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Wärmedämmung, Heizung und vergrößerte Fenster verbessern die Wohnqualität im Keller. (Foto: Remmers)

Kellerausbau: Licht gut, alles gut

Was braucht ein Keller, um wohnlich zu werden? Vor allem genug Licht und Luft und für den Winter eine wärmende Heizung. Oftmals lohnend sind Fenstervergrößerungen, um die Ausbeute an Tageslicht zu erhöhen.
Am Tageslichteinfall bemisst sich die Qualität in einem Wohnkeller: Je heller die Räume sind, umso freundlicher wirken sie und umso besser ist auch das Klima. Denn die Fenster bringen nicht nur Licht ins Untergeschoss – auch das wichtige Lüften wird hiermit erst möglich.
Gut, wer einen Neubau plant oder erworben hat, weil dann ein Hochkeller meist schon dazugehört. Ein solcher Keller ragt etwa 50 bis 100 Zentimeter aus dem Boden heraus, benötigt nur wenig Erdaushub und gilt als kostengünstigste und angenehmste Kellervariante.
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Begrünte Lichtböschung und vergrößerte Fenster lassen mehr Licht in das Untergeschoss. (Foto: SunFlowery)
Einbau von neuen Fenstern
Am einfachsten gestaltet sich der Einbau von Fenstern folglich im Hochkeller, weil dort weder ein Lichtgraben ausgehoben werden muss, noch spezielle Fenster nötig sind. In Kellern vieler Altbauten kommt man dagegen oft nicht um das Ausheben von neuen Lichtgräben, Lichtschächten oder Lichtböschungen rund um den genutzten Kellerbereich herum, wenn die Räume unter der Erdoberfläche liegen. Moderne Lichtschächte aus Kunststoff sorgen durch ihre Formgebung und weiße Farbe für hohen Lichteinfall. Durch ihre einfache Montage und ihr geringes Gewicht lassen sie sich auch nachträglich leicht montieren.
Bei einer Kellermodernisierung lassen sich kleine Fensteröffnungen oftmals in der Höhe vergrößern. Hierfür ist aber fachmännische Hilfe erforderlich, um etwa für einen verbreiterten Sturz Risse in der Außenwand zu vermeiden. Manchmal können auch zwei kleine Fenster zu einem größeren vereinigt werden. In diesem Zusammenhang immer sinnvoll ist der Austausch der alten Fenster durch neue hochdämmende Fenster, die Dreifach-Dichtungen zwischen Fenster und Fensterrahmen haben. Sie helfen, Energieverluste durch Zugluft zu vermieden und sind dazu ein guter Lärmschutz.
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Eine integrierte Lüftungseinheit sorgt für eine kontrollierte Frischluftzufuhr in den Kellerräumen. (Foto: Hain System)
Wärmegedämmte Fensterzargen wählen
Gerade im Keller können Fensterlaibungen eine kritische Wärmebrücke bilden und somit die Schimmelbildung begünstigen. Denn das Wasser aus der Raumluft schlägt sich immer an der kältesten Stelle nieder. Ungedämmte Fensterlaibungen sind oft feucht – und Schimmelpilze setzen sich fest. Wärmegedämmte Fensterzargen verhindern dieses Dilemma, weil sich durch ihre Isolierung die raumseitige Oberflächentemperatur auch bei hoher Luftfeuchtigkeit auf unkritische Werte von über 15,5°C anhebt. Daneben schließen wärmegedämmte Fenster nahtlos an die Außen- oder Innendämmung der Kellerwand an und beseitigen Wärmebrücken.
Schon bei der Planung sollte man auf das richtige Fenster achten. Tipp: Wichtig bei einer gedämmten Außenwand sind Blendrahmen mit Lüftungseinheiten wie etwa Komfortlüftungen, um das regelmäßige Lüften zu unterstützen. Für den Schutz gegen Einbruch sorgen abschließbare Griffe, Pilzkopfverriegelungen, aushebelsichere Schließteile, schlagfestes Glas oder Stahleinlagen im Rahmen.
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Der Keller dient nicht nur als Vorratsraum sondern bietet auch Platz für Spiel, Sport und Freizeit. (Foto: HeidelbergCement)
Landesbauordnungen beachten
Wer den nachträglichen Umbau seines Kellers für Wohnzwecke in Angriff nehmen möchte, sollte sich zunächst mit den Vorschriften der Landesbauordnungen vertraut machen. Zahlreiche Regelungen wachen über einzuhaltende Mindestmaße, über Isolierung und Dämmung, Lichteinfall, Brandschutz sowie über die Verlegung von Heizungs-, Strom- und Wasserleitungen. In schwierigen Fällen kann die Mindesthöhe eines Raumes nur durch das Absenken der Sohlplatte beziehungsweise des Fundaments erreicht werden – auch das ist möglich.
Die Gestaltung der Inneneinrichtung können Bau- und Umbauherren dagegen ohne Fachbetriebe selbst in die Hand nehmen. So bringen Wand- und Deckenanstriche in hellen Farbtönen zusätzliche Helligkeit in den Wohnkeller. Gut ist auch, nicht zu eng zu möblieren oder Spiegel anzubringen, die den Raum optisch strecken.
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