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Eine gute Dämmung im Keller schützt vor Wasserschäden und Schimmel. (Foto: Nibe)

Kellerabdichtung: So wird der Keller trocken und warm

Eine zuverlässige Dämmung im Keller schützt nicht nur Boden und Wände vor Feuchtigkeit, sie sorgt auch für warme Füße im Erdgeschoss. Und ganz nebenbei gewinnen Sie Wohnraum dazu.
Hausbesitzer kennen das Problem: den besorgten Gang in den Keller, wenn es draußen wieder einmal schüttet wie aus Eimern. Denn oft genug bedeutet starker Regen „Land unter“ im Keller, weil das Wasser durch Fenster oder den Abfluss ins Haus gedrückt werden kann. Mit Abpumpen und Aufwischen ist es in der Regel jedoch nicht getan.
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Nicht zu vernachlässigen – die Kellerdämmung. (Foto: Energiesparnetzwerk)
Eine unzureichende Kellerabdichtung kann gefährlich werden
Um den Befall von Schimmel oder schlimmstenfalls Hausschwamm zu vermeiden, müssen nach einem Wasserschaden Wände und Böden sehr gut getrocknet werden, oft unter Zuhilfenahme eines Kondensationstrockners. Nach Überschwemmungen mit Abwasser ist auch eine Desinfektion der Räume nötig. Deshalb lohnt es sich, der Ursache für Feuchtigkeit und Wasserschäden im wahrsten Wortsinn auf den Grund zu gehen und dauerhaft für Abhilfe zu sorgen. Damit sich im Keller mit seinen kalten Wänden kein klammes Klima bildet, benötigt das Basisgeschoss langlebige Abdichtungssysteme und eine zuverlässige Dämmung. Denn auch Feuchtigkeit, die aus dem Erdreich in die Kellerwände drängt, ist gefährlich, weil das Mauerwerk erodiert, Schwamm entsteht und im Extremfall die Stabilität des Hauses bedroht ist. Viele Altbauten sind dagegen nicht ausreichend geschützt. Beratung und Tipps zur energetischen Modernisierung bietet das Energiesparnetzwerk.
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Querschnitt einer Kellerwand mit Außendämmung (links) und Innendämmung (rechts) (Foto: Pro Keller e.V.)
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Auf dem Trockenestrich lassen sich unterschiedliche Bodenbeläge verlegen. (Foto: Fermacell)
Nachbesserung der Kellerabdichtung
Die Wände des Untergeschosses können nachträglich von außen oder innen abgedichtet und gedämmt werden. Für die Kellersohle kommen Innenabdichtungen infrage. Optimal ist allerdings die Kellerabdichtung von außen, indem man die Kellermauern freilegt, alte Putz- und Teeranstriche entfernt und das Mauerwerk mit einer Bitumenbeschichtung gegen eindringende Feuchtigkeit schützt. Hinzu kommt eine „Horizontalsperre“ im Fundamentbereich – eine Art Gürtel von Bohrkanälen, in den ein wasserabweisender Injektionsstoff eingebracht wird. Die Sperre verhindert das Aufsteigen von Feuchtigkeit in der Wand.
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Eine Horizontalsperre verhindert, dass Feuchtigkeit ins Mauerwerk kapillar aufsteigen kann. (Foto: Pro Keller e.V.)
Dämmung von innen
Ist die Außenabdichtung bei Altbauten nicht möglich, kann eine Kellerabdichtung von innen aus speziellen Dichtungsschlämmen vorgenommen werden. So kann das Wasser nicht mehr in die Räume eindringen. Bis zur Abdichtung nach innen bleibt die Kellerwand damit zwar feucht, jedoch bleibt ihre Tragfähigkeit erhalten, weil keine löslichen Bestandteile aus der Kellermauer ausgeschwemmt werden. Auch hierbei legt man unterhalb der Kellerdecke eine Horizontalsperre an. Zusätzlich wird der Kellerboden mit Dichtungsschlämmen oder selbstklebenden Abdichtungsbahnen geschützt. Als Abschluss lässt sich ein Trockenestrich aufbringen (zum Beispiel von Fermacell), auf dem der Bodenbelag verlegt werden kann.
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Eine Dämmung der Kellerdecke spart bis zu zehn Prozent Energie. (Foto: IVPU)
Eine gute Dämmung im Keller für mehr Behaglichkeit
Ist die Kellersohle wasserfest, empfiehlt es sich, die Dämmung des Untergeschosses gleich mit zu erledigen. Dadurch wird auch eine hochwertige Nutzung der Räume etwa als Jugend-, Arbeits- oder Gästezimmer möglich. Die energiesparende Dämmung von Wänden und Boden wird in der Regel mit Hartschaumplatten ausgeführt, die verklebt und dann verputzt werden. Faustregel: drei bis vier Zentimeter Dämmstoffdicke für die Wände sowie vier bis acht Zentimeter für den Boden. Soll der Keller nicht bewohnt (und beheizt) werden, wirkt eine Dämmung der Decke Fußkälte im Erdgeschoss entgegen – und spart zwischen fünf und zehn Prozent Energie.
Dämmung von außen
Aufwendiger ist die Außendämmung des Kellers – allerdings auch effektiver, um Wärmeverluste „unter Tage“ zu mindern. Als Material haben sich Vorsatzschalen mit 100 Millimeter dicken Porenbeton-Planbauplatten bewährt, die im Mauerwerk verankert werden. Der so entstehende Hohlraum wird mit einem hochwärmenden Leichtmörtel verfüllt, die Außenwand kann zum Erzielen einer malerfertigen Oberfläche mit einem Spachtelputz versehen werden. Je nach Zustand der Altsubstanz benötigt ein Fachhandwerker für eine etwa 40 Quadratmeter große Wandfläche drei bis vier Arbeitstage. Für private Bauherren in Eigenregie rechnet man an bis zu acht Tage.
Den Keller dämmen: Holen Sie sich Hilfe
Die Dämmung von Keller und Gebäude ist allerdings eine anspruchsvolle und auch sehr komplexe Arbeit. Hausbesitzer sollten zur Beurteilung der erforderlichen Maßnahmen immer einen Fachmann hinzuziehen. Für eine Wandfläche von 40 Quadratmetern belaufen sich die Kosten für die Ausführung durch einen Fachbetrieb auf gut 2000 Euro. Doch Mühe und Kosten für die Kellerabdichtung wiegen sich auf in Kosteneinsparungen, einer Verbesserung der Wohnqualität und der Sicherheit vor Wasserschäden und Schimmelbefall.
Übrigens: Bund, Länder und Kommunen fördern das Dämmen von Gebäuden. Das passende Programm für Ihre Modernisierung finden Sie mit unserer kostenlosen Fördermittelsuche.
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  • Ralf Dieter Rupnow schrieb am 11.02.2010 um 19:00:31 Uhr

    Geehrte Kollegen, was schreibt Ihr hier für ein Zeug zusammen? Dichtungsschlämme? Wände dürfen ruhig nass bleiben? Wer einen richtig trockenen Keller möchte mit Luft in den Baustoffporen (wegen der Wärmedämmung) ohne Dichtschlämme, dafür einen schönen Kalkzementputz, dauerhaft und sicher, der besucht mich bitte auf der Bautec SolarEnergy 2010 Halle 6.2a Stand B25. Wir haben gerade das Welterbe Kloster Sergijeva (1631) trockengelegt, dabei die Hangmauer flächig ausgetrocknet, HZ und Fassaden Imprägniert. Trockenlegung heißt auch trocken legen, dafür haben wir vergangenen Oktober die Goldmedaille auf der Int. Baumesse in Sotschi bekommen. Kommt einfach vorbei.

     
     
     
     
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    • Ralf Dieter Rupnow schrieb am 11.02.2010 um 19:21:15 Uhr

      Eins muss ich noch loswerden, dass Bild mit der Innendämmung im Keller ist ein grobfahrlässiger Baufehler. Ich habe vor 1,5 Jahren die Filiale Kampmann aus dem Emsland bei Berlin trockengelegt. Dabei musste ich diese auf Halbwissen basierende Innendämmung aus Styropor und Rigips abreißen. Ich sage nur Kondenswasser und Schimmel. Die 10 Hahre alte Microemulsion hatte auch nicht funktioniert, aus jedem Bohrloch kam Schlamm.

       
       
       
       
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