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Diese Gas-Brennwertheizung muss sich nicht im Keller verstecken. Im Gegenteil: Das Gerät gewann einen Design- Preis. (Foto: Vaillant)
Gas, Holz oder Sonne?
Nach der Dämmung der Haushülle muss die alte Heizung viel weniger leisten. Das kann der Moment sein, auf eine neue Technik umzusteigen. In vielen Häusern läuft im Keller noch ein Konstanttemperaturkessel. Tadellos, wie die Besitzer meinen, denn im Heizraum ist es immer wunderbar warm.
Freilich verschwendet diese Technik, bei der ganzjährig Kesselwassertemperaturen von bis zu 90 Grad Celsius vorgehalten werden, so viel Energie wie sonst keine. Ihr Jahresnutzungsgrad beträgt gerade mal 65 Prozent.
Um das Problem mit den siedend heißen Vor- und Rücklauftemperaturen in den Griff zu bekommen, hat die Heizungsindustrie in den 80er Jahren Niedertemperaturkessel entwickelt. Sie kommen mit sehr viel niedrigeren Systemtemperaturen aus. Ihr Jahresnutzungsgrad liegt bei etwas mehr als 90 Prozent.
Kein schlechter Wert, sollte man meinen. Doch inzwischen ist bereits die nächste, noch effizientere Technik am Start. Dabei handelt es sich um die Brennwerttechnik, die den eingesetzten Brennstoff optimal ausnutzen kann.
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Empfehlung
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Wann ist eine neue Heizungsanlage fällig?
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Bei der Diskussion, welche Art Heizung die beste für ein modernisiertes Haus ist, spielen nicht nur Jahresnutzungsgrade eine Rolle. Viel brennender ist die Frage, mit welchem Wärmeerzeuger man generell in Zukunft heizen soll. An dieser Stelle lässt sich allerdings nur spekulieren. Tatsache ist: Gas und Öl werden nicht billiger, sondern wohl eher deutlich teurer. Welcher Energieträger aber in zehn Jahren der günstigere ist, lässt sich beim besten Willen nicht sagen. Holz kann eine Alternative sein. Wie stark aber die Preise steigen, wenn plötzlich alle mit Holz heizen wollen (sie tun es bereits!), weiß heute niemand. Es hängt also ganz von der persönlichen Einschätzung und vom Budget des Bauherren ab, ob er das bestehende Heizkonzept sofort umkrempeln möchte oder nicht.
Ist die Heizung noch neuwertig und der Schornsteinfeger zeigt keine rote Karte, genügt es vollauf, die Anlage an den veränderten Energiebedarf des Hauses anzupassen – eine Altbausanierung ist schließlich nicht gleichbedeutend mit einer Heizungserneuerung. Dennoch: Nach der Dämmung meldet die alte Heizung Kurzarbeit an. Ein Heizungsfachmann muss kommen, um die Leistung neu auszulegen und Wärmeerzeuger, Wärmeverteilung und Regelung optimal zu verzahnen.
Wissenschaftler haben herausgefunden, dass 80 Prozent der Heizanlagen allein deshalb Verschwender sind, weil die verschiedenen Anlagenbestandteile nicht optimal aufeinander abgestimmt und eingestellt sind. Wie man das bei der Einregulierung der Heizstränge und Heizkörper nachholt, wird mit dem Begriff „hydraulischer Abgleich“ umschrieben.
Seit Anfang 2007 macht die KfW-Förderbank die finanzielle Unterstützung von Heizungssanierungen davon abhängig, ob ein hydraulischer Abgleich abgenommen wird. Mit dem Abgleich wird dafür gesorgt, dass jeder Heizkörper die Menge Wasser erhält, die seiner Leistung entspricht. Die Regelung wird mithilfe von voreinstellbaren Heizkörperventilen sowie mit selbsttätig wirkenden, in die Anlage integrierten Druckreglern erzielt. Bei einer optimal abgeglichenen Heizung ist der Rücklauf kalt.
Auch wenn er nur eines von vielen Teilen ist: Im Mittelpunkt einer Heizanlage steht der Kessel. Seine Leistung muss nach Energiesparmaßnahmen neu berechnet werden. Bei der Ermittlung der Heizlast wäre es optimal, die entsprechende Norm (DIN 4701) zugrunde zu legen. Erfahrene Fachinstallateure können die Leistung unter Umständen auch überschlägig ermitteln.
Wie viel Watt Kesselleistung nötig sind, um alle Hausbewohner so komfortabel wie gewohnt mit Wärme und Warmwasser zu beliefern, wird unter Fachleuten rege debattiert. Die Empfehlungen reichen von fünf Kilowatt bis zu mindestens 20 Kilowatt für einen Drei-Personen-Haushalt. Vermutlich ist man mit einem Mittelwert auf der sicheren Seite – sollte aber im Hinterkopf behalten, dass Installateure im Allgemeinen zur Überdimensionierung neigen.
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Studie
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Die häufigsten Mängel von Heizungsanlagen
Die Optimus-Studie, ein Forschungsprojekt der Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel unter Federführung von Prof. Dr.-Ing. Dieter Wolff, macht Furore. Die Studie listet folgende Mängel auf:
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