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Grasschnitt – der etwas andere Brennstoff. (Foto: fotolia.de)

Grüner Brennstoff aus der Biotonne

Immer mehr Hausbesitzer wollen weg von Erdöl oder Gas. Doch welche Alternative ist die beste für die Heizung? Sie werden staunen: Als klimafreundlicher Brennstoff taugt vieles, was sonst in der Biotonne landet.
Der alte Heizungskessel hat ausgedient – jetzt ist der ideale Zeitpunkt gekommen, um auf erneuerbare Energien umzusteigen! Warum? Fossiler Brennstoff stößt viel Kohlendioxid aus und wird dabei immer teurer. Eine beliebte Alternative sind Biomasseheizungen, die meist mit Holzpellets oder -scheiten betrieben werden. Doch Forstleute warnen davor, die Wälder zu verheizen, weil sonst das Holz für Hausbau oder Möbel knapp werden könnte. Doch es gibt eine Lösung: Biomüll. Ast- und Zweigmaterial, Heu, Stroh, Getreide- und andere Pflanzenreste brennen prima und vor allem klimaneutral. Und: Es wird nicht mehr Kohlendioxid ausgestoßen, als die Pflanze während des Wachstums aufgenommen hat.
Zoombild
Clever: Sogar Kirschkerne können die Heizung füttern. (Foto: fotolia.de)
Grüner Brennstoff. Natürlich reicht der Inhalt der eigenen Biotonne nicht aus, um das ganze Haus schön warm zu halten. Wer auf dem Land wohnt, kann leicht an geeignetes Heizmaterial herankommen, zum Beispiel Ernterückstände von den Feldern oder Holzabfälle aus dem Sägewerk. Tipp für Städter: Auch Baum- und Strauchschnitt aus der Parkpflege brennt gut. Cleveres Beispiel: Ein Hausbesitzer holt sich regelmäßig den Kirschkernabfall aus einer nahe gelegenen Marmeladenfabrik und verfeuert diesen in seiner Heizung. Kerniges Brennmaterial zum Nulltarif!
Flexible Heizung. Damit das Heizen mit Biomüll auch wirklich funktioniert, muss der Biomassebrenner für die verschiedenen Brennstoffe geeignet sein. Eine elektronische Steuerung sorgt dafür, dass der Abbrand trotz unterschiedlicher Brenneigenschaften und Restfeuchte der Energieträger reibungslos läuft. Mit diesen Geräten kann man mal Pellets, mal Hackschnitzel oder Pflanzenreste aus der Biotonne verwenden – je nach Verfügbarkeit oder Preis.
Zoombild
Biogas: Tierdung kostet nichts und brennt hervorragend. (Foto: fotolia.de)
Alles Mist! Verbrennen ist aber nicht die einzige Möglichkeit, um aus Biomüll Brennstoff zu machen. Man kann pflanzliche und tierische Abfälle auch zu Biogas vergären, um daraus in einem Blockheizkraftwerk Strom und Wärme für die Heizung zu gewinnen. Der Münchner Tierpark Hellabrunn versorgt auf diese Weise 120 Haushalte mit Ökostrom, gewonnen aus dem Mist von Elefanten, Lamas, Orang-Utans und anderen Zoobewohnern. Deren Käfige wiederum werden mit der Abwärme geheizt. Biogasanlagen gibt es übrigens auch im Kleinformat. Ein paar Kühe im Stall brauchen Sie dafür aber schon – Ihr Kaninchen oder Meerschweinchen allein dürfte mit der Produktion überfordert sein. Ansonsten werfen Sie doch einfach mal einen kritischen Blick auf Ihren Biomüll!
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  • Ernst Kolbe schrieb am 14.08.2011 um 15:10:11 Uhr

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    hocherfreut bin ich auf diesen Artikel gestoßen, auf den ich lang gewartet hatte: Heizenergie aus Bioabfällen für den Privathaushalt und dann auch noch flexibel bei der Wahl des Energieträgers (von Gras bis Holz).
    Doch wie entäuschend!! Wo sind die Hinweise / links auf Anbieter solcher Anlagen???
    Bin ich blind, das ich hier nichts weiter dazu finde?

    Oder ist es nur ein Lock-Artikel um dann auf andere Produktwerbung zu leiten???
    Bitte bitte, falls jemand mehr dazu sagen kann, Adresen weiß, bitte ich um Info: werbedesignkolbe@online.de

     
     
     
     
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  • Redaktion schrieb am 16.08.2011 um 14:20:05 Uhr

    Sehr geehrter Herr Kolbe,

    der Artikel ist zur Grundinformation gedacht. Trotzdem helfen wir Ihnen natürlich gern weiter.
    Da Biomasseheizungen auf den jeweiligen Heizwärmebedarf und die Voraussetzungen abgestimmt werden, lassen Sie sich am besten von einem Experten beraten.
    Unter www.bauemotion.de/regional oder www.celseo.de können Sie ganz einfach nach einem Spezialisten in Ihrer Umgebung suchen. Der kann Ihnen dann auch die für Sie passenden Hersteller dieser Anlagen nennen.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Die Redaktion

     
     
     
     
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