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Wärmegedämmte Fenster und Türen verhindern Energielecks in der Gebäudehülle. (Foto: Hörmann)

Fenster und Türen: Wärmelecks schließen

Heute müssen Fenster mehr bieten als lediglich eine schöne Aussicht und Haustüren mehr als Design und Sicherheit. Auch die Frage der Dämmung wird immer drängender. Neue Konstruktionen sorgen dafür, dass die beiden Durchlass-Elemente nicht länger Wärmelecks bleiben.
Gerade bei Altbauten sind Fenster und Haustüren die Gebäude-Bauteile mit den schlechtesten Wärmedämmwerten. Selbst durch ein Holzfenster mit Zweischeiben-Isolierglas entweicht doppelt so viel Wärme pro Quadratmeter wie durch eine einfache Ziegelwand. Bei der Tür kann der Wert je nach verwendetem Material und Dicke ähnlich unvorteilhaft sein. Da Fenster und Haustür nur einen sehr geringen Anteil an der gesamten Gebäudehülle haben, kommen sie bei der Dämm-Strategie für normale Wohnhäuser nach Außenwänden und Dach erst an dritter Stelle. Experten empfehlen jedoch, sie vor oder besser noch gleichzeitig mit der allgemeinen Hausdämmung zu erneuern. Sonst ist das Risiko, dass an Wärmebrücken Schimmel entsteht, sehr groß.
Einfachglas schnellstens ersetzen
Sofortiger Handlungsbedarf besteht dort, wo noch einfach verglaste Fenster in Altbauten vorhanden sind. Durch Einfachscheiben geht eine Heizleistung von bis zu 50 Litern Heizöl pro Quadratmeter und Jahr verloren. Bei modernen Dreifach-Wärmeschutzfenstern liegt die Vergleichszahl nur wenig über 10 Litern. Selbst wenn bereits zweifachverglaste Fenster älteren Baujahrs vorhanden sind, kann sich der Austausch gegen neuere lohnen – insbesondere dann, wenn bereits die Dämmung der Wände erfolgt ist.
Wenn sich direkt unter dem Dach bewohnte Räume befinden, sollten auch die Dachfenster gute Isolierwerte aufweisen. Bei ihnen sind die Übergangslinien zu Dachstuhl, äußerer Eindeckung und der Dämmung des Daches besonders kritische Stellen. Diese Verbindungen müssen besonders wärme- und wasserdicht sein.
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Hoher Dämmschutz bietet eine Dreifachverglasung mit einer Krypton-Gasfüllung. (Foto: Interpane)
Wärmeschutzglas und Edelgas
Stand der Technik sind heute zweifachverglaste Fenster aus Wärmeschutzglas. Im Gegensatz zu den älteren zweifachverglasten Fenstern aus den Achtzigerjahren werden die Scheiben innen mit einer durchsichtigen Metallschicht bedampft, die Wärmestrahlung teilweise wieder in den Raum hinein reflektiert. Der luftdicht abgeschlossene Raum zwischen den Scheiben ist in der Regel mit dem Edelgas Argon gefüllt. Zudem legen die Fensterbauer heute größeren Wert darauf, dass auch die Rahmen einen hohen Dämmwert aufweisen. Insbesondere bei Aluminiumrahmen der älteren Generation war das eine Schwachstelle. Das Einfügen einer dritten Scheibe aus Wärmeschutzglas macht eine noch bessere Dämmung möglich. Manche Fensterbauer greifen auch auf altbekannte Konstruktionen zurück: Doppel- oder Kastenfenster, bei denen zwischen zwei getrennten Fenstern in einer Höhlung ein Zwischenraum bleibt. Diese beiden Fenster werden heute nicht mehr mit einfachen Scheiben, sondern mit zweifachen Schichten aus Wärmeschutzglas ausgeführt. Allerdings ist der Energiespar-Vorteil gegenüber einer einzelnen Schicht aus Zweifachverglasung relativ gering. Wer nicht gerade Passivhausstandard anstrebt, sollte genau durchrechnen, ob sich die Investition für Dreifachglas oder Kastenfenster lohnt.
Zoombild
Funktional und schön: Die Aluminium-Holz-Haustür von Kneer erzielt durch ein 90 Millimeter starkes Türblatt eine hohe Wärmedämmung. (Foto: Kneer)
Haustür mit Dämm-Kern
Auch bei der Haustür rückt neben der Sicherheit die Dämmeigenschaft in den Blickpunkt. Ein sogenannter U-Wert von 1,5 bis 1 sollte heute Standard sein. In den meisten Türen sorgt ein dreischichtiger Aufbau mit innerer und äußerer Sichtfront sowie einem Kern aus Kork oder aufgeschäumtem Kunststoff für die Dämmung. Ähnlich wie beim Fenster bildet auch für die Haustür ein Glaseinsatz eine Schwachstelle. Auch dort sollte modernes Wärmeschutzglas in mehreren Schichten eingebaut werden. Die beste Hightech-Dämmung nützt allerdings wenig, wenn Fenster und Türen nicht dicht schließen und kühle Luft in die Wohnung strömt. Die umlaufende Gummidichtung ist in der Regel nach einigen Jahren erneuerungsbedürftig. Außerdem sollten Haustür und Fenster, die sich verzogen haben, schleunigst vom Schreiner wieder gerichtet werden.
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  • Susanne schrieb am 06.05.2010 um 18:13:42 Uhr

    Welche Fördermittel gibt es für den Austausch von alten Fenstern?

     
     
     
     
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    • Die Readktion schrieb am 07.05.2010 um 14:29:05 Uhr

      Im Rahmen des KfW-Programms "Energieeffizient Sanieren" wird die Erneuerung der Fenster auch als Einzelmaßnahme gefördert, entweder mit zinsgünstigem Darlehen oder als Investitionszuschuss. Wichtig: Antrag vor Beginn der Maßnahme stellen! Infos unter www.kfw-foerderbank.de. Je nachdem, wo man wohnt, könnte es auch Landesprogramme geben. Die kann man unter www.bauemotion.de/foerdermittel abfragen.

       
       
       
       
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