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Foto: Inter IKEA Systems B. V.

Möbel für Jugendliche

Alles neu, oder was? Auf jeden Fall anders. Jugendliche haben nicht nur andere Bedürfnisse als Kinder, sie wollen auch etwas ganz anderes darstellen. Und wo könnte man besser zeigen, wer man sein möchte, wenn nicht im eigenen Zimmer?
„Für Jugendliche ist das eigene Zimmer die Visitenkarte ihres Lebensgefühls“, sagt die Architekturpsychologin Annette Peters aus Regensburg. „Sie brauchen viel Freiraum, um sich abzuheben.“ „Teenager suchen Individualität“, schreibt auch Judith Wilson in ihrem Buch „Spaces – Wohntrends für Teen“. „Gerade Mädchen wollen ihrem Zimmer ihren persönlichen Daumenabdruck aufprägen. Im Zimmer eines männlichen Teenagers zählt dagegen Zweckmäßigkeit.“ Es verhielte sich mit der Einrichtung im Grunde ähnlich wie mit der Kleidung erklärt die Autorin. „Mädchen legen Wert auf modische Details. Jungs wollen etwas, das man schnell überziehen und dann vergessen kann, solange es cool aussieht.“
Während im Kinderzimmer noch Spiel und Bewegung das Ambiente geprägt haben, wollen Jugendliche ein bisschen Stil reinbringen. „Das muss kein neues Zimmer sein“, so Herwig Danzer von den Möbelmachern aus Franken. „Man kann Möbel auch verändern. Durch Edelstahlgriffe, das Austauschen von Holzfüllungen in Glasfüllungen oder das Umstreichen von Rot auf Weiß entsteht ein ganz neues Erscheinungsbild.“
Zoombild
Foto: Inter IKEA Systems B. V.
Auch das Austauschen einzelner Möbelstücke wird dem Wunsch nach Veränderung bereits gerecht. Wichtig ist, dass die Möbel ausreichend Platz für die Bedürfnisse eines Heranwachsenden bieten. So wächst der Bedarf an technischen Geräten enorm. Neben Computer müssen HiFi-Anlage, Telefon, oftmals ein Fernseher und vielleicht auch elektronische Musikinstrumente in die Einrichtung integriert werden. Hier sind Möbel mit intelligenten Lösungen gefragt, die nicht nur die Geräte, sondern auch jede Menge Kabel verstauen können.
Manchen Teenagern fällt es schwer abzuschalten, solange sie den Arbeitsplatz im Blick haben. Dann ist es gut, den Computer hinter einer Schranktür verschwinden zu lassen. Für andere dagegen ist der Computerplatz auch Cliquentreffpunkt. Dann sollte der PC auf einem separaten, großen Tisch stehen, an dem dann alle Platz haben. In jedem Fall sollte der Arbeitsplatz ausreichend Schubladen und anderen Stauraum bieten.
Reichlich praktischer Stauraum ist generell das A und O im Jugendzimmer. Das Chaos muss integriert werden. Jugendliche haben bereits sehr viele Dinge angesammelt, die verstaut werden müssen. Klamotten, CDs, Bücher, Freizeitausrüstung, vielleicht auch noch eine Kiste mit den letzten Lieblingskuscheltieren. Systemmöbel, die sich aus einzelnen Elementen zusammensetzen und flexibel erweitern lassen sind eine gute Antwort darauf. Dies können sowohl Regalsysteme als auch Schrankwände sein.
Kleine Aufräumhilfen machen das Leben zusätzlich leichter: etwa eine ausreichende Anzahl Wandhaken, um die Klamotten schnell an die Wand zu hängen, ein Wäschekorb im Zimmer, eine große Truhe für die Schuhe oder Schubladen unterm Bett.
Zusätzlich zu Elementen, in denen Dinge verschwinden können, brauchen Teenager offene Möbel wie Regale oder Würfelelemente. Hier können sie Nippes, ihre Lieblingsschätze oder Pokale präsentieren.
„Teenager brauchen einen Rückzugsort“, schreibt Judith Wilson, „denn sie sind oft gegen den Alltagsstress nicht immun.“ Dann wird auch mal ein kleineres Zimmer genommen, wenn es dafür etwas abseits liegt. Hochbetten sind für kleine Zimmer praktisch, wenngleich Abenteuerbetten out sind. Gefragt sind Hochbetten mit coolen Details wie einer Sprossenleiter aus Stahl. Podestbetten sind ein Blickfang und bieten viel Stauraum.
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Das Bett hat im Teenie-Zimmer eine große Bedeutung. Abgesehen davon, dass viele Jugendliche gern und lange schlafen, dient es oft auch als Sofa-Ersatz. Schließlich wollen sich Jugendliche in ihrem Zimmer mit ihren Freunden und Freundinnen zum Quatschen zurückziehen. Wenn genug Platz da ist, können auch Sofa (in kleineren Zimmern vielleicht ein Bettsofa), Sitzsäcke oder dicke Bodenkissen zur Kommunikationsecke werden.
Ganz wichtig bei der Einrichtung: Nicht alle Wände mit Möbeln zustellen! Eine freie Wandfläche für Poster, Fotos, Sprüche oder Collagen lässt Platz für kreative Freiheit.
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