Wird die Holzheizung mit einer solarthermischen Anlage kombiniert, kann diese im Sommer die Warmwasserbereitung sicherstellen. Biomasse-Ofen und Solaranlage werden an den gleichen Pufferpeicher angeschlossen und können sich so wunderbar ergänzen.
Übrigens: Bund, Länder und Kommunen fördern den Einsatz erneuerbarer Energien. Das passende Programm für die neue Holzheizung beziehungsweise Biomasse-Anlage finden Sie mit unserer Suchmaschine www.bauemotion.de/foerdermittel.
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