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Auch in den Kellerräumen ist richtiges Lüften zur Vermeidung von Schimmel wichtig. (Foto: Aco Hochbau)

Kellerausbau: Richtig heizen und lüften - so wird's warm

Moderne Keller bieten Platz für Extra-Wohnwünsche. Eine gute Belüftung und Beheizung gehört allerdings unbedingt dazu. Das vermeidet Wärmeverluste, beugt Schimmel vor und hebt den Wohlfühlfaktor.
Wie man’s macht, ist es oft falsch. Im Sommer reißen wir im ganzen Haus die Fenster auf, um auch die Kellerräume einmal richtig durchzulüften. Doch was passiert, wenn warme Luft auf kalte Oberflächen trifft, kennt jeder Brillenträger, wenn er aus der Kälte in einen beheizten Raum kommt: Die Gläser beschlagen. Durch die warme Luft wird also auch der Keller feucht. Vor allem ungedämmte Keller schwitzen leicht.
Kein gutes Wohngefühl. Eine wirksame Abhilfe, Kellerfeuchte und Kondenswasser vorzubeugen ist, das Basisgeschoss möglichst in den wärmegedämmten Bereich zu integrieren – nebenbei fordert schon die Energieeinsparverordnung eine sehr gute Wärmedämmung gegenüber unbeheizten Hausbereichen sowie Heizungsanlagen mit hohem Wirkungsgrad. Beides zusammen kann einem feuchten Keller gut vorbeugen.
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In den Sommermonaten sollten die Kelllerräume in den kühlen Morgenstunden gelüftet werden. (Foto: Pro Keller e.V.)
Im Sommer nur morgens lüften
Damit beim Lüften in den Sommermonaten an kalten Bauteilen die Luftfeuchtigkeit nicht kondensieren kann, den Keller im Sommer daher möglichst wenig und wenn, dann nur in kühlen Morgenstunden gründlich lüften. Dann hat sich der Wasserdampf der Außenluft als Tau niedergeschlagen. Denn je wärmer die Luft ist, umso mehr Wasserdampf kann sie auch aufnehmen. So hat die Außenluft zum Beispiel an warmen schwülen Sommertagen einen Wasserdampfsättigungsgrad von gut 98 Prozent. Erreicht diese warme Sommerluft nun den mit 12 bis 15 °C eher konstant kühlen Keller, kondensiert die überschüssige Feuchtigkeit zwangsläufig an den Wänden. Schimmelbildung und Salpeterausblühungen sind die Folge.
Im Winter dagegen, wenn die Außenluft nur sehr wenig Feuchtigkeit enthält, den Keller mehrmals kräftig durchlüften – also die Fenster für eine halbe bis eine Stunde möglichst sperrangelweit öffnen (und natürlich anschließend wieder verschließen). Dabei wichtig ist, wirklich alle genutzten Räume im Untergeschoss wie Schlafzimmer oder Arbeitszimmer gezielt zu belüften und – wenn dies nicht ausreicht – sie leicht zu beheizen. Falsches Lüften ist eine häufige Ursache für feuchte Keller; eindringende Nässe und Feuchtigkeit freilich eine weitere.
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Eine Alternative zur herkömmlichen Wärmedämmung: Dichtungsschlämme für den Innenbereich. (Foto: Henkel)
Erst die Wärmedämmung, dann die Heizung
Wer seinen Keller zum Wohnen nutzen möchte, kommt um eine Beheizung und Wärmedämmung nicht herum. Sollte das Anbringen einer nachträglichen Wärmedämmung zu kompliziert sein, gibt es Alternativen wie innen aufzubringende Dichtungsschlämme plus zusätzlichem Unterputz und Sanierputz. Letzterer ist ein besonders offenporiger Putz, der die Abtrocknungsoberfläche vergrößert, sodass die Wand schneller austrocknen und gelöste Salze besser gebunden werden können.
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Hygrometer messen den prozentualen Feuchtigkeitsgehalt der Luft. (Foto: Testo)
Eine geeignete Dämmung ist wichtig, damit teuer erzeugte Wärmeenergie nicht ungenutzt an die Außenluft entweicht. Gleichzeitig verbessert eine ausreichende Beheizung des Kellers aber nicht nur das Wohlbefinden der Bewohner, sondern sichert dazu den Erhalt der Baukonstruktion, weil die Wände und Decken in unbeheizten Räumen naturgemäß stark auskühlen – folglich schlägt sich auf kalten Oberflächen die Luftfeuchtigkeit nieder. Geschieht dies häufiger, siedeln sich Schimmelpilze an, und es riecht muffig. Um dies zu vermeiden, sollten hochwertig genutzte Keller mindestens auf 15 bis 16 °C beheizt werden. Dabei sollte die relative Luftfeuchtigkeit nicht über 65 Prozent steigen. Neben der Beheizung ist deshalb regelmäßiges Lüften erforderlich. Die Temperatur der Bauteiloberflächen bleibt so ausreichend hoch und fällt nicht auf den Taupunkt ab.
Tipp: Ein guter Zeitpunkt zum Lüften ist immer dann, wenn die Luft draußen trockener ist als drinnen. Dabei hilft ein Hygrometer (ab 20 Euro im Fachhandel). In manchen Fällen kann sich aber auch ein automatisches Lüftungssystem für den Wohn-Keller lohnen.
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