E-Check-Plakette: Prüfsiegel für die Elektroinstallation. (Foto: E-Check)

E-Check: Auf Nummer sicher gehen

Ohne Strom läuft nichts im modernen Haus. Doch so nützlich Elektrizität ist: Sie kann auch gefährlich werden. Wer gegen Stromschlag, Kabelbrand und Überspannung gefeit sein will, der ist mit dem E-Check gut beraten. Er wird von vielen Elektro-Fachbetrieben angeboten.
Man könnte den E-Check auch als „TÜV für die Elektroinstallation“ bezeichnen. Der Elektro-Fachmann kommt dafür ins Haus und überprüft Leitungssystem und angeschlossene Geräte vor allem auf ihre Sicherheit, gibt aber auch Hinweise zum Energiesparen. Am Ende stellt er ein Prüfprotokoll aus und vergibt die E-Check-Plakette.
Der Zentralverband der deutschen Elektrohandwerke (ZVEH) hat den E-Check mit einheitlichem Prüfkatalog und gemeinsamem Siegel entworfen. Dazu kommen interne Qualitätskriterien. Zuerst muss ein Mitgliedsbetrieb dem Verband nachweisen, dass er über ausreichend geschultes Personal und die entsprechende Technik verfügt, um die Kunden gut zu beraten. „Diese Prüfung darf nur vom geschulten Innungsfachbetrieb durchgeführt werden. So ist die Qualität des E-Checks garantiert“, betont Walter Tschischka, Präsident des ZVEH.
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Die Gefahr eines Kabelbrands darf nicht unterschätzt werden. (Foto: E-Check)
Schutz vor Stromschlag-Falle
Wichtigstes E-Check-Kriterium ist die Sicherheit: Gibt es irgendwo blank liegende Leitungen, an denen sich jemand einen Schlag holen kann? Droht ein mürbe gewordenes Kabel zum Brandherd zu werden? Sind die Sicherungen in Ordnung? Veraltete Elektroanlagen können zum Risiko werden, weil Isolierungen mit der Zeit brüchig werden oder inzwischen viel mehr Elektrogeräte angeschlossen sind, als Elektriker es früher für möglich gehalten hätten. Auch unsachgemäßer Einbau oder falsche Materialwahl können durch den E-Check aufgedeckt werden; zum Beispiel, wenn nicht ausreichend wasserdichte Schalter oder Lampen im Garten oder an der Außenwand installiert wurden. Der Schutz für spielende Kinder ist ein weiteres Thema beim E-Check.
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Beratung vom Fachmann kann Schäden an der Elektronik vorbeugen. (Foto: E-Check)
Doch selbst neuere Häuser können Schwachstellen aufweisen. Noch vor 20 Jahren hätte wohl kaum jemand damit gerechnet, wie viele Computer und andere hochempfindliche Geräte heute in einem Haushalt zu finden sind. Schon geringe Spannungsschwankungen – egal ob ein Gewitter oder ein Problem im Stromnetz die Ursache ist – können zu Schäden an der Elektronik führen. Nach Angaben des ZVEH sind Stromschwankungen der Grund für 30 Prozent der Schäden an Elektronik in Deutschland. Der E-Check ist eine gute Gelegenheit, sich über Möglichkeiten zum Überspannungsschutz beraten zu lassen.
Stromfressende Altgeräte gehen auf Dauer ins Geld, vom Umweltschaden durch die Energieverschwendung einmal abgesehen. Auch hier kann der E-Check helfen. Der Elektro-Fachmann misst auf Wunsch den realen Verbrauch der Großgeräte im Haushalt, etwa von Kühlschränken und Gefriertruhen. Anhand von Beispielrechnungen zeigt er auf, nach welcher Zeitspanne sich der Umstieg auf moderne, stromsparende Geräte rechnet.
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Der Leistungsumfang für den E-Check ist maßgebend für den Preis. (Foto: E-Check)
Preis hängt von Wohnungsgröße ab
Der ZVEH weist auch darauf hin, dass der E-Check für Vermieter Rechtssicherheit bietet, falls die Elektroinstallation Schäden am Besitz der Mieter verursacht. Im Fall von Schadensersatzforderung könne mithilfe des E-Check-Protokolls der einwandfreie Zustand des Leitungsnetzes bewiesen werden. Allerdings gibt es inzwischen ein Urteil des Bundesgerichtshofs, nach dem der Vermieter keinesfalls verpflichtet ist, regelmäßig die Leitungen im Haus überprüfen zu lassen. Der Preis für den E-Check richtet sich nach der Größe der Elektroanlage und danach, ob auch eine Energiesparberatung zum Leistungsumfang gehört. Für eine kleinere Wohnung fangen die Preise knapp unter 100 Euro an. Die Dienstleistung für größere Einfamilienhäuser kann die 200-Euro-Marke überschreiten.
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