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Die Möblierung macht’s möglich: schlafen, essen und arbeiten in einem Raum. (Foto: ibs-ost)

Kleine Räume - große Wirkung: Der Multifunktionsraum

Studenten kennen das: essen, arbeiten und schlafen in einem einzigen Raum. Da wird das Leben manchmal eng. Mit flexiblen Möbeln und einer guten Planung wird auch die Ein-Zimmer-Wohnung zum Mehrzweckraum.
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Halbhohe Raumteiler bieten viel Stauraum. (Foto: Grüne Erde)
Stapeln, ausziehen, rollen
Am Anfang steht die Frage: Welche Möbel brauchen Sie wirklich? Neben dem Verzicht auf unnötige Accessoires und Gegenstände gilt: Flexibel soll die Einrichtung sein! Mit der richtigen Ausstattung lässt sich auch ein einziger Raum vielseitig nutzen. Mehrzweckmöbel, Möbel zum Ausziehen, auf Rollen oder zum Stapeln – in diesen Abteilungen des Einrichtungshauses ist man richtig. Auch gerade Formen und leichte Materialien bei den neuen Möbeln helfen, im kleinen Raum optisch Platz zu schaffen.
Nun sollte man klären: Wo soll gearbeitet, wo geschlafen, wo gegessen werden? Die verschiedenen Zonen des Zimmers sollten im besten Fall durch Raumteiler voneinander getrennt werden. Als Raumteiler können Bücheregale dienen, die in langen schmalen Zimmern nur halbhoch sein sollten, damit ein freier Blick bleibt. Greifen Sie in sehr kleinen Räumen lieber zu einem weniger massiv wirkenden Paravent oder einem Vorhang. Auch eine unterschiedliche Beleuchtung trennt die verschiedenen Funktionen des Zimmers voneinander ab.
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Platzsparende Idee: das klappbare Wandbord für Laptops oder kurze Schreibarbeiten. (Foto: Ikea)
Arbeiten im Mehrzweckraum
Wer den Großteil seiner Zeit am heimischen Schreibtisch verbringt, für den ist die Gestaltung des Arbeitsbereichs besonders wichtig. Zu Hause zu arbeiten heißt meistens auch, leicht abgelenkt zu sein. Umso wichtiger ist es, die Arbeitsecke gut abzugrenzen, für genügend Stauraum zu sorgen und diesen nur für Arbeitsutensilien zu nutzen. Vor allem sollte ein Raumteiler den Blick vom Bett auf den Arbeitsplatz versperren: Wer will schon beim Einschlafen noch an Arbeit denken? Als flexibles Schubladensystem eignen sich Rollcontainer. Schreibtische mit ausziehbarer Platte ermöglichen es, nach getaner Arbeit die Platte einfach „einzufahren“ und den gewonnenen Platz anders zu nutzen. Wer nur stundenweise am Schreibtisch sitzt und einen Laptop hat, kann beim Wandbord „Ludvig“ (Ikea) nach der Arbeit einfach die Klappe zumachen. Auch Klapptische, die hinter Schiebetüren im Regal verschwinden, eignen sich als Arbeitsplätze auf Abruf. Oder man richtet sich einen mobilen Arbeitsplatz an einem Tisch ein, der gleichfalls Essplatz ist. Ein Stuhl mit aufrechter Lehne kann am Ess- und Arbeitsplatz gleichermaßen genutzt werden. Für Computer gilt wie bei Fernsehern: Flachbildschirme sparen viel Platz!
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Zwei in einem: „Travel Studio“ versteckt in einer Schublade eine weitere Schlafgelegenheit. (Foto: Ligne Roset)
Schlafen im Mehrzweckraum
Platz in der Höhe, wie er etwa in vielen Altbauwohnungen vorhanden ist, kann für ein Hochbett oder eine Galerie mit Schlafplatz genutzt werden. Ansonsten sparen Schlafsofas oder Futons Platz, indem der Schlafplatz tagsüber zur Sitzgelegenheit wird. Mittlerweile ist ein Schlafsofa nicht mehr gleichbedeutend mit weniger Schlafkomfort. Auch Klappbetten, die mit festgeschnalltem Bettzeug hochgeklappt in Schränken versinken, sind längst nicht mehr das, was sie früher waren. Sie sind inzwischen als bequeme Doppelbetten zu haben und können in Längs- und Querrichtung „verschwinden“. Rollbare Betten wie „Travel Studio“ von Ligne Roset sind schön flexibel, in einer Schublade befindet sich ein zweites rollbares Bett. Das Ganze sieht mit ein paar Kissen auch als Sofa schön aus. Überlegen Sie, ob vielleicht statt eines Kleiderschranks eine Kleiderstange reicht. Anstelle eines Nachttisches eignen sich Stapelhocker (etwa Alva Aalto): Auch als Sitzgelegenheit oder Beistelltischchen zu nutzen, sind sie schnell wieder weggestapelt!
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Buchtipps zum Weiterlesen
Weitere Tipps und Tricks bieten die Bücher:
Barty Phillips: „Wohnen maximal. 500 Ideen für kleine Räume“, Callwey, 144 Seiten;
Terence Conran: „Große Ideen für kleine Räume“, DVA, 224 Seiten;
Corinne Kuperberg: „Kleine Räume gestalten“, 7hill Publishing, 95 Seiten (Fotos von links: Callwey, DVA, 7hill Publishing)
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